COVID-Nachuntersuchung: Ergebnisse der Bildgebung abwarten – was jetzt wichtig ist
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Nach einer COVID-19-Erkrankung kann die Ärztin oder der Arzt eine Bildgebung der Lunge oder des Herzens verordnen – zum Beispiel eine Röntgenaufnahme, eine Computertomografie (CT) oder ein MRT. Dabei wird nach Spätfolgen der Infektion gesucht. In diesem Artikel geht es um die Zeit danach: das Warten auf die Ergebnisse. Sie erfahren, was in dieser Zeit passiert, was Sie erwartet und wie Sie gut mit der Ungewissheit umgehen können.
Wichtige Fakten
- Bildgebung macht Veränderungen in Organen sichtbar – zum Beispiel in der Lunge.
- Nicht jeder auffällige Befund bedeutet eine ernsthafte Erkrankung.
- Das Ergebnis wird erst von Fachleuten beurteilt, bevor es an Sie weitergegeben wird.
- Die Wartezeit schwankt je nach Klinik oder Praxis – in der Regel einige Tage bis zwei Wochen.
Ja. Nach schweren oder langwierigen COVID-19-Verläufen ist es üblich, dass Ärztinnen und Ärzte eine Bildgebung anordnen – besonders, wenn Beschwerden wie Husten oder Atemnot anhalten.
Sie betrifft Menschen, die an COVID-19 erkrankt waren und danach Symptome haben – zum Beispiel Atemnot, Brustschmerzen oder Erschöpfung. Auch Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthma, COPD oder Herz-Kreislauf-Problemen bekommen häufiger eine Bildgebung.
Symptome
- Plötzlich auftretende schwere Atemnot
- Starke Schmerzen im Brustkorb, die nicht nachlassen
- Zeichen eines Schlaganfalls oder einer Thrombose (z. B. einseitige Beinschwellung mit Schmerz)
- ⚠Zunehmende Atemnot schon bei leichter Anstrengung
- ⚠Hohes Fieber über 39 °C
- ⚠Deutlich verschlechtertes Allgemeinbefinden
Häufige Symptome
- Unruhe und innere Anspannung
- Angst davor, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte
- Schlafstörungen und nächtliches Grübeln
- Gereiztheit oder Konzentrationsprobleme
- Das ständige Bedürfnis, nach Symptomen zu suchen
Symptome bei Kindern
- Kinder spüren oft die Sorge der Erwachsenen
- Sie werden anhänglicher oder ziehen sich zurück
- Schlafprobleme oder Albträume sind möglich
- Manche Kinder klagen über Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen machen sich häufig besondere Sorgen um ihre Selbstständigkeit
- Die Ungewissheit kann zu Verwirrtheit oder Gedächtnisproblemen führen
- Sie fühlen sich manchmal allein gelassen, wenn keine schnellen Antworten kommen
Ursachen
Hauptursachen
- Die Bildgebung wird angeordnet, um mögliche Spätfolgen von COVID-19 zu finden – zum Beispiel Lungenentzündungen, Narbenbildung (Fibrose), Blutgerinnsel oder eine Herzmuskelentzündung.
- Das Warten auf die Ergebnisse ist ein normaler Teil des medizinischen Ablaufs, weil Befunde von Fachleuten gründlich ausgewertet werden müssen.
Risikofaktoren
- Schwerer COVID-19-Verlauf
- Behandlung auf der Intensivstation
- Anhaltende Symptome über mehrere Wochen
- Rauchen
- Vorher bestehende Lungenerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie während der Wartezeit neue oder deutlich stärkere Beschwerden bekommen – zum Beispiel zunehmende Atemnot oder Brustschmerzen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn das Ergebnis nach mehr als zwei Wochen noch nicht vorliegt, können Sie in der Praxis nachfragen.
- Wenn Sie Fragen zum Ablauf haben oder ein Gesprächstermin zur Besprechung angeboten wird.
Diagnose
Die Bildgebung wird von Radiologinnen und Radiologen ausgewertet. Sie erstellen einen schriftlichen Befund und senden ihn an Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt – nicht direkt an Sie. Die Ärztin oder der Arzt bespricht das Ergebnis dann mit Ihnen und ordnet es für Sie ein.
Mögliche Untersuchungen
- Röntgenaufnahme des Brustkorbs
- Computertomografie (CT) der Lunge
- Magnetresonanztomografie (MRT) des Herzens
- Ultraschalluntersuchung (Sonografie) – zum Beispiel des Herzens oder der Beinvenen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Nach der Untersuchung können Sie in der Regel nach Hause gehen. Sie bekommen meist einen Termin zur Befundbesprechung. Wenn etwas Dringendes gefunden wird, setzt sich die Praxis früher bei Ihnen. Die Wartezeit beträgt normalerweise einige Tage bis zwei Wochen.
