Quantitative sensorische Testung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Quantitative sensorische Testung (QST) ist eine schmerzfreie Untersuchung, die misst, wie Ihre Nerven Empfindungen wie Berührung, Temperatur und Vibration wahrnehmen. Sie hilft Ärzten, Fehlfunktionen der kleinen Nervenfasern zu erkennen.
Wichtige Fakten
- Die QST ist schmerzfrei und dauert etwa 30–60 Minuten.
- Sie testet verschiedene Sinnesmodalitäten wie Druck, Temperatur und Vibration.
- Die Ergebnisse helfen, die Ursache von Nervenproblemen wie Kribbeln oder Taubheit zu finden.
Die QST ist ein spezielles Verfahren, das in ausgewählten Zentren durchgeführt wird. Sie wird nicht bei jeder Routineuntersuchung eingesetzt, ist aber eine wichtige Methode zur Diagnose von Nervenerkrankungen.
Die QST wird bei Menschen durchgeführt, bei denen der Verdacht auf eine Störung der kleinen Nervenfasern besteht, zum Beispiel bei Diabetes, chronischen Schmerzen oder Gefühlsstörungen.
Symptome
- Plötzliche Lähmungserscheinungen in Armen oder Beinen
- Plötzlicher Gefühlsverlust in einem Körperteil
- Akute, sehr starke Schmerzen unklarer Ursache
- Gedanken an Selbstverletzung – rufen Sie sofort den Notruf 112
- ⚠Anhaltende Missempfindungen, die den Alltag beeinträchtigen
- ⚠Verschlechterung bestehender Symptome innerhalb weniger Tage
Häufige Symptome
- Taubheitsgefühl in Händen oder Füßen
- Kribbeln oder Brennen
- Schmerzen bei leichter Berührung
- Überempfindlichkeit gegen Wärme oder Kälte
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern wird die QST eingesetzt, wenn sie über unerklärliche Schmerzen, Kribbeln oder ein seltsames Gefühl in Armen oder Beinen klagen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen leiden häufiger an altersbedingten Nervenveränderungen. Die QST hilft, diese normalen Veränderungen von krankhaften Störungen zu unterscheiden.
Ursachen
Hauptursachen
- Die QST selbst hat keine Ursachen – sie ist ein Test. Die häufigsten Grunderkrankungen, die zu Nervenproblemen führen, sind Diabetes, Alkoholmissbrauch, Vitaminmangel, Infektionen oder Nebenwirkungen von Medikamenten.
Risikofaktoren
- Diabetes und schlecht eingestellter Blutzucker
- Übermäßiger Alkoholkonsum
- Mangelernährung und Vitamin-B-Mangel
- Familiäre Veranlagung für Nervenerkrankungen
- Bestimmte Medikamente (z. B. bei Krebstherapie)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlich auftretender Lähmung oder Gefühlsverlust sofort den Notruf 112 wählen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie über Wochen oder Monate Kribbeln, Brennen oder Taubheit in Händen oder Füßen bemerken, suchen Sie Ihren Hausarzt auf.
Diagnose
Die Quantitative sensorische Testung wird von einem speziell geschulten Arzt oder Therapeuten durchgeführt. Sie werden verschiedenen Reizen ausgesetzt – zum Beispiel sanftem Druck, Wärme oder Vibration – und sagen, wie Sie diese empfinden.
Mögliche Untersuchungen
- Temperaturwahrnehmung (warm/kalt)
- Vibrationsempfinden (Stimmgabel)
- Schmerzschwelle (Druckreize)
- Berührungsempfinden (feine Fasern)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Sie ist schmerzfrei, aber manche Reize können als unangenehm empfunden werden. Nach dem Test können Sie sofort nach Hause gehen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Nervenstörung, die mit der QST gefunden wurde. Ihr Arzt wird mit Ihnen einen persönlichen Behandlungsplan besprechen.
Selbsthilfe zu Hause
- Achten Sie auf eine gesunde Ernährung mit Vitaminen und Mineralstoffen, besonders Vitamin B12.
- Bewegen Sie sich regelmäßig – Spazierengehen oder Schwimmen sind gut.
- Vermeiden Sie Alkohol und Rauchen, sie schädigen die Nerven.
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung kann Medikamente gegen Nervenschmerzen, Physiotherapie oder die Behandlung der Grunderkrankung (z. B. bessere Blutzuckereinstellung bei Diabetes) umfassen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die für Sie geeigneten Optionen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur in seltenen Fällen nötig, zum Beispiel wenn ein eingeklemmter Nerv die Beschwerden verursacht (Dekompression). Ihr Arzt wird dies mit Ihnen besprechen.
Leben mit der Erkrankung
Mit Nervenproblemen zu leben kann herausfordernd sein. Eine gute Schmerztherapie und regelmäßige Bewegung verbessern oft die Lebensqualität.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum.
- Schützen Sie Ihre Füße vor Verletzungen – tragen Sie gut sitzende Schuhe.
- Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und Entspannung.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt die Nervengesundheit. Leichte Bewegung wie Radfahren, Yoga oder Spazierengehen hilft, die Durchblutung zu fördern und Schmerzen zu lindern.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Nervenschmerzen können seelisch belasten. Es ist wichtig, sich auch psychologische Hilfe zu suchen. Falls Sie Gedanken an Selbstverletzung haben, rufen Sie bitte sofort den Notruf 112 an.
Vorbeugung
Nicht alle Nervenschäden sind vermeidbar, aber ein gesunder Lebensstil und die gute Behandlung von Grunderkrankungen wie Diabetes senken das Risiko erheblich.
Früherkennungsprogramme
Bei Menschen mit Risikofaktoren (z. B. Diabetes) kann eine regelmäßige Nervenuntersuchung sinnvoll sein. Fragen Sie Ihren Arzt, ob eine QST für Sie infrage kommt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Fortschreiten der Nervenschädigung – die Beschwerden können sich verschlimmern.
- Chronische Schmerzen, die den Alltag stark einschränken.
- Gefühlsstörungen, die das Verletzungsrisiko erhöhen (z. B. Verbrennungen oder Wunden, die nicht bemerkt werden).
Langzeitprognose
Mit einer frühzeitigen Diagnose und angepasster Behandlung können viele Symptome gelindert werden. Die Prognose hängt von der Ursache ab – sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre persönliche Situation. Es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten, die Ihnen helfen, ein aktives Leben zu führen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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