Sickle cell screening
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Das Sichelzell-Screening ist ein Bluttest, der zeigt, ob jemand die Erbanlage fĂŒr die Sichelzellkrankheit hat. Die Sichelzellkrankheit ist eine erbliche Blutkrankheit, bei der die roten Blutkörperchen eine sichelförmige Gestalt annehmen und dadurch Probleme verursachen können, wie Schmerzen und eine höhere AnfĂ€lligkeit fĂŒr Infektionen.
Wichtige Fakten
In Deutschland ist die Sichelzellkrankheit selten. Sie tritt vor allem bei Menschen auf, deren Vorfahren aus Regionen stammen, in denen Malaria verbreitet war â zum Beispiel Afrika, der Mittelmeerraum, der Nahe Osten oder Indien.
Das Screening wird vor allem angeboten fĂŒr Neugeborene, Menschen mit familiĂ€rer Vorbelastung und Paare mit Kinderwunsch, bei denen ein erhöhtes Risiko besteht.
Das Sichelzell-Screening erfolgt mit einem Bluttest. Dabei wird entweder die HĂ€moglobin-Elektrophorese oder ein Löslichkeitstest durchgefĂŒhrt. Bei Neugeborenen wird der Test meist aus der Blutprobe des Guthrie-Tests (Fersenstich) gemacht.
Die Blutabnahme ist einfach und dauert nur wenige Minuten. Das Ergebnis liegt in der Regel nach einigen Tagen vor. Ihr Arzt bespricht mit Ihnen, was das Ergebnis bedeutet und ob weitere Untersuchungen nötig sind.
Wenn das Screening die Sichelzellkrankheit zeigt, gibt es keine Heilung, aber gute Behandlungen, um die Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu verhindern. TrÀger der Anlage benötigen in der Regel keine Behandlung.
Die Behandlung umfasst Schmerzmittel, Medikamente, die die Anzahl der Schmerzkrisen senken (z. B. Hydroxycarbamid), Infektionsprophylaxe mit Antibiotika und Bluttransfusionen. In schweren FĂ€llen kann eine Stammzelltransplantation in Betracht gezogen werden. Ihr Arzt bespricht die fĂŒr Sie passende Therapie.
Menschen mit Sichelzellkrankheit können mit der richtigen Betreuung ein weitgehend normales Leben fĂŒhren. Wichtig sind regelmĂ€Ăige Arztbesuche, Impfungen und das Vermeiden von Auslösern wie KĂ€lte oder Dehydration.
Eine gesunde, ausgewogene ErnĂ€hrung mit viel Obst, GemĂŒse und Vollkornprodukten unterstĂŒtzt die allgemeine Gesundheit. Leichte Bewegung wie Spazierengehen oder Schwimmen sind meist gut vertrĂ€glich. Bei akuten Schmerzen sollte Bewegung vermieden werden.
Die Sichelzellkrankheit selbst kann nicht verhindert werden, da sie genetisch bedingt ist. Das Screening hilft jedoch, betroffene Kinder frĂŒh zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln. TrĂ€ger der Anlage können vor einer Schwangerschaft eine genetische Beratung in Anspruch nehmen.
FĂŒr Menschen mit Sichelzellkrankheit sind Impfungen besonders wichtig, um schweren Infektionen vorzubeugen (z. B. gegen Pneumokokken, Meningokokken und Grippe). Ihr Arzt erstellt einen Impfplan.
Das Neugeborenen-Screening auf Sichelzellkrankheit wird in Deutschland allen Neugeborenen angeboten. Auch Erwachsene mit erhöhtem Risiko können einen Test machen lassen.
Mit frĂŒhzeitiger Diagnose und moderner Behandlung können die meisten Betroffenen ein erfĂŒlltes Leben fĂŒhren. Die Lebenserwartung hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. RegelmĂ€Ăige Ă€rztliche Betreuung ist der SchlĂŒssel zu einem guten Verlauf.
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Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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Die Erkrankung kann seelisch belasten â durch Schmerzen, Krankenhausaufenthalte oder die Sorge vor Komplikationen. Es ist wichtig, sich UnterstĂŒtzung zu holen, z. B. durch GesprĂ€che mit einer psychologischen Beratungsstelle oder einer Selbsthilfegruppe.