Behandlung
Die Behandlung hängt vom Ergebnis der Bildgebung ab. Wenn keine Auffälligkeiten gefunden werden, braucht es meist keine spezielle Therapie – nur Zeit und Geduld. Bei bestimmten Befunden können medizinische Rehabilitation, Atemtherapie oder psychologische Unterstützung helfen.
Selbsthilfe zu Hause
- Versuchen Sie, ruhig zu bleiben und sich mit angenehmen Dingen zu beschäftigen.
- Vermeiden Sie stundenlanges Suchen nach Symptomen im Internet.
- Sprechen Sie mit vertrauten Menschen über Ihre Sorgen.
- Halten Sie Ihren üblichen Alltag so gut wie möglich aufrecht – ohne sich zu überlasten.
Medizinische Behandlungen
Falls die Bildgebung behandlungsbedürftige Veränderungen zeigt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt gemeinsam mit Ihnen, welche Schritte sinnvoll sind. Es gibt zum Beispiel entzündungshemmende Behandlungen, Atemübungen oder eine medizinische Rehabilitation. Für jede Situation gibt es geprüfte und gut verträgliche Behandlungsmöglichkeiten – ganz ohne Schnellschüsse.
Wann kommt eine Operation infrage?
Operationen sind bei COVID-19-Spätfolgen nur in sehr seltenen Fällen nötig. Falls das Thema bei Ihnen angesprochen wird, erklären die Fachleute genau, warum das wäre und worum es sich handelt.
Leben mit der Erkrankung
Während der Wartezeit dürfen Sie sich schonen, aber Sie müssen das Bett nicht hüten. Viele Menschen fühlen sich wohler, wenn sie einer ruhigen Tagesstruktur folgen – aufstehen, kleine Aufgaben erledigen, Pausen einplanen. Hören Sie auf Ihren Körper.
Tipps für den Alltag
- Sorgen Sie für ausreichend Schlaf.
- Trinken Sie ausreichend Wasser.
- Nehmen Sie sich kleine Auszeiten im Alltag – zum Beispiel ein warmes Bad oder einen Spaziergang.
- Vermeiden Sie Rauchen und übermäßigen Alkohol.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt Ihren Körper. Leichte Bewegung – wie Spaziergänge – ist erlaubt, wenn Sie sich dabei wohlfühlen und nicht außer Atem geraten. Bei Unsicherheit fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Wartezeit kann Ängste auslösen. Das ist eine normale Reaktion. Es hilft, im Moment zu bleiben und sich an vertraute Abläufe zu halten. Wenn die Angst das Leben stark einschränkt oder Sie sich niedergeschlagen fühlen, suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.
Vorbeugung
Sie können das Risiko für schwere COVID-19-Verläufe durch eine Impfung verringern. Das kann auch Spätfolgen und damit die Notwendigkeit einer Bildgebung vorbeugen. Ein gesunder Lebensstil mit Bewegung, ausgewogener Ernährung und ausreichend Schlaf unterstützt die Erholung nach einer Infektion.
Impfungen
In Deutschland wird die COVID-19-Impfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen. Lassen Sie sich dazu in einer Impfsprechstunde beraten – Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt hilft Ihnen gerne weiter.
Früherkennungsprogramme
Eine Bildgebung ohne konkreten Anlass ist nicht sinnvoll. Nach einer COVID-19-Erkrankung werden Nachsorgeuntersuchungen nur dann gemacht, wenn Symptome vorliegen oder die Ärztin beziehungsweise der Arzt es für notwendig hält. Besprechen Sie mit Ihrem medizinischen Team, ob eine Kontrolluntersuchung für Sie geeignet ist.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn Auffälligkeiten nicht behandelt werden, können sich Beschwerden verschlimmern – zum Beispiel eine eingeschränkte Lungenfunktion.
- Bei unbehandelten Blutgerinnseln besteht das Risiko einer Lungenembolie – das ist ein medizinischer Notfall.
- Eine Herzmuskelentzündung, die nicht erkannt wird, kann zu Rhythmusstörungen führen.
Langzeitprognose
Die meisten Befunde nach COVID-19 sind harmlos oder besserungsfähig. Falls doch etwas gefunden wird, gibt es heutzutage viele gute Behandlungsoptionen. Auch schwierige Verläufe können sich mit der richtigen Unterstützung bessern. Es gibt Grund zur Hoffnung – und Sie sind nicht allein.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.