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Ein Riechtest (auch Geruchstest oder Riechidentifikationstest) ist eine Untersuchung, mit der Ărzte prĂŒfen, wie gut jemand riechen kann. Dabei werden verschiedene AlltagsgerĂŒche wie Kaffee, Zitrone oder Vanille vorgelegt, und die Person muss diese erkennen. Der Test hilft, Störungen des Riechvermögens (Riechstörungen) zu erkennen.
Wichtige Fakten
Riechtests werden hÀufig eingesetzt, vor allem in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) und in der Neurologie. Viele Menschen mit Riechstörungen bekommen diesen Test angeboten.
Der Test kann bei allen Altersgruppen durchgefĂŒhrt werden, die bewusst atmen und GerĂŒche erkennen können. Besonders wichtig ist er fĂŒr Menschen, die plötzlich oder allmĂ€hlich schlechter riechen, sowie fĂŒr Untersuchungen bei Verdacht auf Erkrankungen wie Parkinson oder COVID-19.
Der Riechidentifikationstest wird von einem HNO-Arzt oder Neurologen durchgefĂŒhrt. Er ist Teil einer umfassenden Untersuchung des Riechvermögens. Dabei wird nicht nur geprĂŒft, ob Sie einen Geruch wahrnehmen, sondern auch, ob Sie ihn richtig benennen können.
Der Test findet in einem ruhigen Raum statt. Sie bekommen meist 8 bis 12 oder mehr Geruchsproben vorgelegt. Sie mĂŒssen entscheiden, ob Sie etwas riechen, und den Geruch aus einer Liste von 4 möglichen Antworten auswĂ€hlen (z. B. 'Erdbeere', 'Apfel', 'Zitrone', 'Banane'). Der Test dauert etwa 15 Minuten und ist völlig schmerzfrei. Nach der Auswertung bespricht der Arzt mit Ihnen die Ergebnisse.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Riechstörung. Der Riechtest selbst ist nur ein Untersuchungsverfahren â er heilt nichts, liefert aber wichtige Hinweise fĂŒr die weitere Therapie.
Je nach Ursache kommen entzĂŒndungshemmende Nasensprays, Antibiotika bei bakteriellen Infektionen oder operative Eingriffe an der Nase (z. B. bei Nasenpolypen) in Frage. Bei neurologischen Erkrankungen steht die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Ihr Arzt wird mit Ihnen gemeinsam die beste Therapie besprechen.
Wenn eine Riechstörung durch Nasenpolypen, starke VerkrĂŒmmung der Nasenscheidewand oder andere anatomische Probleme verursacht wird, kann eine Operation notwendig sein. Die Entscheidung trifft der HNO-Arzt nach eingehender Untersuchung.
Wenn Sie unter einer Riechstörung leiden, kann das den Alltag erschweren â zum Beispiel beim Erkennen von verdorbenem Essen, bei der Körperhygiene oder beim Genuss von Speisen. Viele Menschen gewöhnen sich jedoch gut daran und entwickeln einen sicheren Umgang.
Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit vielen frischen Lebensmitteln kann helfen, die allgemeine Gesundheit zu unterstĂŒtzen. Bewegung an der frischen Luft fördert die Durchblutung der Nasenschleimhaut. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Riechtraining fĂŒr Sie sinnvoll ist.
Einige Ursachen fĂŒr Riechstörungen lassen sich nicht verhindern (z. B. altersbedingter Verlust). Andere können Sie durch gesunde Lebensweise vermeiden: SchĂŒtzen Sie Ihren Kopf bei UnfĂ€llen (Helm beim Radfahren), behandeln Sie NasennebenhöhlenentzĂŒndungen frĂŒhzeitig und rauchen Sie nicht.
Gegen manche Infektionen, die Riechstörungen auslösen können (z. B. Grippe, COVID-19), gibt es Impfungen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt zu den empfohlenen Impfungen beraten.
FĂŒr Riechstörungen gibt es kein allgemeines Screening. Wenn Sie aber merken, dass Ihr Geruchssinn nachlĂ€sst, sollten Sie dies Ă€rztlich abklĂ€ren lassen.
Die Aussichten hĂ€ngen von der Ursache ab. Viele Riechstörungen bessern sich von selbst oder durch Behandlung. Bei viralen Infektionen wie COVID-19 erholt sich der Geruchssinn bei den meisten Menschen innerhalb von Wochen bis Monaten. Auch mit einem dauerhaft eingeschrĂ€nkten Geruchssinn können Sie gut leben â unterstĂŒtzt durch Anpassungen im Alltag und gegebenenfalls Riechtraining. Ihr Arzt wird Sie dabei begleiten.
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
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Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
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Nutzen Sie sie zur ErgĂ€nzung â nicht als Ersatz â fĂŒr den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.
Eine Riechstörung kann belastend sein â sie beeintrĂ€chtigt die LebensqualitĂ€t, den Genuss von Essen und kann sogar zu sozialem RĂŒckzug fĂŒhren. Auch das SicherheitsgefĂŒhl leidet. Es ist wichtig, diese GefĂŒhle ernst zu nehmen. Bei anhaltender Niedergeschlagenheit oder Depression suchen Sie professionelle Hilfe.