Akne und Röntgen: Was Sie wissen sollten
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Akne ist eine häufige Hauterkrankung, bei der die Haarfollikel und Talgdrüsen verstopfen und sich entzünden. Mit einem Röntgenbild hat Akne nichts zu tun. Röntgenstrahlen werden bei Akne heute nicht eingesetzt – weder zur Untersuchung noch zur Behandlung. Die Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt durch das Ansehen der Haut.
Wichtige Fakten
- Akne entsteht, wenn Talg und abgestorbene Hautzellen die Poren verstopfen.
- Röntgen wird bei Akne nicht zur Diagnose oder Behandlung verwendet.
- Es gab früher Röntgen-Therapien gegen Akne, aber sie gelten heute als veraltet und schädlich.
- Akne ist gut behandelbar, auch wenn es Zeit braucht.
Ja, Akne ist sehr häufig. Fast alle Menschen haben in ihrem Leben zumindest einmal Pickel oder Mitesser.
Am häufigsten betrifft Akne Jugendliche in der Pubertät. Sie kann aber auch bei Erwachsenen auftreten, besonders bei Frauen.
Symptome
- Plötzlich starke Schmerzen in einem Hautbereich mit Fieber oder Schüttelfrost
- Eine schnell wachsende, sehr schmerzhafte, heiße Schwellung, die wie ein großes Kochen aussieht
- ⚠Schmerzhafte, eitrige Knoten, die nicht aufhören zu wachsen
- ⚠Akne, die Narben hinterlässt oder Sie seelisch stark belastet
Häufige Symptome
- Mitesser (verstopfte Poren)
- Pickel und Pusteln
- Rote, entzündete Knötchen
- Fettige Haut
- Narben bei schwerer Akne
Symptome bei Kindern
- Bei Babys können auf Nase und Stirn kleine Pickelchen auftreten, die meist von selbst wieder verschwinden.
- Bei älteren Kindern kommen erste Anzeichen von Akne oft vor der Pubertät.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei Erwachsenen tritt Akne häufig am Kinn und um den Mund herum auf.
- Die Haut wird mit der Zeit empfindlicher und heilt manchmal langsamer ab.
Ursachen
Hauptursachen
- Veranlagung (Erbfaktor)
- Hormonumstellung, besonders in der Pubertät
- Übermäßige Talgproduktion der Haut
- Bakterien auf der Haut
- Entzündungsreaktionen des Körpers
Risikofaktoren
- Hormonelle Veränderungen (zum Beispiel während der Menstruation)
- Stress
- Bestimmte Kosmetika oder Pflegeprodukte
- Rauchen
- Manche Medikamente – sprechen Sie darüber mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn eine Hautstelle sehr schmerzhaft ist, stark anschwillt oder Fieber dazukommt.
- Wenn Sie plötzlich viele entzündete Knoten haben, die sich rasch ausbreiten.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Ihre Akne Sie stark belastet.
- Wenn Pickel Narben hinterlassen.
- Wenn Sie unsicher sind, welche Hautpflege die richtige ist.
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt schaut sich Ihre Haut genau an und fragt nach Ihrer Krankengeschichte. Eine Röntgenuntersuchung ist bei Akne nicht üblich und nicht nötig. Nur wenn gleichzeitig andere Beschwerden vorliegen, die auf eine Erkrankung von Knochen oder Gelenken hindeuten, könnte ein Röntgenbild helfen – das ist aber sehr selten.
Mögliche Untersuchungen
- Blickdiagnose: Die Haut wird genau angeschaut.
- Gespräch über Beschwerden, Lebensgewohnheiten und bisherige Behandlung.
- In besonderen Fällen ein Abstrich, um Bakterien zu bestimmen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert meist nur ein paar Minuten. Es gibt keine speziellen Vorbereitungen – Sie können nach dem Arztbesuch ganz normal weiterleben.
Behandlung
Akne lässt sich heute gut behandeln. Das Ziel ist, die Poren zu befreien, Entzündungen zu lindern und Narben vorzubeugen. Welche Behandlung zu Ihnen passt, hängt von der Schwere der Akne und Ihrem Hauttyp ab.
Selbsthilfe zu Hause
- Waschen Sie das Gesicht höchstens zweimal täglich mit lauwarmem Wasser und einer milden Reinigung.
- Benutzen Sie leichte, nicht fettende Cremes.
- Fassen Sie Pickel nicht an und drücken Sie sie nicht aus.
- Reinigen Sie Handy und Make-up-Pinsel regelmäßig.
- Schützen Sie Ihre Haut vor starker Sonneneinstrahlung – aber mit Produkten, die die Poren nicht verstopfen.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann verschiedene Behandlungen vorschlagen: zum Beispiel Cremes oder Gele, die die Poren freihalten oder Entzündungen hemmen; verschreibungspflichtige Medikamente, die die Talgproduktion oder den Hormonhaushalt beeinflussen; oder bestimmte Licht- und Lasertherapien. Welche Option am besten ist, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei Akne nur in sehr seltenen Fällen nötig, zum Beispiel um sehr große Knoten oder tiefe Narben zu behandeln. Ihr ärztliches Team wird diese Möglichkeit nur in besonderen Situationen besprechen.
Leben mit der Erkrankung
Akne ist gut zu bewältigen, wenn man eine sanfte Hautpflege findet und regelmäßig anwendet. Seien Sie geduldig – Verbesserungen brauchen oft einige Wochen.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßiger Schlaf hilft der Haut, sich zu erholen.
- Wechseln Sie Kopfkissenbezüge häufig.
- Tragen Sie nicht zu viel Make-up oder nur Produkte, die die Poren nicht verstopfen.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkorn ist gut für den ganzen Körper. Ein direkter Zusammenhang zwischen Schokolade oder fettigem Essen und Akne ist wissenschaftlich nicht klar belegt. Sport und Bewegung sind empfehlenswert – duschen Sie nach dem Sport, damit Schweiß und Bakterien die Poren nicht zusätzlich verstopfen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Akne kann das Selbstbewusstsein und die Stimmung belasten. Es ist völlig in Ordnung, sich darüber zu äußern und Unterstützung zu suchen. Wenn Sie sich sehr unwohl fühlen, kann ein Gespräch mit einer psychologischen Beratungsstelle helfen.
Vorbeugung
Akne lässt sich nicht immer verhindern, weil die Veranlagung eine große Rolle spielt. Aber eine gute Hautpflege und das Vermeiden von Ausdrücken der Pickel können helfen, das Hautbild zu verbessern und Narben vorzubeugen.
Impfungen
Es gibt keinen Impfstoff gegen Akne.
Früherkennungsprogramme
Eine spezielle Vorsorgeuntersuchung für Akne gibt es nicht. Wenn Sie Hautprobleme haben, ist die Hautarztpraxis die richtige Anlaufstelle.
Komplikationen
Unbehandelt
- Narbenbildung auf der Haut
- Dunkle oder rote Flecken, die noch monatelang sichtbar bleiben können
- In schweren Fällen entzündliche Knoten, die tiefe Narben hinterlassen
Langzeitprognose
Mit den heutigen Behandlungsmöglichkeiten ist die Prognose gut. Die meisten Menschen finden eine Therapie, die ihre Haut deutlich verbessert. Es kann etwas Geduld erfordern, aber bleiben Sie zuversichtlich – Ihre Hautärztin oder Ihr Hautarzt kann Ihnen gut helfen.
Unterstützung finden
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Ähnliche Erkrankungen
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.