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Ein Holter-Monitor ist ein kleines, tragbares Gerät, das Ihre Herzschläge über 24 bis 48 Stunden oder länger aufzeichnet. Es hilft Ihrem Arzt, Ihren Herzrhythmus im Alltag zu beurteilen – zum Beispiel, wenn Symptome wie Herzrasen oder Schwindel nur gelegentlich auftreten und bei einem normalen EKG nicht sichtbar sind.
Wichtige Fakten
Ja, die Langzeit-EKG-Untersuchung (Holter-Monitoring) ist ein sehr häufiges und einfaches Verfahren in der Herzdiagnostik. In Deutschland wird sie jährlich bei vielen tausend Patienten durchgeführt.
Das Verfahren wird bei Menschen aller Altersgruppen angewendet – von Kindern bis zu älteren Erwachsenen –, wenn der Verdacht auf Herzrhythmusstörungen besteht oder wenn Beschwerden wie Herzstolpern, Schwindel oder Ohnmachtsanfälle abgeklärt werden sollen.
Die Diagnose erfolgt durch die Aufzeichnung Ihres Herzrhythmus mit dem Holter-Monitor. Nach der Tragezeit wird das Gerät ausgelesen und die Daten werden von einem Arzt (meist einem Kardiologen) ausgewertet. Er vergleicht Ihre Symptome mit den aufgezeichneten Herzströmen.
In der Praxis werden Ihnen drei bis fünf kleine Elektroden (Klebepads) auf die Haut am Brustkorb geklebt. Die Kabel werden mit einem kleinen Aufnahmegerät verbunden, das Sie am Gürtel oder in einer Tasche tragen. Sie führen ein Tagebuch über Ihre Aktivitäten, Symptome und die genauen Uhrzeiten. Nach der vereinbarten Zeit kommen Sie zurück, das Gerät wird abgenommen und die Daten werden ausgewertet. Sie können alles wie gewohnt tun, nur duschen oder baden sollten Sie vermeiden, da die Elektroden wasserempfindlich sind.
Die Behandlung richtet sich nach den Ergebnissen des Holter-Monitors. Zeigt die Aufzeichnung harmlose Herzrhythmusstörungen, ist oft keine Behandlung nötig. Bei behandlungsbedürftigen Störungen gibt es verschiedene Ansätze: Medikamente zur Rhythmus- oder Frequenzkontrolle, eine Katheterablation (Verödung von krankhaften Herzmuskelzellen) oder die Implantation eines Herzschrittmachers oder Defibrillators. Ihr Arzt bespricht mit Ihnen die beste Option.
Während der Tragezeit des Holter-Monitors können Sie Ihrem Alltag weitgehend normal nachgehen – arbeiten, essen, schlafen, leichte Bewegung. Vermeiden Sie aber starkes Schwitzen (Sauna, intensiven Sport) und Wasser (Duschen, Baden, Schwimmen). Notieren Sie alles, was Sie als ungewöhnlich wahrnehmen. Nach der Untersuchung haben Sie wieder volle Bewegungsfreiheit.
Eine herzgesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und ungesättigten Fetten (z. B. aus Olivenöl, Nüssen) unterstützt die Herzgesundheit. Vermeiden Sie fettreiche Fertigprodukte und zu viel Zucker. Bewegung ist wichtig – starten Sie mit moderatem Ausdauertraining wie schnellem Gehen oder Radfahren, am besten 30 Minuten an den meisten Tagen. Besprechen Sie Ihr persönliches Bewegungsprogramm mit Ihrem Arzt.
Holter-Monitoring dient der Diagnose, nicht der Vorbeugung. Sie können aber Herzrhythmusstörungen vorbeugen, indem Sie Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel reduzieren. Eine gesunde Lebensweise senkt das Risiko für viele Herzerkrankungen.
Es gibt kein generelles Screening per Holter-Monitor für alle. Bei Risikopatienten (z. B. nach einem Schlaganfall oder bei bestimmten Herzerkrankungen) kann Ihr Arzt eine Langzeit-EKG-Untersuchung anordnen. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt beraten, ob eine solche Untersuchung für Sie sinnvoll ist.
Die meisten Menschen mit Herzrhythmusstörungen haben durch moderne Behandlungsmöglichkeiten eine gute Prognose. Viele Beschwerden lassen sich mit Medikamenten oder kleinen Eingriffen gut kontrollieren. Mit einem gesunden Lebensstil und regelmäßigen Kontrolluntersuchungen können Sie aktiv zu Ihrer Herzgesundheit beitragen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Zu den medikamentösen Behandlungen gehören Antiarrhythmika, die den Herzrhythmus stabilisieren, sowie Betablocker oder Kalziumkanalblocker, die die Herzfrequenz senken. Die genaue Medikamentenwahl trifft Ihr Arzt individuell. Bei bestimmten Rhythmusstörungen kann eine Katheterablation durchgeführt werden, bei der über einen dünnen Schlauch (Katheter) winzige Bereiche des Herzens verödet werden. Falls nötig, wird ein Herzschrittmacher oder ein implantierbarer Defibrillator (ICD) eingesetzt.
Ein chirurgischer Eingriff kommt hauptsächlich dann in Frage, wenn Medikamente nicht ausreichen oder nicht vertragen werden. Beispiele sind die Katheterablation bei Vorhofflimmern oder bestimmten Tachykardien sowie die Implantation eines Schrittmachers bei zu langsamem Puls (Bradykardie). Ihr Kardiologe wird die Vor- und Nachteile mit Ihnen besprechen.
Die Diagnose einer Herzrhythmusstörung kann Angst und Unsicherheit auslösen. Viele Patienten machen sich Sorgen um die Zukunft. Es hilft, sich gut zu informieren und offen mit dem Arzt zu sprechen. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen oder Online-Foren kann entlastend wirken. Bei anhaltender Angst oder depressiven Symptomen suchen Sie bitte professionelle Hilfe – Ihr Hausarzt kann Sie an psychologische Beratungsstellen vermitteln.