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Die Restharnmessung ist ein einfaches Verfahren, um die Menge an Urin zu messen, die nach dem Wasserlassen in der Blase zurĂŒckbleibt. Dies hilft Ărzten festzustellen, ob die Blase sich vollstĂ€ndig entleert oder ob eine Entleerungsstörung vorliegt.
Wichtige Fakten
Ja, besonders bei Ă€lteren MĂ€nnern mit gutartiger ProstatavergröĂerung ist eine erhöhte Restharnmenge hĂ€ufig. Aber auch bei Frauen und jĂŒngeren Menschen kann er vorkommen.
Besonders betroffen sind MĂ€nner ĂŒber 50 Jahre mit ProstatavergröĂerung, Frauen mit BeckenbodenschwĂ€che, Menschen mit nervlichen Erkrankungen (z.âŻB. Diabetes, MS) sowie Personen nach Operationen im Beckenbereich.
Der Arzt misst die Restharnmenge meist mit einem UltraschallgerĂ€t direkt nach dem Wasserlassen. Dazu wird ein kleiner Schallkopf auf den Unterbauch aufgesetzt â das ist völlig schmerzfrei. In manchen FĂ€llen kommt ein dĂŒnner Katheter zum Einsatz, um den Restharn genau zu bestimmen.
Der Arzt bittet Sie, zunĂ€chst mit gefĂŒllter Blase zu kommen. Sie urinieren dann in ein spezielles MessgerĂ€t (Uroflow). Direkt danach wird per Ultraschall der Restharn gemessen. Der gesamte Termin dauert in der Regel nur 15 bis 30 Minuten. Es sind keine besonderen Vorbereitungen nötig.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des erhöhten Restharns. Ziel ist es, die Blase wieder vollstÀndig zu entleeren und Komplikationen zu vermeiden. Oft helfen schon einfache VerhaltensÀnderungen, manchmal sind Medikamente oder ein Katheter nötig.
Mit erhöhtem Restharn können Sie gut leben, wenn Sie die empfohlenen MaĂnahmen umsetzen. Planen Sie Toilettenpausen ein, nehmen Sie sich Zeit beim Wasserlassen und fĂŒhren Sie bei Bedarf den Selbstkatheter durch. Viele Menschen gewöhnen sich schnell daran.
Eine ballaststoffreiche ErnĂ€hrung (Vollkorn, Obst, GemĂŒse) beugt Verstopfung vor, die den Restharn verschlimmern kann. Trinken Sie ausreichend, aber vermeiden Sie ĂŒbermĂ€Ăige FlĂŒssigkeitsmengen auf einmal. Beckenbodentraining und leichte KrĂ€ftigungsĂŒbungen fĂŒr die Rumpfmuskulatur sind sehr empfehlenswert.
Ein erhöhter Restharn lĂ€sst sich nicht immer verhindern. Ein gesunder Lebensstil mit ausreichender Bewegung, guter FlĂŒssigkeitszufuhr und regelmĂ€Ăigen Toilettengewohnheiten kann jedoch das Risiko senken. Bei MĂ€nnern kann eine frĂŒhzeitige Behandlung der ProstatavergröĂerung helfen. Rauchen und ĂŒbermĂ€Ăiger Alkoholkonsum sollten vermieden werden.
Es gibt kein routinemĂ€Ăiges Screening auf Restharn. Wenn Sie jedoch zu den Risikogruppen gehören (z.âŻB. Ă€lter als 50 Jahre oder bei Diabetes), kann Ihr Arzt im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung den Restharn messen.
Mit der richtigen Behandlung ist die Prognose meist gut. Viele Betroffene können ihre Beschwerden deutlich lindern oder sogar beseitigen. Wichtig ist, das Problem frĂŒhzeitig anzugehen und eng mit dem Arzt zusammenzuarbeiten. Auch wenn eine vollstĂ€ndige Heilung nicht immer möglich ist, verbessern sich die Symptome bei den meisten Menschen spĂŒrbar.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Der Arzt kann Medikamente verschreiben, die die Blasenmuskulatur unterstĂŒtzen (z.âŻB. alpha-Blocker) oder die Prostata verkleinern. Auch eine intermittierende Selbstkatheterisierung (IC) kommt infrage: Der Patient lernt, sich selbst einen dĂŒnnen Katheter zu legen, um die Blase regelmĂ€Ăig zu entleeren. Dies ist meist schmerzfrei und hilft, Komplikationen zu vermeiden.
Wenn Medikamente und Verhaltenstherapie nicht ausreichen, kann eine Operation in Betracht gezogen werden, z.âŻB. bei einer vergröĂerten Prostata (transurethrale Resektion, TURP) oder einer Harnröhrenverengung.
Die stĂ€ndige Sorge um die Blase, hĂ€ufige ToilettengĂ€nge oder das GefĂŒhl der UnvollstĂ€ndigkeit können belastend sein. Manche Menschen fĂŒhlen sich unsicher oder schĂ€men sich. Es ist wichtig, darĂŒber zu sprechen â mit dem Arzt, dem Partner oder einer Selbsthilfegruppe. Psychologische UnterstĂŒtzung kann helfen, Ăngste zu mindern.