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Ein EKG (Elektrokardiogramm) ist eine schmerzlose Untersuchung, bei der die elektrischen Signale Ihres Herzens gemessen werden. Ein Arzt oder eine Ärztin klebt dazu kleine Elektroden (Klebepads) auf Ihre Brust, Arme und Beine. Diese messen, wie Ihr Herz schlägt und ob der Herzrhythmus normal ist. Die Untersuchung dauert nur etwa 5 bis 10 Minuten und hilft, Herzprobleme zu erkennen.
Wichtige Fakten
Ja, EKG-Untersuchungen sind sehr häufig. Sie gehören zur Basisdiagnostik bei Herzproblemen und werden oft auch bei Routineuntersuchungen oder vor Operationen durchgeführt.
Ein EKG kann bei jedem Menschen durchgeführt werden – unabhängig vom Alter oder Geschlecht. Besonders empfohlen wird es bei Beschwerden wie Brustschmerzen, Herzrasen, Schwindel oder Atemnot, aber auch als Vorsorge bei Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes.
Ein EKG wird in der Arztpraxis oder im Krankenhaus durchgeführt. Sie legen sich auf eine Liege, der Arzt oder die Ärztin klebt Elektroden auf Ihre Haut – an Brust, Armen und Beinen. Diese messen die Herzströme und zeichnen sie als Kurve auf. Die Untersuchung ist schmerzfrei und ungefährlich. Manchmal wird ein Belastungs-EKG (Fahrrad-Ergometer) oder ein Langzeit-EKG (über 24 Stunden) gemacht, um den Herzrhythmus unter Alltagsbedingungen zu prüfen.
Die Behandlung hängt davon ab, was das EKG zeigt. Ein normales EKG erfordert oft keine Behandlung. Zeigt das EKG Auffälligkeiten, wird der Arzt oder die Ärztin weitere Untersuchungen veranlassen (z. B. Blutuntersuchung, Herzultraschall oder Herzkatheter). Die Behandlung kann je nach Ursache Medikamente, Lebensstiländerungen oder in seltenen Fällen einen Eingriff umfassen.
Bei herzbedingten Auffälligkeiten kann der Arzt oder die Ärztin blutdrucksenkende oder herzrhythmusstabilisierende Medikamente verschreiben. Auch eine Anpassung von bereits eingenommenen Medikamenten kann nötig sein. In manchen Fällen wird eine Katheterablation (Verödung von krankem Herzgewebe) oder die Implantation eines Herzschrittmachers empfohlen. Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über die für Sie passende Behandlung.
Wenn ein EKG Auffälligkeiten zeigt, müssen Sie Ihre Lebensweise vielleicht anpassen. Das ist aber kein Grund zur Sorge – viele Menschen mit Herzrhythmusstörungen leben ein normales Leben. Wichtig ist, die verordneten Medikamente regelmäßig einzunehmen und zu Kontrolluntersuchungen zu gehen.
Eine herzgesunde Ernährung umfasst viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und gesunde Fette (z. B. aus Nüssen oder Olivenöl). Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker und viel Salz. Bewegung ist gut – aber besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, welche Sportart für Sie geeignet ist. Bei manchen Herzrhythmusstörungen ist Leistungssport nicht empfehlenswert.
Einige Herzrhythmusstörungen lassen sich durch einen gesunden Lebensstil vermeiden oder zumindest hinauszögern. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen und Stressabbau. Auch die Behandlung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes kann das Risiko senken.
Es gibt keine Impfung, die spezifisch vor Herzrhythmusstörungen schützt. Eine Grippeimpfung kann jedoch Komplikationen wie eine Herzmuskelentzündung verhindern.
Vorsorgeuntersuchungen wie der Gesundheits-Check-up beim Hausarzt (alle 1–2 Jahre) beinhalten oft ein EKG. Bei familiärer Vorbelastung oder bestehenden Risikofaktoren kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ein regelmäßiges EKG empfehlen.
Die meisten Auffälligkeiten im EKG sind harmlos oder gut behandelbar. Mit der richtigen medizinischen Betreuung und einem gesunden Lebensstil haben Menschen mit Herzproblemen eine gute Lebensqualität und Lebenserwartung. Wichtig ist, regelmäßig zur Kontrolle zu gehen und auf die Signale Ihres Körpers zu achten.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Sie werden für das EKG gebeten, Ihren Oberkörper freizumachen (am besten tragen Sie ein T-Shirt oder eine Bluse). Die Hautstellen, auf die die Elektroden kommen, werden eventuell mit Alkohol gereinigt und leicht angefeuchtet. Die Elektroden haften auf der Haut, Sie spüren nichts davon. Während der Aufzeichnung sollten Sie ruhig und entspannt liegen und normal atmen. Nach der Untersuchung werden die Elektroden entfernt – das kann kurz ziepen. Die Ergebnisse bespricht der Arzt oder die Ärztin meist sofort oder beim nächsten Termin mit Ihnen.
Operative Eingriffe wie eine Herzkatheteruntersuchung oder Schrittmacherimplantation sind nur selten notwendig. Sie werden nur durchgeführt, wenn Medikamente nicht ausreichen oder eine akute Gefahr besteht.
Herzprobleme können Ängste auslösen. Viele Menschen machen sich Sorgen um ihre Gesundheit. Das ist verständlich. Ein offenes Gespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin hilft, die Unsicherheit zu verringern. Wenn die Angst anhält, können psychologische Beratung oder Selbsthilfegruppen unterstützen.