Pulse oximetry â Patienteninformationen · Ruqelo Health
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Pulse oximetry
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Patienteninformation â kein Ă€rztlicher Rat. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Ăbersicht
Die Pulsoxymetrie ist eine schmerzfreie Untersuchung, bei der die SauerstoffsĂ€ttigung im Blut gemessen wird â also wie viel Sauerstoff die roten Blutkörperchen transportieren. Dazu wird ein kleines Clip-GerĂ€t, der Pulsoxymeter, meist auf den Finger gesteckt. Das GerĂ€t sendet Licht durch die Haut und errechnet daraus den Sauerstoffgehalt. Der normale Wert liegt bei gesunden Menschen zwischen 95 und 100 Prozent.
Wichtige Fakten
Die Pulsoxymetrie ist ein einfacher, nicht-invasiver Test (das heiĂt, es wird nicht in den Körper eingestochen).
Ein Wert unter 90 Prozent gilt als niedrig und sollte Àrztlich abgeklÀrt werden.
Das GerÀt zeigt auch die Herzfrequenz (Puls) an.
Fragen zu diesem Artikel
Die Messung hilft, Atemprobleme frĂŒh zu erkennen, zum Beispiel bei einer LungenentzĂŒndung oder COPD.
Ja, die Pulsoxymetrie wird sehr hĂ€ufig eingesetzt â im Krankenhaus, beim Hausarzt, im Rettungsdienst und auch zur hĂ€uslichen Ăberwachung bei chronischen Lungenerkrankungen.
Die Pulsoxymetrie betrifft jeden, bei dem der Sauerstoffgehalt im Blut ĂŒberwacht werden muss. Das können Menschen mit Asthma, COPD, LungenentzĂŒndung, COVID-19, Herzerkrankungen oder wĂ€hrend einer Operation sein.
Symptome
Rufen Sie sofort den Notruf, wenn Sie bemerken:
SauerstoffsÀttigung unter 90 Prozent, die durch tiefes Durchatmen nicht steigt
Starke Atemnot, die Sie am Sprechen hindert
Blaue Lippen oder blÀuliche Haut (auch bei Kindern)
Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
Brustschmerzen, die in Arme oder Kiefer ausstrahlen
Suchen Sie dringend (noch am selben Tag) einen Arzt auf, wenn Sie bemerken:
â SauerstoffsĂ€ttigung fĂ€llt unter 92 Prozent (auch ohne Beschwerden)
â Zunehmende Kurzatmigkeit bei leichter Belastung
â Neu auftretender Husten mit Auswurf oder Fieber
â Verschlechterung des Allgemeinzustands (z. B. starke MĂŒdigkeit oder Verwirrtheit)
HĂ€ufige Symptome
Kurzatmigkeit oder das GefĂŒhl, nicht genug Luft zu bekommen
Schnelle oder flache Atmung
MĂŒdigkeit oder Verwirrtheit
Blaue Lippen oder FingernÀgel (Zyanose)
Brustschmerzen oder EngegefĂŒhl in der Brust
Symptome bei Kindern
Ungewöhnliche Unruhe oder Weinen
Verweigerung von Trinken oder Essen
Einziehende Haut zwischen den Rippen oder am Brustbein (Atemarbeit)
NasenflĂŒgelatmung (AufblĂ€hen der NasenflĂŒgel beim Einatmen)
Symptome bei Àlteren Erwachsenen
Verwirrtheit oder plötzliche VerÀnderung des Verhaltens
Starke MĂŒdigkeit, die nicht weggeht
Verschlechterung einer bekannten Lungenerkrankung
Langsame oder unregelmĂ€Ăige Atmung
Ursachen
Hauptursachen
Lungenkrankheiten wie COPD, Asthma, LungenentzĂŒndung oder Lungenembolie
Herzerkrankungen, die die Sauerstoffversorgung beeintrÀchtigen
Schwere Blutarmut (AnĂ€mie) â zu wenig rote Blutkörperchen
Vergiftungen (z. B. Kohlenmonoxidvergiftung)
Hohe Höhen, wo die Luft weniger Sauerstoff enthÀlt
Risikofaktoren
Rauchen oder Passivrauchen
Chronische Lungen- oder Herzerkrankungen
Hohes Alter (ĂŒber 65 Jahre)
GeschwÀchtes Immunsystem
Operationen oder Narkosen, die die Atmung beeinflussen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
Wenn die SauerstoffsÀttigung trotz Ruhe unter 92 Prozent fÀllt
Bei zunehmender Atemnot oder blauen Lippen
Wenn Sie sich plötzlich verwirrt oder benommen fĂŒhlen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
Bei bekanntem Risiko (z. B. COPD) zur regelmĂ€Ăigen Kontrolle
Vor einer Reise in groĂe Höhen (z. B. Bergsteigen)
Um den Erfolg einer Behandlung (z. B. Sauerstofftherapie) zu ĂŒberprĂŒfen
Ein einmaliger niedriger Wert (z. B. unter 95 %) muss nicht sofort alarmieren â oft hilft tiefes Durchatmen oder Bewegen. Wenn der Wert aber dauerhaft niedrig bleibt oder mit Beschwerden einhergeht, sollten Sie Ihren Arzt fragen.
