Cellulitis – Vorbereitung auf eine CT-Untersuchung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Cellulitis (sprich: Zellulitis) ist eine tiefe Hautinfektion, die durch Bakterien verursacht wird. Die Haut wird rot, heiß, geschwollen und schmerzt. Eine CT-Untersuchung (Computertomographie) ist eine spezielle Röntgenuntersuchung, die der Arzt manchmal veranlasst, wenn er prüfen möchte, ob sich die Infektion ins tiefe Gewebe ausgebreitet hat.
Wichtige Fakten
- Cellulitis ist eine ernstzunehmende Infektion, die aber gut behandelt werden kann.
- Eine CT-Untersuchung hilft, tiefe Abszesse oder Gewebeschäden zu erkennen.
- Für die CT-Untersuchung gibt es meist wenig Vorbereitung – Ihr Arzt gibt Ihnen genaue Hinweise.
Ja, Cellulitis kommt häufig vor. Jedes Jahr wird bei vielen Menschen in Deutschland diese Hautinfektion festgestellt.
Cellulitis kann jeden treffen. Häufiger betroffen sind Menschen mit offenen Wunden, Diabetes, geschwächtem Immunsystem oder bestehenden Hauterkrankungen.
Symptome
- Die Rötung nimmt sehr schnell zu
- Schwere Atemnot oder Herzrasen
- Fieber über 39 °C mit Schüttelfrost
- Verwirrtheit oder starkes Krankheitsgefühl
- Glasklare Blasen oder schwarz verfärbte Haut
- Starke Schmerzen, die nicht zur Hautveränderung passen
- Rufen Sie die 112 an
- ⚠Die Rötung oder Schwellung wird innerhalb weniger Stunden deutlich größer
- ⚠Sie haben Fieber über 38 °C
- ⚠Die Schmerzen werden schlimmer
- ⚠Eine frühere Behandlung hat nach 24 Stunden nicht geholfen
Häufige Symptome
- Rötung und Schwellung der Haut
- Starkes Wärmegefühl an der betroffenen Stelle
- Druckempfindlichkeit oder Schmerzen
- Fieber
- Die Rötung breitet sich aus
Symptome bei Kindern
- Fieber und Unwohlsein
- Die betroffene Hautstelle ist gerötet, geschwollen und fühlt sich heiß an
- Quengeln oder Weinen bei Berührung
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verwirrtheit (kann ein Zeichen einer schweren Infektion sein)
- Schwindel oder starke Schwäche
- Rötung breitet sich schnell aus
- Fieber, aber auch niedrige Körpertemperatur möglich
Ursachen
Hauptursachen
- Bakterien gelangen durch einen Riss in der Haut in den Körper
- Häufige Eintrittspforten sind Schnittwunden, Schürfwunden, Insektenstiche oder rissige Haut
- Menschen mit geschwächtem Immunsystem haben ein höheres Risiko
Risikofaktoren
- Diabetes mellitus
- Durchblutungsstörungen
- Geschwächtes Immunsystem, z. B. durch Medikamente oder Erkrankungen
- Lymphödeme (chronische Schwellungen)
- Hauterkrankungen wie Neurodermitis
- Übergewicht
- Offene Wunden oder Fußpilz
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Sie bemerken eine sich schnell ausbreitende Rötung oder Schwellung
- Sie haben hohes Fieber oder Schüttelfrost
- Sie fühlen sich sehr schwach oder verwirrt
- Die Schmerzen sind ungewöhnlich stark
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Eine Hautstelle ist gerötet, geschwollen und schmerzt ohne erkennbare Ursache
- Die Beschwerden bessern sich nach einem Tag nicht
- Sie haben Risikofaktoren wie Diabetes und bemerken eine Hautveränderung
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose meist durch Ansehen und Abtasten der Haut. Wenn der Verdacht auf eine tiefe Ausbreitung besteht, kann eine Blutuntersuchung und eine CT-Untersuchung angeordnet werden. Die Behandlung folgt den Empfehlungen der ärztlichen Fachgesellschaften in Deutschland (AWMF).
