Taste testing â Patienteninformationen · Ruqelo Health
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Taste testing
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Patienteninformation â kein Ă€rztlicher Rat. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Ăbersicht
Ein Geschmackstest ist eine Ă€rztliche Untersuchung, bei der geprĂŒft wird, wie gut Sie sĂŒĂ, sauer, salzig, bitter und umami (herzhaft) schmecken können. Dabei werden meist flĂŒssige Proben oder Teststreifen auf die Zunge gegeben. Der Test hilft, Störungen des Geschmackssinns zu erkennen.
Wichtige Fakten
Der Test dauert meist nur wenige Minuten und ist schmerzfrei.
Er wird oft von Hals-Nasen-Ohren-Ărzten durchgefĂŒhrt.
Ein verÀnderter Geschmackssinn kann viele Ursachen haben, von harmlosen bis zu ernsten.
Der Test kann auch bei der Diagnose von Nervenerkrankungen oder nach Kopfverletzungen helfen.
Geschmackstests werden nicht bei jeder Routineuntersuchung gemacht, sondern nur, wenn jemand ĂŒber Probleme mit dem Schmecken klagt. Solche Beschwerden kommen aber hĂ€ufiger vor, besonders nach einer ErkĂ€ltung oder im Alter.
Fragen zu diesem Artikel
Menschen jeden Alters können betroffen sein. Besonders hÀufig werden Geschmacksstörungen nach Atemwegsinfektionen (wie COVID-19), bei Àlteren Menschen und bei Personen mit bestimmten Grunderkrankungen (z. B. Diabetes, neurologischen Leiden) festgestellt.
Symptome
Rufen Sie sofort den Notruf, wenn Sie bemerken:
Plötzlicher kompletter Geschmacksverlust zusammen mit LÀhmungserscheinungen im Gesicht (z. B. Mundwinkel hÀngt herab)
Gleichzeitig auftretende Sprachstörungen, Sehstörungen oder starke Kopfschmerzen â das kann auf einen Schlaganfall hinweisen.
Bewusstlosigkeit oder Verwirrtheit
Suchen Sie dringend (noch am selben Tag) einen Arzt auf, wenn Sie bemerken:
â Geschmacksverlust nach einer Kopfverletzung oder einem Sturz
â Anhaltender unangenehmer Geschmack zusammen mit Fieber, Schwellungen im Gesicht oder Schluckbeschwerden
â Verdacht auf eine NervenschĂ€digung oder einen Tumor
HĂ€ufige Symptome
Weniger Empfindlichkeit fĂŒr sĂŒĂ, sauer, salzig oder bitter
Kompletter Verlust des Geschmacks (Ageusie)
Dauerhafter unangenehmer Geschmack im Mund (Dysgeusie)
Metallischer oder bitterer Geschmack ohne erkennbaren Grund
Symptome bei Kindern
Kind lehnt bestimmte Nahrungsmittel ab, die es frĂŒher mochte
Isst sehr einseitig oder verliert an Gewicht
Klagen ĂŒber âkomischenâ Geschmack im Mund
Symptome bei Àlteren Erwachsenen
Nachlassende Geschmacksempfindung aufgrund altersbedingter VerÀnderungen
VerÀnderter Geschmack durch viele Medikamente (z. B. Blutdrucksenker)
Vermehrtes Salzen oder SĂŒĂen von Speisen, um ĂŒberhaupt etwas zu schmecken
Ursachen
Hauptursachen
Infektionen der oberen Atemwege, z. B. ErkÀltung, Grippe oder COVID-19
NasennebenhöhlenentzĂŒndung, Polypen oder andere Atemwegsblockaden
Nebenwirkungen von Medikamenten (wie Antibiotika, Antidepressiva, Blutdrucksenker)
NervenschÀden durch Verletzungen, Operationen oder Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose)
Alterungsprozesse (die Geschmacksknospen werden weniger)
Rauchen, starker Alkoholkonsum oder Mundtrockenheit
Risikofaktoren
Rauchen und intensiver Alkoholkonsum
Bestimmte Erkrankungen: Diabetes, SchilddrĂŒsenunterfunktion, Nieren- oder Lebererkrankungen
Krebserkrankungen und deren Behandlung (z. B. Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich)
Schlechte Mundhygiene oder Zahnprobleme
Einnahme mehrerer Medikamente gleichzeitig
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
Bei plötzlichem Geschmacksverlust zusammen mit LĂ€hmungen, Sprach- oder Sehstörungen â sofort Notruf 112 wĂ€hlen.
