Angina-Ultraschall erklärt
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Angina pectoris ist ein medizinisches Wort für ein Druck- oder Engegefühl in der Brust. Es entsteht, wenn der Herzmuskel nicht genug Sauerstoff bekommt. Ein Angina-Ultraschall (auch Stress-Echokardiographie genannt) ist eine Untersuchung, bei der mit Schallwellen Bilder des Herzens gemacht werden, während es stärker arbeiten muss – zum Beispiel durch Bewegung oder ein Medikament. So kann der Arzt sehen, ob die Durchblutung des Herzens gestört ist.
Wichtige Fakten
- Der Angina-Ultraschall ist schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung.
- Er hilft, die Ursache von Brustschmerzen zu klären.
- Die Untersuchung dauert etwa 30 bis 60 Minuten.
Ja, Angina pectoris ist ein häufiges Symptom bei der koronaren Herzkrankheit, die weltweit viele Menschen betrifft.
Angina tritt häufiger bei älteren Menschen auf, besonders bei Männern ab 45 Jahren und Frauen ab 55 Jahren. Auch Raucher, Menschen mit Diabetes oder Bluthochdruck haben ein erhöhtes Risiko.
Symptome
- Plötzliche, starke Brustschmerzen, die länger als 5 Minuten anhalten
- Schmerzen, die mit Atemnot, Übelkeit oder starkem Schweißausbruch einhergehen
- Bewusstlosigkeit oder Kreislaufstillstand
- ⚠Wiederholte Brustschmerzen, die nach Ruhe oder Einnahme von Notfallmedikamenten nicht verschwinden
- ⚠Neue oder sich verschlechternde Symptome unter Belastung
Häufige Symptome
- Druck- oder Engegefühl in der Brust
- Schmerzen, die in Arme, Schultern, Kiefer oder Rücken ausstrahlen können
- Kurzatmigkeit
- Übelkeit oder Schweißausbrüche
Symptome bei Kindern
- Angina bei Kindern ist sehr selten. Mögliche Anzeichen sind untypisch, zum Beispiel Bauchschmerzen oder Müdigkeit.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen verspüren oft weniger starke Schmerzen, sondern eher allgemeine Schwäche, Schwindel oder Atemnot.
Ursachen
Hauptursachen
- Verengung der Herzkranzgefäße durch Arteriosklerose (Ablagerungen)
- Verkrampfung der Herzkranzgefäße (koronarer Vasospasmus)
Risikofaktoren
- Rauchen
- Hoher Blutdruck
- Hohe Cholesterinwerte
- Diabetes
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Stress
- Familienvorgeschichte von Herzkrankheiten
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichen oder sich verschlimmernden Brustschmerzen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei wiederkehrenden Brustschmerzen oder dem Verdacht auf Angina
Diagnose
Der Arzt fragt nach Ihren Beschwerden und untersucht Sie körperlich. Der Angina-Ultraschall ist ein wichtiger Test, um zu prüfen, ob der Herzmuskel bei Belastung ausreichend durchblutet wird.
Mögliche Untersuchungen
- EKG (Elektrokardiogramm)
- Belastungs-EKG
- Angina-Ultraschall (Stress-Echokardiographie)
- Blutuntersuchungen (z. B. Troponin)
- Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie liegen auf einer Liege. Der Arzt führt einen Schallkopf über Ihre Brust, um Bilder vom Herzen zu machen. Dann wird Ihr Herz belastet – entweder durch Treten auf einem Fahrrad oder durch ein Medikament, das den Herzschlag beschleunigt. Während und nach der Belastung werden weitere Bilder gemacht. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert etwa 30 bis 60 Minuten.
Behandlung
Die Behandlung der Angina zielt darauf ab, die Durchblutung des Herzens zu verbessern und das Risiko eines Herzinfarkts zu senken.
Selbsthilfe zu Hause
- Mit dem Rauchen aufhören
- Stress vermeiden
- Gesunde Ernährung mit wenig Fett und Salz
- Regelmäßige Bewegung in Absprache mit dem Arzt
Medizinische Behandlungen
Der Arzt kann Medikamente verschreiben, die die Herzkranzgefäße erweitern, den Blutdruck senken oder die Blutgerinnung beeinflussen. Diese Medikamente werden individuell auf Sie abgestimmt und sind rezeptpflichtig.
Wann kommt eine Operation infrage?
Bei schweren Verengungen kann ein Eingriff wie ein Stent oder eine Bypass-Operation notwendig sein. Dies wird mit dem Kardiologen besprochen.
Leben mit der Erkrankung
Viele Menschen mit Angina führen ein normales Leben, indem sie auf ihre Symptome achten und Auslöser wie starke Belastung oder Stress vermeiden.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung
- Gesunde Ernährung
- Nicht rauchen
- Mäßiger Alkoholkonsum
Ernährung und Bewegung
Eine herzgesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkorn sowie moderate Bewegung, wie tägliche Spaziergänge, können die Beschwerden lindern.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Angst vor einem Herzinfarkt kann belastend sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer Vertrauensperson über Ihre Sorgen.
Vorbeugung
Sie können Ihr Risiko für Angina senken, indem Sie einen gesunden Lebensstil pflegen: nicht rauchen, sich gesund ernähren, sich regelmäßig bewegen und Blutdruck sowie Cholesterin kontrollieren lassen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Herzinfarkt
- Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
- Herzrhythmusstörungen
Langzeitprognose
Mit der richtigen Behandlung und Änderungen im Lebensstil können die meisten Menschen mit Angina ein langes und aktives Leben führen. Regelmäßige Kontrollen beim Kardiologen sind wichtig, um die Erkrankung im Auge zu behalten.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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