HPV vaccine
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Humane Papillomviren (HPV) sind sehr häufige Viren, die sexuell übertragen werden. Eine Infektion mit bestimmten HPV-Typen kann zu Genitalwarzen oder Krebs führen, zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs. Die HPV-Impfung schützt zuverlässig vor diesen Krebserkrankungen und Warzen.
Wichtige Fakten
- Die HPV-Impfung wird für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen.
- Die Impfung schützt vor den häufigsten krebsauslösenden HPV-Typen.
- Die Impfung ist sehr sicher und wird seit vielen Jahren weltweit eingesetzt.
HPV-Infektionen sind sehr häufig. Fast jeder Mensch, der sexuell aktiv ist, kommt im Laufe des Lebens mit HPV in Kontakt. Die Impfung kann das Risiko einer Krebserkrankung durch HPV deutlich senken.
Die HPV-Impfung wird für alle Jugendlichen empfohlen, am besten vor dem ersten sexuellen Kontakt. Auch Erwachsene können unter bestimmten Umständen von der Impfung profitieren.
Symptome
- Plötzliche starke Schmerzen im Unterleib
- Starke Blutungen aus der Scheide, die nicht aufhören
- ⚠Wenn Sie Genitalwarzen bemerken
- ⚠Wenn Ihr Pap-Test oder HPV-Test auffällig ist
Häufige Symptome
- Genitalwarzen (Feigwarzen)
- Abnorme Zellveränderungen im Gebärmutterhals, die oft keine Beschwerden verursachen
Symptome bei Kindern
- Genitalwarzen bei Kindern sind sehr selten, können aber vorkommen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Erwachsenen können Warzen oder Krebsvorstufen auftreten, die oft erst bei Vorsorgeuntersuchungen entdeckt werden.
Ursachen
Hauptursachen
- Infektion mit humanen Papillomviren, die durch Haut- oder Schleimhautkontakt übertragen wird, meist beim Sex.
Risikofaktoren
- Früher Beginn sexueller Aktivität
- Viele Sexualpartner
- Rauchen
- Geschwächtes Immunsystem (z. B. durch HIV oder Medikamente)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie Genitalwarzen bemerken
- Wenn Sie einen auffälligen Pap-Abstrich oder HPV-Test erhalten
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Für die Impfung sollten Sie einen Termin bei Ihrer Kinder- oder Hausarztpraxis vereinbaren.
- Zur regelmäßigen Krebsvorsorge (Pap-Test) für Frauen ab 20 Jahren.
Diagnose
Eine HPV-Infektion wird meist durch einen Abstrich (z. B. beim Pap-Test) oder durch Sichtdiagnose von Warzen festgestellt.
Mögliche Untersuchungen
- HPV-Test (Abstrich aus dem Gebärmutterhals)
- Pap-Test (Zellabstrich)
- Kolposkopie (genaue Betrachtung des Gebärmutterhalses mit einem Mikroskop)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin erklärt Ihnen die Schritte vorab.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Art der HPV-Infektion. Genitalwarzen können mit Cremes oder Vereisung behandelt werden. Krebsvorstufen am Gebärmutterhals werden operativ entfernt.
Selbsthilfe zu Hause
- Achten Sie auf eine gesunde Lebensweise, um Ihr Immunsystem zu stärken.
- Rauchen Sie nicht, da Rauchen die Abheilung verschlechtert.
Medizinische Behandlungen
Bei Warzen kommen verschreibungspflichtige Cremes oder eine Kryotherapie (Vereisung) zum Einsatz. Bei Krebsvorstufen sind operative Methoden wie die Konisation (kegelförmige Entfernung) üblich. Bei einer Krebserkrankung folgt eine onkologische Behandlung, die von einem spezialisierten Team geplant wird.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs entdeckt werden, ist oft eine kleine Operation nötig, um das veränderte Gewebe zu entfernen.
Leben mit der Erkrankung
Nach der Impfung ist kein besonderer Alltag nötig. Bei einer bestehenden Infektion sollten Sie auf regelmäßige Vorsorge achten.
Tipps für den Alltag
- Lassen Sie sich impfen, falls noch nicht geschehen.
- Gehen Sie zu den empfohlenen Krebsvorsorgeuntersuchungen (Frauen: Pap-Test).
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung unterstützen Ihr Immunsystem.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine HPV-Diagnose oder Krebserkrankung kann belastend sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über Ihre Gefühle und nehmen Sie bei Bedarf psychologische Unterstützung in Anspruch. In akuten Krisen können Sie die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 erreichen.
Vorbeugung
Ja, die HPV-Impfung ist der wirksamste Schutz vor einer Ansteckung mit den gefährlichsten HPV-Typen. Zusätzlich schützt Safer Sex mit Kondomen, aber nicht vollständig.
Impfungen
Die HPV-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Mädchen und Jungen ab 9 Jahren empfohlen. Sie umfasst zwei oder drei Impfungen, je nach Alter bei der ersten Dosis.
Früherkennungsprogramme
Für Frauen ab 20 Jahren wird regelmäßig ein Pap-Abstrich (Krebsvorsorge) empfohlen, um frühzeitig Zellveränderungen zu erkennen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandelt können Genitalwarzen bestehen bleiben oder sich ausbreiten.
- HPV-Infektionen mit Hochrisikotypen können sich über Jahre zu Krebsvorstufen oder Krebs entwickeln, zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs, Analkrebs oder Rachenkrebs.
Langzeitprognose
Dank der Impfung und der Früherkennung sind die Chancen, eine Krebserkrankung durch HPV zu verhindern, sehr gut. Die meisten HPV-Infektionen heilen von selbst aus. Bei rechtzeitiger Behandlung von Vorstufen ist eine vollständige Heilung möglich.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
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