Nach einer Kopfverletzung oder einem Sturz mit Bewusstlosigkeit.
Wenn Sie zusÀtzlich hohes Fieber, starke Kopfschmerzen oder eine Gesichtsschwellung haben.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
Wenn der Geschmacksverlust lÀnger als eine Woche anhÀlt, nachdem eine ErkÀltung abgeklungen ist.
Wenn Sie dauerhaft einen unangenehmen, metallischen oder bitteren Geschmack im Mund haben.
Wenn Sie merken, dass Sie weniger schmecken und das Ihren Alltag beeintrÀchtigt (z. B. Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust).
Ein gelegentlicher metallischer Geschmack, zum Beispiel nach dem Essen bestimmter Lebensmittel oder als Begleiterscheinung von Stress, ist meist harmlos und verschwindet von selbst. Auch bei einer ErkĂ€ltung kann der Geschmack vorĂŒbergehend nachlassen â das normalisiert sich in der Regel innerhalb weniger Tage.
Diagnose
Der Arzt fĂŒhrt eine gezielte Untersuchung des Geschmackssinns durch. Meist werden verschiedene Geschmacksproben (sĂŒĂ, sauer, salzig, bitter, umami) auf die Zunge gegeben. ZusĂ€tzlich wird oft die Nase und der Mund inspiziert und nach anderen Ursachen gesucht.
Mögliche Untersuchungen
Geschmackstest mit flĂŒssigen Lösungen oder Teststreifen (jeweils auf bestimmte Zonen der Zunge aufgetragen)
Riechtest, da Riechen und Schmecken eng zusammenhÀngen
Blutuntersuchung (z. B. Vitaminmangel, Leber- oder Nierenwerte)
Bildgebung (z. B. MRT oder CT) bei Verdacht auf NervenschÀdigung oder Tumore
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie sitzen bequem, der Arzt erklĂ€rt jeden Schritt. Sie halten ein StĂŒck Watte oder einen Tupfer mit der Testlösung auf die Zunge, oder Sie bekommen Tropfen auf die Zunge gespritzt. Sie mĂŒssen dann sagen, was Sie schmecken. Der Test ist völlig schmerzfrei und dauert etwa 10 bis 20 Minuten. Eine BetĂ€ubung ist nicht nötig.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Geschmacksstörung. Oft bessert sich das Problem von selbst, wenn die auslösende Erkrankung abheilt oder das auslösende Medikament abgesetzt wird. In anderen FÀllen können bestimmte Therapien helfen.
Selbsthilfe zu Hause
Achten Sie auf eine gute Mundhygiene: ZĂ€hneputzen, Zahnseide, MundspĂŒlungen ohne Alkohol.
Vermeiden Sie Rauchen und ĂŒbermĂ€Ăigen Alkoholkonsum.
Trinken Sie ausreichend Wasser, um Mundtrockenheit zu vermeiden.
WĂŒrzen Sie Speisen mit KrĂ€utern, Zitronensaft oder milden GewĂŒrzen, wenn Salz und Zucker nicht mehr schmecken.
Kauen Sie langsam und bewusst, um das Aroma voll aufzunehmen.
Medizinische Behandlungen
Ein Arzt kann die zugrundeliegende Erkrankung behandeln, z. B. mit Antibiotika bei einer NasennebenhöhlenentzĂŒndung oder mit VitaminprĂ€paraten bei einem Mangel. Falls Medikamente die Ursache sind, kann der Arzt auf Alternativen umstellen. Bei NervenschĂ€den oder nach einer Bestrahlung gibt es spezielle Ăbungen oder Therapien, die den Geschmackssinn trainieren. Auch Nasensprays oder Mundpflegeprodukte können eingesetzt werden. Besprechen Sie immer mit Ihrem Arzt, was fĂŒr Sie infrage kommt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kann nötig sein, wenn die Geschmacksstörung durch Nasenpolypen, eine chronische NasennebenhöhlenentzĂŒndung oder einen Tumor im Mund- oder Rachenraum verursacht wird. Auch nach einer Verletzung des Gesichtsnervs kann manchmal ein operativer Eingriff helfen. Ihr Arzt wird Sie ausfĂŒhrlich beraten.
