White cell scan — Patienteninformationen · Ruqelo Health
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White cell scan
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Patienteninformation – kein ärztlicher Rat. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine weiße Zellszintigrafie (auch Leukozytenszintigrafie genannt) ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem weiße Blutkörperchen (Leukozyten) aus Ihrem Blut entnommen, mit einer schwach radioaktiven Substanz markiert und wieder in die Blutbahn zurückgegeben werden. Anschließend wird mit einer speziellen Kamera verfolgt, wo sich die markierten Zellen im Körper ansammeln. Das hilft, Entzündungen oder Infektionen zu finden, die mit anderen Methoden schwer zu erkennen sind.
Wichtige Fakten
Die Untersuchung dauert insgesamt meist 24 bis 48 Stunden, da mehrere Aufnahmen gemacht werden.
Es wird eine sehr geringe Menge radioaktiver Strahlung verwendet, die für die meisten Menschen unbedenklich ist.
Vor der Untersuchung müssen Sie Ihrem Arzt mitteilen, ob Sie schwanger sind oder stillen.
Fragen zu diesem Artikel
Die Methode wird zum Beispiel bei Verdacht auf Knochenentzündungen oder Infektionen in Gelenkprothesen eingesetzt.
Die weiße Zellszintigrafie ist keine Routineuntersuchung, sondern wird nur bei bestimmten Fragestellungen eingesetzt, wenn andere bildgebende Verfahren nicht ausreichen.
Sie wird vor allem bei Menschen mit Verdacht auf versteckte Entzündungen oder Infektionen durchgeführt, zum Beispiel nach Operationen, bei Gelenkprothesen-Lockerungen oder bei Fieber unklarer Ursache.
Symptome
Rufen Sie sofort den Notruf, wenn Sie bemerken:
Plötzlich auftretende Atemnot oder Brustschmerzen während oder kurz nach der Injektion
Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion (Hautausschlag, Schwellung im Gesicht, Atemnot)
Suchen Sie dringend (noch am selben Tag) einen Arzt auf, wenn Sie bemerken:
⚠Starke Schmerzen an der Einstichstelle oder Zeichen einer Infektion (Rötung, Eiter) nach der Blutentnahme
⚠Fieber über 39 °C, das nach der Untersuchung neu auftritt
Häufige Symptome
Anhaltendes Fieber ohne erkennbare Ursache
Schmerzen an einer bestimmten Stelle (z. B. Knochen, Gelenk) ohne klaren Grund
Rötung, Schwellung oder Überwärmung eines Körperteils, die nicht abklingt
Symptome bei Kindern
Bei Kindern wird die Untersuchung sehr selten durchgeführt. Mögliche Anzeichen wären unklares Fieber mit Knochenschmerzen oder eine bekannte Knochenentzündung, die mit anderen Methoden nicht sicher beurteilt werden kann.
Symptome bei älteren Erwachsenen
Bei älteren Menschen kann die Untersuchung eingesetzt werden, um Protheseninfektionen oder versteckte Entzündungen zu entdecken, die mit anderen Beschwerden wie allgemeiner Schwäche oder Verwirrtheit einhergehen.
Ursachen
Hauptursachen
Die weiße Zellszintigrafie wird durchgeführt, um Entzündungen oder Infektionen im Körper zu lokalisieren, die mit anderen Methoden (z. B. Röntgen, CT) nicht eindeutig zu erkennen sind.
Häufige Gründe sind: Verdacht auf Knochenentzündung (Osteomyelitis), Infektionen an Gelenkprothesen oder Herzklappenprothesen, sowie Fieber unklarer Herkunft.
Risikofaktoren
Keine spezifischen Risikofaktoren für die Untersuchung selbst. Die Strahlenbelastung ist gering, aber bei Schwangerschaft oder Stillzeit wird die Untersuchung in der Regel vermieden oder nur nach sorgfältiger Abwägung durchgeführt.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
Wenn Sie plötzlich hohes Fieber und starke Schmerzen an einer Körperstelle haben.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
Wenn Ihr Hausarzt oder Facharzt bei Ihnen den Verdacht auf eine versteckte Entzündung oder Infektion hat und eine weiße Zellszintigrafie empfiehlt.
Die Untersuchung selbst ist nicht schmerzhaft und die Strahlenbelastung ist vergleichbar mit der einer Röntgenaufnahme. Sie müssen sich keine Sorgen machen – Ihr Arzt wird Sie vorher ausführlich beraten.
Diagnose
Die weiße Zellszintigrafie ist selbst ein diagnostisches Verfahren. Sie dient dazu, eine Entzündung oder Infektion sichtbar zu machen. Zusätzlich können Bluttests (wie Entzündungswerte) und andere bildgebende Verfahren (z. B. MRT) hinzugezogen werden.
