Cholesterin: Warten auf die Ergebnisse der Bildgebung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Cholesterin-Bildgebung ist ein bildgebendes Verfahren, meist eine Computertomographie (CT), mit dem Ärzte Ablagerungen von Cholesterin in den Herzkranzgefäßen sichtbar machen. Es hilft, das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall einzuschätzen.
Wichtige Fakten
- Die Untersuchung dauert etwa 15–30 Minuten und ist schmerzfrei.
- Sie wird oft bei Menschen mit Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Rauchen empfohlen.
- Die Ergebnisse zeigen den sogenannten Koronarkalk-Score – je höher der Wert, desto höher das Risiko.
Ja, diese Untersuchung wird immer häufiger eingesetzt, um das Herz-Kreislauf-Risiko genauer zu bestimmen.
Sie betrifft vor allem Erwachsene mit mehreren Risikofaktoren für Arterienverkalkung, wie zum Beispiel Raucher, Menschen mit hohem Blutdruck oder einer familiären Vorbelastung.
Symptome
- Starke, länger anhaltende Brustschmerzen oder Engegefühl in der Brust
- Plötzliche Atemnot, die nicht nachlässt
- Ohnmacht oder Kreislaufzusammenbruch
- Zeichen eines Schlaganfalls (z. B. Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen)
- ⚠Neu auftretende Brustschmerzen bei Belastung, die sich nach Ruhe bessern
- ⚠Herzrasen oder unregelmäßiger Puls
- ⚠Schwindelgefühle, die mit Kreislaufproblemen einhergehen
Häufige Symptome
- Erhöhtes Cholesterin verursacht anfangs keine spürbaren Symptome.
- Erst wenn die Gefäße verengt sind, können Brustschmerzen bei Belastung (Angina pectoris) oder Atemnot auftreten.
- Manche Menschen fühlen sich müde oder erschöpft, ohne genau zu wissen warum.
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern ist eine Cholesterin-Bildgebung nur in seltenen Fällen nötig, etwa bei Verdacht auf eine erbliche Fettstoffwechselstörung.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen können bereits vorhandene Ablagerungen sichtbar werden, was aber nicht zwangsläufig zu Beschwerden führen muss.
Ursachen
Hauptursachen
- Ein ständig zu hoher Cholesterinspiegel im Blut führt zu Ablagerungen in den Arterien.
- Ungesunde Ernährung (viel gesättigte Fette, Zucker, wenig Ballaststoffe) begünstigt hohe Cholesterinwerte.
- Vererbung: Manche Menschen haben von Natur aus erhöhte Cholesterinwerte (familiäre Hypercholesterinämie).
Risikofaktoren
- Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
- Bewegungsmangel und Übergewicht
- Hoher Blutdruck und Diabetes
- Alter (Männer ab 45, Frauen ab 55 haben ein höheres Risiko)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich Brustschmerzen, Atemnot oder andere Zeichen eines Herzinfarkts verspüren.
- Wenn Sie Symptome eines Schlaganfalls bemerken (siehe Notfall).
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie Risikofaktoren haben und Ihr Arzt eine Cholesterin-Bildgebung empfiehlt.
- Wenn Ihr Cholesterinspiegel bei einer Blutuntersuchung erhöht war und Sie mehr über Ihr Risiko erfahren möchten.
Diagnose
Die Cholesterin-Bildgebung wird in der Regel von einem Kardiologen (Herzspezialisten) veranlasst. Meist wird ein CT-Scan des Herzens durchgeführt, um die Ablagerungen zu messen.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchung auf LDL- und HDL-Cholesterin sowie Triglyceride
- CT-Koronarkalk-Score (Herz-CT)
- Gegebenenfalls ein Belastungs-EKG oder eine Ultraschalluntersuchung des Herzens
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung erfolgt ambulant in einer radiologischen Praxis oder Klinik. Sie liegen entspannt auf einer Liege, während der Scanner Bilder Ihrer Brust erstellt. Bitte vorherige Anweisungen des Arztes befolgen (z. B. kein Kaffee am Tag der Untersuchung). Die Ergebnisse werden Ihnen beim nächsten Termin erklärt – meist innerhalb von ein bis zwei Wochen.