Leben mit der Erkrankung
Wenn Sie wenig oder verĂ€ndert schmecken, kann das den Alltag erschweren. Planen Sie Mahlzeiten bewusst: Setzen Sie auf abwechslungsreiche Texturen, Farben und Temperaturen. Kochen Sie mit frischen KrĂ€utern und milden GewĂŒrzen. Achten Sie besonders auf die Haltbarkeit von Lebensmitteln â wenn Sie nichts riechen oder schmecken, können Sie verdorbene Speisen leicht ĂŒbersehen. Bitten Sie jemanden, mitzuprĂŒfen.
Tipps fĂŒr den Alltag
Rauchen aufgeben â das verbessert die Durchblutung der Geschmacksknospen.
Stress reduzieren durch EntspannungsĂŒbungen oder SpaziergĂ€nge.
Ausreichend Schlaf, um die Regeneration der Sinneszellen zu unterstĂŒtzen.
Bei anhaltender Mundtrockenheit zuckerfreie Bonbons lutschen oder viel Wasser trinken.
ErnÀhrung und Bewegung
Essen Sie abwechslungsreich und vitaminreich (vor allem Zink und Vitamin B12), um die Geschmacksknospen zu unterstĂŒtzen. RegelmĂ€Ăige Bewegung fördert die Durchblutung, auch der Mundschleimhaut. Vermeiden Sie stark gewĂŒrzte oder sehr heiĂe Speisen, wenn der Mund empfindlich ist.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Geschmacksstörungen können sehr belastend sein â Essen verliert an Genuss, Appetit und Stimmung können leiden. Manche Menschen fĂŒhlen sich isoliert, weil gemeinsame Mahlzeiten nicht mehr so schmecken. Es ist völlig normal, sich darĂŒber zu Ă€rgern oder traurig zu sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer psychologischen Beratungsstelle, falls die Belastung zu groĂ wird.
Vorbeugung
Nicht jede Geschmacksstörung ist vermeidbar, aber Sie können das Risiko senken: Vermeiden Sie Rauchen und ĂŒbermĂ€Ăigen Alkoholkonsum, behandeln Sie ErkĂ€ltungen und NasennebenhöhlenentzĂŒndungen frĂŒhzeitig und schĂŒtzen Sie Ihren Kopf vor Verletzungen (z. B. Helm beim Radfahren). Achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene ErnĂ€hrung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen.
Komplikationen
Unbehandelt
Gewichtsverlust und MangelernÀhrung, weil Essen nicht mehr schmeckt und Sie weniger essen.
Depressive Verstimmungen oder soziale Isolation aufgrund des fehlenden Genusses beim Essen.
Erhöhtes Risiko fĂŒr Lebensmittelvergiftungen, weil verdorbene Speisen nicht erkannt werden.
Verschlechterung der Grunderkrankung, falls die Ursache (z. B. Diabetes, Infektion) nicht behandelt wird.
Langzeitprognose
Die meisten Geschmacksstörungen bessern sich, sobald die Ursache behoben ist â zum Beispiel nach Abklingen einer ErkĂ€ltung oder nach dem Absetzen eines Medikaments. Auch nach COVID-19 erholen sich viele Menschen innerhalb weniger Monate. Bei chronischen oder altersbedingten VerĂ€nderungen können Anpassungen im Alltag helfen, trotzdem gut zu leben. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten â es gibt fast immer Möglichkeiten, die LebensqualitĂ€t zu verbessern.
UnterstĂŒtzung finden
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ĂberprĂŒfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfĂŒgbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle Àrztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wÀhlen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der AufklĂ€rung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfĂŒgbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
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