Mögliche Untersuchungen
Blutentnahme zur Markierung der weißen Blutkörperchen
Injektion der markierten Zellen in die Blutbahn
Mehrere Aufnahmen mit einer Gammakamera (Szintigrafie) über 1–2 Tage
Gegebenenfalls ergänzende Untersuchungen wie eine Einzelphotonen-Emissionscomputertomografie (SPECT) für genauere Bilder
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung findet ambulant statt. Zuerst wird Ihnen Blut abgenommen (etwa 50 ml). Die Markierung der Zellen dauert etwa 1–2 Stunden. Danach erhalten Sie die markierten Zellen über eine Infusion. Nach einigen Stunden werden die ersten Aufnahmen gemacht, die etwa 30–60 Minuten dauern. Am nächsten Tag folgen in der Regel weitere Aufnahmen. Sie können während der Wartezeit nach Hause gehen und normalen Aktivitäten nachgehen, sollten aber schwere körperliche Anstrengung vermeiden. Die Strahlenbelastung ist gering, Sie sind aber für kurze Zeit schwach radioaktiv – Ihr Arzt wird Ihnen genaue Verhaltenshinweise geben.
Behandlung
Die weiße Zellszintigrafie selbst ist eine diagnostische Untersuchung. Wenn dabei eine Entzündung oder Infektion festgestellt wird, richtet sich die Behandlung nach der Ursache. Mögliche Maßnahmen sind Antibiotika (gegen Bakterien) oder entzündungshemmende Medikamente. In manchen Fällen ist auch ein kleiner chirurgischer Eingriff nötig.
Selbsthilfe zu Hause
Nach der Untersuchung ausreichend trinken, um die radioaktive Substanz schneller auszuscheiden.
Die Einstichstelle sauber und trocken halten, um Infektionen zu vermeiden.
Falls Sie Beschwerden wie Schmerzen oder Schwellungen an der Einstichstelle bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung richtet sich nach der gefundenen Ursache. Bei einer bakteriellen Infektion kommen Antibiotika zum Einsatz, die der Arzt individuell auswählt. Bei nichtinfektiösen Entzündungen können entzündungshemmende Medikamente (wie nichtsteroidale Antirheumatika, NSAR) eingesetzt werden. Die genaue Art und Dauer der Therapie bespricht Ihr Arzt mit Ihnen.
Wann kommt eine Operation infrage?
In seltenen Fällen, zum Beispiel bei einer Infektion einer Gelenkprothese, kann ein chirurgischer Eingriff (Wechsel der Prothese oder Entfernung von infiziertem Gewebe) notwendig werden. Ihr Arzt wird Sie darüber informieren, falls dies infrage kommt.
Leben mit der Erkrankung
Die weiße Zellszintigrafie ist eine einmalige Untersuchung. Danach können Sie Ihren Alltag wie gewohnt fortsetzen. Die radioaktive Substanz wird innerhalb weniger Tage vollständig ausgeschieden.
Tipps für den Alltag
Keine besonderen Einschränkungen nach der Untersuchung.
Sie können duschen, baden und normal essen und trinken.
Meiden Sie engen Kontakt mit Kleinkindern und Schwangeren für die ersten 24 Stunden (Ihr Arzt gibt genaue Anweisungen).
Ernährung und Bewegung
Sie müssen weder Diät halten noch auf Sport verzichten. Leichte Bewegung ist sogar förderlich.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Manche Menschen fühlen sich durch die Vorstellung von Radioaktivität verunsichert. Es kann helfen zu wissen, dass die Strahlenbelastung sehr gering und gut erforscht ist. Bei anhaltenden Ängsten sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Vorbeugung
Die weiße Zellszintigrafie ist eine Untersuchung, keine Krankheit, die verhindert werden müsste. Die zugrunde liegenden Entzündungen oder Infektionen lassen sich nicht immer vorbeugen, aber eine gute Hygiene und frühzeitige Behandlung von Infektionen können helfen.
Impfungen
Gegen viele Infektionen, die zu Knochen- oder Gelenkentzündungen führen können, gibt es Impfungen (z. B. gegen Pneumokokken, Grippe). Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt zu Ihrem Impfschutz beraten.
Komplikationen
Unbehandelt
Wenn eine behandlungsbedürftige Entzündung oder Infektion nicht erkannt und behandelt wird, kann sie sich ausbreiten und zu schwerwiegenden Komplikationen führen (z. B. Blutvergiftung, dauerhafte Gelenkschäden).
Langzeitprognose
Die weiße Zellszintigrafie ist eine zuverlässige Methode, um auch versteckte Entzündungen und Infektionen aufzuspüren. Wenn die Ursache gefunden ist, kann sie in den meisten Fällen gezielt behandelt werden – die Heilungschancen sind dann sehr gut. Die Untersuchung selbst ist sicher und gut verträglich.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 8. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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