Behandlung
Die Behandlung zielt darauf ab, Ihren Cholesterinspiegel zu senken und das Fortschreiten von Ablagerungen zu verhindern. Ihr Arzt erstellt mit Ihnen einen individuellen Plan.
Selbsthilfe zu Hause
- Ernährung umstellen: weniger gesättigte Fette (z. B. aus Wurst, Butter, Fertiggerichten), mehr Ballaststoffe (Haferflocken, Hülsenfrüchte, Obst).
- Regelmäßig bewegen: mindestens 30 Minuten pro Tag, zügiges Gehen oder Radfahren.
- Rauchstopp: Falls Sie rauchen, suchen Sie Unterstützung, das senkt Ihr Risiko erheblich.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen cholesterinsenkende Mittel verschreiben, die Sie regelmäßig einnehmen sollten. Diese helfen, den LDL-Cholesterinspiegel zu senken. Die Einnahme erfolgt meist langfristig und in Absprache mit Ihrem Arzt. Lassen Sie regelmäßig Ihre Leberwerte kontrollieren, da die Medikamente gelegentlich Nebenwirkungen haben können.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur in seltenen Fällen nötig, wenn bereits starke Verengungen der Herzkranzgefäße vorliegen, die durch Medikamente und Lebensstil nicht ausreichend behandelbar sind. Dann können Verfahren wie ein Stent (Gefäßstütze) oder eine Bypass-Operation infrage kommen.
Leben mit der Erkrankung
Viele Menschen mit erhöhtem Cholesterin führen ein völlig normales Leben. Mit einer angepassten Lebensweise und Medikamenten können Sie Ihr Risiko minimieren. Wichtig ist, Ihre Werte regelmäßig kontrollieren zu lassen.
Tipps für den Alltag
- Bewegung in den Alltag einbauen (Treppe statt Aufzug, Spaziergänge).
- Stress reduzieren (z. B. durch Entspannungsübungen, Hobbys).
- Alkohol in Maßen genießen (maximal 1–2 Gläser pro Tag).
Ernährung und Bewegung
Essen Sie viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und gesunde Fette aus Nüssen oder Olivenöl. Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel. Bewegung hilft nicht nur beim Gewicht, sondern senkt direkt den Cholesterinspiegel.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Sorge um Ihr Herz kann Ängste auslösen. Das ist verständlich. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Gefühle. Bei Bedarf kann eine psychologische Beratung helfen, mit der Belastung umzugehen.
Vorbeugung
Ganz vermeiden lässt sich erhöhtes Cholesterin nicht immer – vor allem bei erblicher Vorbelastung. Aber Sie können Ihr Risiko durch einen gesunden Lebensstil deutlich senken: gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, Nichtrauchen.
Früherkennungsprogramme
Ab einem bestimmten Alter (Männer ab 45, Frauen ab 55) oder bei Risikofaktoren wird eine regelmäßige Cholesterinmessung im Blut empfohlen. Ihr Hausarzt kann Sie dazu beraten.
Komplikationen
Unbehandelt
- Herzinfarkt (Verschluss eines Herzkranzgefäßes)
- Schlaganfall (Durchblutungsstörung im Gehirn)
- Durchblutungsstörungen in den Beinen (periphere arterielle Verschlusskrankheit)
- Verschlechterung einer bestehenden Herzkranzgefäßverengung
Langzeitprognose
Die gute Nachricht: Mit frühzeitiger Behandlung und einer Änderung des Lebensstils lassen sich die genannten Komplikationen meist vermeiden oder hinauszögern. Viele Menschen erreichen mit Medikamenten und gesunder Lebensweise normale Cholesterinwerte und ein geringes Risiko. Ihr Arzt begleitet Sie dabei.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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