Diagnose
Die Pulsoxymetrie selbst wird mit einem kleinen GerĂ€t (Pulsoxymeter) durchgefĂŒhrt, das am Finger, Zeh oder OhrlĂ€ppchen befestigt wird. Es misst den Sauerstoffgehalt des Blutes und den Puls in Sekundenschnelle.
Mögliche Untersuchungen
Pulsoxymetrie (nicht-invasive Messung der SauerstoffsÀttigung)
Blutgasanalyse (Blutentnahme aus der Arterie, um den genauen Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt zu bestimmen)
Lungenfunktionstest (Spirometrie) zur ĂberprĂŒfung der Lungenleistung
Röntgen oder CT der Lunge bei Verdacht auf strukturelle SchÀden
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Test ist völlig schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Sie sitzen oder liegen bequem, wĂ€hrend das GerĂ€t Licht durch Ihre Haut sendet. Der Arzt oder die Pflegekraft notiert den Wert und vergleicht ihn mit frĂŒheren Messungen. Bei einem auffĂ€lligen Befund werden weitere Untersuchungen durchgefĂŒhrt.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der niedrigen SauerstoffsĂ€ttigung. Oft geht es darum, die Grunderkrankung zu behandeln â zum Beispiel mit Medikamenten gegen Asthma oder COPD, mit Antibiotika bei einer LungenentzĂŒndung oder mit Sauerstoffgabe. Ziel ist es, den Sauerstoffgehalt im Blut wieder zu normalisieren und die Organe ausreichend zu versorgen.
Selbsthilfe zu Hause
Bei leichter Atemnot: Aufrecht sitzen, langsam und tief durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen
Rauchen aufgeben â das verbessert die Lungenfunktion nachhaltig
RegelmĂ€Ăig lĂŒften und fĂŒr ausreichend frische Luft sorgen
Bei Belastung Pausen einlegen und nicht ĂŒber die eigenen Grenzen gehen
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache kommen verschiedene BehandlungsansĂ€tze in Frage. Bei chronischen Lungenerkrankungen können atemwegserweiternde Medikamente (sogenannte Bronchodilatatoren) oder Kortikosteroide eingesetzt werden, um die Atemwege zu öffnen und EntzĂŒndungen zu reduzieren. Bei einer akuten Infektion werden Antibiotika oder Virostatika verordnet. Reicht die Eigenatmung nicht aus, kann zusĂ€tzlich Sauerstoff ĂŒber eine Nasenbrille oder eine Maske gegeben werden â das nennt man Sauerstofftherapie. In schweren FĂ€llen (z. B. bei einer Lungenembolie) ist eine Behandlung im Krankenhaus notwendig.
Wann kommt eine Operation infrage?
In sehr seltenen FĂ€llen, zum Beispiel bei einem schweren Lungenemphysem oder einem Tumor, kann eine Operation in Frage kommen. Die Entscheidung trifft der Facharzt nach grĂŒndlicher AbklĂ€rung.
