Angina-MRT: Was Sie erwartet
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Angina ist ein medizinisches Wort für ein Engegefühl oder Schmerzen in der Brust. Es passiert, wenn der Herzmuskel nicht genug Sauerstoff bekommt, meist weil die Herzkranzgefäße verengt sind. Eine MRT (Magnetresonanztomographie) ist eine schmerzfreie Untersuchung, die detaillierte Bilder vom Herzen und den Blutgefäßen macht.
Wichtige Fakten
- Angina ist kein Herzinfarkt, sondern ein wichtiges Warnsignal.
- Eine MRT des Herzens hilft, die Durchblutung und die Herzkranzgefäße genau zu beurteilen.
- Die Untersuchung dauert etwa 30 bis 60 Minuten und ist ohne Strahlung.
Ja, viele Menschen, vor allem ab 50 Jahren, erleben Angina-Beschwerden. Es ist ein häufiges Symptom einer verengten Herzkranzgefäße.
Betroffen sind vor allem Erwachsene mit Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes oder hohem Cholesterin. Auch Menschen mit Herzkrankheiten in der Familie haben ein höheres Risiko.
Symptome
- Brustschmerz, der länger als ein paar Minuten anhält oder sehr stark ist.
- Brustschmerz zusammen mit Übelkeit, Schweißausbrüchen oder starkem Schwächegefühl.
- Plötzliche Atemnot, ohne dass die Beschwerden nachlassen.
- Bei Verdacht auf Herzinfarkt sofort den Notruf 112 wählen.
- ⚠Neue oder sich verschlimmernde Brustschmerzen, die bei leichter Belastung oder in Ruhe auftreten.
- ⚠Wenn die üblichen Beschwerden häufiger kommen oder länger dauern.
Häufige Symptome
- Ein Druck- oder Engegefühl in der Brust, oft hinter dem Brustbein.
- Schmerzen, die in den linken Arm, den Kiefer, den Rücken oder den Bauch ausstrahlen können.
- Kurzatmigkeit oder Atemnot bei Belastung.
Symptome bei Kindern
- Kinder bekommen selten Angina. Falls doch, sind die Symptome ähnlich: Brustschmerz bei Anstrengung.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen kann Angina auch ohne typischen Brustschmerz auftreten, zum Beispiel nur als Müdigkeit, Atemnot oder Verwirrtheit.
Ursachen
Hauptursachen
- Verengung der Herzkranzgefäße durch Ablagerungen (Plaques) aus Fett und Kalk.
- Verkrampfung der Herzkranzgefäße (seltener).
Risikofaktoren
- Rauchen
- Bluthochdruck
- Hohe Cholesterinwerte
- Zuckerkrankheit (Diabetes)
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Ungesunde Ernährung
- Starker Stress
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei neu auftretenden Brustschmerzen, besonders während oder nach Belastung.
- Wenn bestehende Brustschmerzen sich verschlimmern oder häufiger werden.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Zur Kontrolle, wenn Sie bereits eine Herzkrankheit haben oder Risikofaktoren bestehen.
- Empfehlung: Nach ärztlicher Absprache alle ein bis zwei Jahre zur Untersuchung.
Diagnose
Der Arzt fragt nach Ihren Symptomen, hört Ihr Herz ab und macht verschiedene Tests, um die Ursache herauszufinden.
Mögliche Untersuchungen
- Elektrokardiogramm (EKG) – zeichnet die Herzströme auf.
- Blutuntersuchung – zeigt Herzenzyme und Risikofaktoren.
- Belastungs-EKG – misst die Herzreaktion unter körperlicher Belastung.
- Magnetresonanztomographie (MRT) des Herzens – macht genaue Bilder vom Herzmuskel und den Blutgefäßen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Bei der Herz-MRT liegen Sie auf einer Liege, die in eine Röhre geschoben wird. Sie müssen ruhig liegen und manchmal für kurze Zeit den Atem anhalten. Vor der Untersuchung bekommen Sie über eine Vene ein Kontrastmittel gespritzt, damit die Blutgefäße besser sichtbar werden. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Sie können währenddessen mit dem Personal über eine Sprechanlage sprechen.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, die Beschwerden zu lindern und das Risiko für einen Herzinfarkt zu senken. Dabei spielen Lebensstiländerungen und Medikamente eine wichtige Rolle.
Selbsthilfe zu Hause
- Gesunde Ernährung mit wenig Salz, Fett und Zucker.
- Regelmäßige Bewegung, wie Spazierengehen oder Radfahren – in Absprache mit dem Arzt.
- Stress reduzieren – zum Beispiel durch Entspannungsübungen oder genug Schlaf.
- Rauchen aufgeben und Alkohol nur in Maßen trinken.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen Medikamente verschreiben, die die Blutgefäße erweitern, den Blutdruck senken oder die Herzarbeit entlasten. Diese helfen, die Angina-Beschwerden zu verringern. Außerdem gibt es Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen und die Bildung von Blutgerinnseln verhindern. Nehmen Sie alle Medikamente genau nach Anweisung ein.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn Medikamente nicht ausreichen, können Eingriffe wie eine Ballonaufdehnung (Angioplastie) oder eine Bypass-Operation nötig sein. Dabei werden verengte Stellen erweitert oder umgangen. Ihr Kardiologe bespricht mit Ihnen die beste Option.
Leben mit der Erkrankung
Mit Angina können Sie ein normales Leben führen, wenn Sie Ihre Auslöser kennen und meiden. Vermeiden Sie plötzliche starke Belastung und extreme Temperaturen. Planen Sie Ihre Aktivitäten mit ausreichend Pausen.
Tipps für den Alltag
- Auf das Rauchen verzichten.
- Übergewicht abbauen.
- Alkohol nur in Maßen (maximal ein Glas am Tag für Frauen, zwei für Männer).
- Genug Schlaf (7–8 Stunden pro Nacht).
Ernährung und Bewegung
Essen Sie herzgesund: viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte und mageres Fleisch oder Fisch. Bewegen Sie sich regelmäßig, zum Beispiel 30 Minuten zügiges Gehen an den meisten Tagen. Sprechen Sie vor Beginn eines neuen Sportprogramms mit Ihrem Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Angst vor Brustschmerzen kann belastend sein. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Ein offenes Gespräch mit Ihrem Arzt oder einer Psychologin kann helfen, Ängste abzubauen und den Alltag zu erleichtern.
Vorbeugung
Sie können das Risiko für eine Angina senken, indem Sie einen gesunden Lebensstil pflegen und Risikofaktoren wie Bluthochdruck und hohes Cholesterin behandeln lassen. Eine vollständige Verhinderung ist nicht immer möglich, aber Sie haben viel selbst in der Hand.
Impfungen
Gegen Angina gibt es keine Impfung. Lassen Sie sich aber gegen Grippe und COVID-19 impfen, da diese Infekte das Herz belasten können.
Komplikationen
Unbehandelt
- Herzinfarkt (wenn ein Gefäß ganz verschlossen wird).
- Herzrhythmusstörungen.
- Herzschwäche (Herzinsuffizienz).
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung und einem gesunden Lebensstil können die meisten Menschen mit Angina gut leben und viele Jahre beschwerdefrei bleiben. Es ist wichtig, die Empfehlungen Ihres Arztes zu befolgen und regelmäßige Kontrollen wahrzunehmen. Viele Betroffene führen ein aktives und erfülltes Leben.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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