Thyroid uptake scan
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Ein Schilddrüsen-Uptake-Scan ist eine nuklearmedizinische Untersuchung. Dabei wird eine winzige Menge eines schwach radioaktiven Stoffes (meist Technetium oder Jod) in die Vene gespritzt oder als Kapsel geschluckt. Mit einer speziellen Kamera wird dann gemessen, wie viel davon die Schilddrüse aufnimmt (Uptake). Das hilft zu erkennen, ob die Schilddrüse zu viel oder zu wenig arbeitet oder ob Knoten vorhanden sind.
Wichtige Fakten
Ja, der Schilddrüsen-Uptake-Scan ist ein Routineverfahren, das häufig bei Verdacht auf eine Schilddrüsenüberfunktion oder zur Beurteilung von Knoten eingesetzt wird.
Er wird vor allem bei Erwachsenen durchgeführt, die Symptome wie Herzklopfen, Zittern, Gewichtsverlust oder eine vergrößerte Schilddrüse haben. Auch bei Kindern und älteren Menschen kommt er zum Einsatz, wenn entsprechende Beschwerden vorliegen.
Der Schilddrüsen-Uptake-Scan wird von Nuklearmedizinern durchgeführt. Zuerst wird eine schwach radioaktive Substanz verabreicht, dann misst eine Kamera, wie viel davon die Schilddrüse aufnimmt. Zusätzlich werden meist Blutwerte (TSH, fT3, fT4) und ein Ultraschall gemacht.
Vor dem Scan sollten Sie einen Monat lang keine jodhaltigen Medikamente (z.B. Jodtabletten, bestimmte Hustensäfte) oder jodreiche Nahrungsmittel (z.B. Algen, jodiertes Salz) einnehmen. Ihr Arzt gibt Ihnen genaue Anweisungen. Der Scan selbst ist schmerzfrei – Sie liegen einfach still, während die Kamera Bilder macht. Nach der Untersuchung können Sie sofort wieder nach Hause gehen.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, die der Scan zeigt. Bei Überfunktion gibt es Medikamente, die die Hormonproduktion bremsen, oder eine Radiojodtherapie. Bei Unterfunktion wird das fehlende Hormon durch Tabletten ersetzt. Knoten können beobachtet, mit Medikamenten behandelt oder operiert werden.
Medikamente (Thyreostatika) können die Hormonproduktion drosseln. Bei Überfunktion kommt auch eine Radiojodtherapie infrage, bei der die Schilddrüse gezielt verkleinert wird. Bei Unterfunktion wird das fehlende Hormon (L-Thyroxin) in individuell angepasster Dosis eingenommen. Knoten werden je nach Größe und Art entweder mit Medikamenten, Radiojod oder operativ behandelt. Ihr Arzt bespricht mit Ihnen die beste Option.
Eine Operation (Schilddrüsenentfernung) wird empfohlen, wenn Knoten bösartig verdächtig sind, bei sehr großen Kropf, der auf die Luftröhre drückt, oder wenn Medikamente nicht anschlagen.
Die meisten Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen führen ein normales Leben, sobald die Behandlung eingestellt ist. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen (z.B. halbjährlich Blutabnahme) helfen, die Dosis anzupassen.
Eine ausgewogene Ernährung mit normaler Jodzufuhr ist ideal. Vermeiden Sie extrem jodreiche Kost wie Algen oder große Mengen jodiertes Speisesalz. Bewegung an der frischen Luft hilft, den Stoffwechsel zu stabilisieren. Bei Überfunktion am Anfang eher leichte Belastung.
Schilddrüsenprobleme können Stimmungsschwankungen, Ängste oder depressive Verstimmungen auslösen. Das ist behandelbar. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt oder einem Psychotherapeuten darüber zu sprechen.
Manche Schilddrüsenerkrankungen (z.B. Morbus Basedow) lassen sich nicht verhindern. Jodmangel als Ursache von Knoten und Kropf kann durch eine ausreichende Jodversorgung (jodiertes Speisesalz, Seefisch) vermieden werden. Allerdings sollte Jod nicht ohne ärztliche Rücksprache hochdosiert eingenommen werden.
Die Prognose ist in der Regel sehr gut. Mit der richtigen Behandlung – seien es Medikamente, Radiojod oder eine Operation – können die meisten Menschen ein normales, aktives Leben führen. Die regelmäßige Kontrolle hilft, langfristige Folgen zu vermeiden.
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Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
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