Leben mit der Erkrankung
Wenn Sie zur hĂ€uslichen Ăberwachung ein Pulsoxymeter nutzen, messen Sie am besten immer zur gleichen Tageszeit, notieren die Werte und besprechen AuffĂ€lligkeiten mit Ihrem Arzt. Achten Sie auf VerĂ€nderungen Ihres Befindens â das gibt Sicherheit und hilft, frĂŒhzeitig zu reagieren.
Tipps fĂŒr den Alltag
Falls Sie rauchen: Holen Sie sich UnterstĂŒtzung fĂŒr den Rauchstopp (z. B. bei Ihrem Hausarzt oder in einer Raucherentwöhnungsgruppe).
Vermeiden Sie starke Luftverschmutzung und Reizstoffe wie Staub oder Chemikalien.
Bewegen Sie sich regelmĂ€Ăig an der frischen Luft â Starten Sie mit kurzen SpaziergĂ€ngen und steigern Sie langsam.
Lernen Sie Entspannungstechniken wie AtemĂŒbungen oder Meditation â das reduziert Stress und verbessert die Atmung.
ErnÀhrung und Bewegung
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit viel Obst, GemĂŒse und Vollkornprodukten stĂ€rkt das Immunsystem und die Lungenfunktion. Vermeiden Sie starkes Ăbergewicht, da es die Atmung belastet. Moderate Bewegung wie Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen fördert die Durchblutung und Sauerstoffaufnahme â besprechen Sie das optimale MaĂ mit Ihrem Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die stĂ€ndige Ăberwachung der SauerstoffsĂ€ttigung kann Ă€ngstlich machen. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt ĂŒber Ihre Ăngste â er kann Ihnen helfen, die Werte richtig einzuschĂ€tzen und unnötige Panik zu vermeiden. Bei starker Belastung ist auch psychologische UnterstĂŒtzung sinnvoll.
Vorbeugung
Viele Ursachen fĂŒr einen niedrigen Sauerstoffgehalt lassen sich durch einen gesunden Lebensstil vermeiden. Dazu gehören: Nichtrauchen, regelmĂ€Ăige Bewegung, gesunde ErnĂ€hrung und der Schutz vor Atemwegsinfektionen. Bei chronischen Erkrankungen hilft eine gute Behandlung, um Verschlechterungen vorzubeugen.
Impfungen
Lassen Sie sich gegen Grippe (Influenza) und LungenentzĂŒndung (Pneumokokken) impfen â diese Impfungen werden besonders fĂŒr Menschen mit Lungen- oder Herzerkrankungen empfohlen. Auch die COVID-19-Impfung kann schwere VerlĂ€ufe verhindern.
FrĂŒherkennungsprogramme
Es gibt keine flĂ€chendeckende Vorsorgeuntersuchung zur Pulsoxymetrie. Bei Risikogruppen (z. B. Raucher, Personen mit chronischer Bronchitis) kann der Hausarzt im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung eine Messung durchfĂŒhren. Bei plötzlicher Atemnot ist die Messung ohnehin ein Standardverfahren.
Komplikationen
Unbehandelt
Langfristig zu niedriger Sauerstoffgehalt kann Organe schĂ€digen â vor allem Gehirn, Herz und Nieren.
Es kann zu einer sogenannten HypoxĂ€mie kommen, die zu Bewusstseinsstörungen, Herzrhythmusstörungen oder im schlimmsten Fall zum Organversagen fĂŒhrt.
Bei chronischen Lungenerkrankungen verschlechtert sich die Lungenfunktion schneller, wenn eine Sauerstoffunterversorgung nicht behandelt wird.
Langzeitprognose
Die gute Nachricht: Wenn die Ursache rechtzeitig behandelt wird, verbessert sich die SauerstoffsĂ€ttigung meist wieder. Mit einer angepassten Therapie, regelmĂ€Ăigen Kontrollen und einem gesunden Lebensstil können die meisten Menschen ein aktives Leben fĂŒhren. Die Pulsoxymetrie gibt Ihnen und Ihrem Arzt ein einfaches Werkzeug an die Hand, um die Versorgung mit Sauerstoff im Blick zu behalten â das schafft Sicherheit und verhindert Komplikationen.
UnterstĂŒtzung finden
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
Hinweis zur AufklÀrung: Diese Informationen dienen nur der AufklÀrung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.