Shingles vaccine
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Gürtelrose (Herpes Zoster) ist eine schmerzhafte Hauterkrankung, die durch das gleiche Virus verursacht wird wie Windpocken. Nach einer Windpocken-Infektion bleibt das Virus im Körper inaktiv und kann Jahre später wieder aktiv werden.
Wichtige Fakten
- Gürtelrose betrifft vor allem ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
- Die Erkrankung beginnt oft mit brennenden Schmerzen, bevor der Ausschlag sichtbar wird.
- Eine Impfung kann das Risiko, an Gürtelrose zu erkranken, deutlich senken.
Ja, Gürtelrose ist relativ häufig. Etwa jeder dritte Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens einmal daran.
Hauptsächlich Menschen über 50 Jahre, aber auch jüngere Erwachsene mit geschwächtem Immunsystem.
Symptome
- Ausschlag im Gesicht, besonders in der Nähe der Augen
- Sehstörungen oder Augenröte
- Plötzliche starke Kopfschmerzen, Verwirrtheit
- Schwierigkeiten beim Bewegen eines Körperteils
- ⚠Starke Schmerzen, die nicht nachlassen
- ⚠Ausbreitung des Ausschlags auf große Körperflächen
- ⚠Fieber über 39°C
- ⚠Ausschlag bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem
Häufige Symptome
- Schmerzen, Brennen oder Kribbeln auf einer Körperseite
- Hautausschlag mit roten Flecken und Bläschen, meist streifenförmig
- Juckreiz, Fieber, Müdigkeit
Symptome bei Kindern
- Kinder können ebenfalls erkranken, aber das Risiko ist geringer. Bei Kindern verläuft Gürtelrose oft milder.
- Müdigkeit, leichtes Fieber
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Starke, anhaltende Schmerzen, die auch nach Abklingen des Ausschlags bestehen bleiben können (Post-Zoster-Neuralgie)
- Größere und schmerzhaftere Hautausschläge
Ursachen
Hauptursachen
- Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus, das nach einer Windpocken-Erkrankung in den Nervenzellen ruht
- Nachlassende Immunabwehr im Alter oder durch Krankheiten/Medikamente
Risikofaktoren
- Alter über 50 Jahre
- Geschwächtes Immunsystem (z.B. durch Stress, Erkrankungen, Medikamente wie Kortison)
- Vorherige Windpocken-Erkrankung (praktisch alle Erwachsenen hatten Windpocken)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Gürtelrose-Ausschlag im Gesicht oder in der Nähe der Augen
- Bei starken Schmerzen, die nicht auf einfache Schmerzmittel ansprechen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei ersten Anzeichen von Schmerzen oder Ausschlag, um eine antivirale Behandlung zu starten (möglichst innerhalb von 72 Stunden nach Beginn des Ausschlags)
Diagnose
Die Diagnose wird meist anhand des typischen Hautausschlags und der Beschreibung der Schmerzen gestellt. Der Arzt erkennt die streifenförmigen Bläschen auf einer Körperseite.
Mögliche Untersuchungen
- In unklaren Fällen kann ein Abstrich der Bläschenflüssigkeit im Labor auf das Virus untersucht werden.
- Manchmal wird eine Blutuntersuchung durchgeführt, um Antikörper nachzuweisen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Der Arzt wird Sie nach Ihren Symptomen fragen und die Haut untersuchen. Meist ist die Diagnose schnell gestellt. Bei Komplikationen können weitere Untersuchungen nötig sein.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, die Dauer der Erkrankung zu verkürzen, Schmerzen zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.
Selbsthilfe zu Hause
- Den Ausschlag sauber und trocken halten
- Leichte Kleidung tragen, um die Bläschen nicht zu reizen
- Kühle Umschläge zur Linderung von Juckreiz und Schmerzen
- Ausreichend Ruhe und Flüssigkeit
Medizinische Behandlungen
Ärzte können antivirale Medikamente verschreiben, die die Vermehrung des Virus hemmen. Diese wirken am besten, wenn sie innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten des Ausschlags eingenommen werden. Gegen die Schmerzen können auch schmerzlindernde Medikamente oder lokale Betäubungsmittel eingesetzt werden. Bei starken Nervenschmerzen gibt es spezielle Medikamente, die der Arzt verordnen kann.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist normalerweise nicht erforderlich.
Leben mit der Erkrankung
Gürtelrose heilt meist innerhalb von 2–4 Wochen ab. Während der Erkrankung können die Schmerzen belastend sein. Es ist wichtig, sich zu schonen und Stress zu vermeiden.
Tipps für den Alltag
- Ausreichend Schlaf und Ruhe
- Stressabbau durch Entspannungstechniken
- Vermeidung von Hautreizungen
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen unterstützt das Immunsystem. Leichte Bewegung, wie Spaziergänge, kann helfen, solange es die Schmerzen erlauben.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die starken Schmerzen und der Ausschlag können ängstigen und die Lebensqualität beeinträchtigen. Es ist normal, sich während der Erkrankung niedergeschlagen zu fühlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn die psychische Belastung zu groß wird.
Vorbeugung
Ja, eine Impfung kann das Risiko, an Gürtelrose zu erkranken, deutlich senken. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für alle Menschen ab 60 Jahren sowie für Personen mit Grunderkrankungen ab 18 Jahren.
Impfungen
Es gibt einen Impfstoff, der vor Gürtelrose und deren Komplikationen schützt. Die Impfung wird in zwei Dosen verabreicht. Sie ist auch für Menschen geeignet, die bereits Gürtelrose hatten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Impfung.
Früherkennungsprogramme
Ein routinemäßiges Screening auf Gürtelrose gibt es nicht. Bei Risikofaktoren kann eine Impfung erwogen werden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Anhaltende Nervenschmerzen (Post-Zoster-Neuralgie), die Monate oder Jahre andauern können
- Narbenbildung auf der Haut
- Augenbeteiligung mit möglicher Sehbeeinträchtigung
- Neurologische Probleme wie Gesichtslähmung oder Hirnhautentzündung (selten)
Langzeitprognose
Die meisten Menschen erholen sich vollständig von Gürtelrose. Frühe Behandlung und die Impfung können das Risiko für Komplikationen deutlich senken. Auch wenn der Schmerz anhält, gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.