Mögliche Untersuchungen
- Körperliche Untersuchung der betroffenen Stelle
- Blutuntersuchung, um Entzündungszeichen festzustellen
- CT-Untersuchung mit Kontrastmittel, um tiefe Gewebeveränderungen sichtbar zu machen
- Manchmal ein Abstrich von der Wunde
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt. Er wird Sie untersuchen und entscheiden, ob eine CT-Untersuchung sinnvoll ist. Für die CT müssen Sie meist auf dem Rücken liegen. Der Untersuchungstisch fährt durch einen ringförmigen Scanner. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und tut nicht weh. Wenn Kontrastmittel gespritzt wird, kann ein Wärmegefühl im Körper auftreten – das ist normal. Falls Kontrastmittel verwendet wird, erhalten Sie vorher genaue Anweisungen, zum Beispiel ob Sie nüchtern sein müssen oder viel trinken sollen.
Behandlung
Cellulitis wird in der Regel mit Antibiotika behandelt. Bei milden Fällen reicht eine Einnahme zu Hause, bei schweren Fällen ist eine Behandlung im Krankenhaus nötig. Zusätzlich ist es wichtig, die betroffene Stelle zu schonen und hochzulagern.
Selbsthilfe zu Hause
- Bewahren Sie Ruhe und lagern Sie die betroffene Stelle hoch
- Trinken Sie ausreichend Wasser
- Beobachten Sie die Rötung – machen Sie notfalls eine Markierung mit einem Stift, um eine Zunahme zu erkennen
- Nehmen Sie Schmerzmittel nur nach Rücksprache mit dem Arzt ein
Medizinische Behandlungen
Der Arzt verschreibt ein Antibiotikum, das Sie über mehrere Tage einnehmen müssen. Bei schweren Infektionen kann das Antibiotikum über eine Infusion in die Vene gegeben werden. Halten Sie sich genau an die ärztlichen Anweisungen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn sich Eiter in einem Abszess angesammelt hat oder das Gewebe abgestorben ist, kann eine Operation nötig sein, um die Entzündung zu entlasten.
Leben mit der Erkrankung
Während der Behandlung ist Schonung wichtig. Vermeiden Sie Sport und lange Belastungen. Kontrollieren Sie die Haut regelmäßig auf Veränderungen. Fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie wieder voll belastbar sind.
Tipps für den Alltag
- Sorgen Sie für eine gute Hautpflege
- Halten Sie Ihre Haut feucht, aber meiden Sie feuchte Umgebungen
- Schützen Sie Verletzungen und Wunden sorgfältig
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt das Immunsystem. Während einer Infektion ist Ruhe wichtiger als intensiver Sport. Nach der Behandlung können Sie langsam wieder mit leichter Bewegung beginnen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine wiederkehrende oder ernsthafte Infektion kann seelisch belasten. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Wenn Sie sich niedergeschlagen fühlen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer Beratungsstelle. In einer akuten seelischen Krise wenden Sie sich bitte an den Notruf 112.
Vorbeugung
Ja, Sie können das Risiko senken, indem Sie auf eine gute Haut- und Wundhygiene achten. Behandeln Sie kleine Verletzungen frühzeitig und desinfizieren Sie sie.
Impfungen
Es gibt keinen Impfstoff, der direkt vor Cellulitis schützt.
Früherkennungsprogramme
Ein spezielles Screening gibt es nicht. Bei wiederkehrenden Infektionen kann Ihr Arzt nach Ursachen suchen, zum Beispiel nach einem Diabetes.
Komplikationen
Unbehandelt
- Die Infektion kann sich in tieferes Gewebe ausbreiten
- Bakterien können ins Blut gelangen und eine lebensbedrohliche Blutvergiftung (Sepsis) verursachen
- Es können dauerhafte Schäden wie Narben oder Gewebeverlust entstehen
Langzeitprognose
Mit rechtzeitiger Behandlung heilt Cellulitis in den meisten Fällen vollständig aus. Auch schwere Verläufe können in der Klinik gut behandelt werden. Je früher Sie ärztliche Hilfe suchen, desto besser sind die Aussichten.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.