Ultraschall nach COVID-19: Das erwartet Sie
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die COVID-19-Erholungs-Ultraschalluntersuchung ist ein schmerzfreies Verfahren, bei dem Schallwellen Bilder von Organen erzeugen. Sie hilft Ärztinnen und Ärzten, mögliche Folgen einer COVID-19-Erkrankung zu erkennen – zum Beispiel an Lunge, Herz oder Beinvenen.
Wichtige Fakten
- Ultraschall ist schmerzfrei und kommt ohne Strahlung aus.
- Die Untersuchung dauert je nach Umfang 15 bis 45 Minuten.
- Sie kann Hinweise auf Long-COVID-Komplikationen geben.
Ultraschall wird in der Nachsorge von COVID-19 zunehmend eingesetzt, vor allem, wenn anhaltende Beschwerden bestehen. Er gehört zu den häufig angewandten bildgebenden Verfahren.
Menschen jeden Alters, die eine COVID-19-Erkrankung durchgemacht haben und weiterhin Symptome wie Atemnot, Brustschmerzen oder Erschöpfung verspüren.
Symptome
- Starke Luftnot
- Schmerzen in der Brust, die in den Arm oder Kiefer ausstrahlen
- Ohnmacht oder Kreislaufzusammenbruch
- Plötzliche Lähmungserscheinungen
- Blutiges Aufhusten
- ⚠Neu aufgetretene starke Schwellung eines Beins mit Schmerzen
- ⚠Fieber über 39 Grad Celsius mit Atemnot
- ⚠Herzrasen in Ruhe
Häufige Symptome
- Kurzatmigkeit
- Brustschmerzen
- Anhaltende Müdigkeit oder Erschöpfung
- Schwellungen in den Beinen
Ursachen
Hauptursachen
- Langanhaltende Beschwerden nach COVID-19 können durch Entzündungen an Organen entstehen.
- Veränderungen an den Blutgefäßen können die Sauerstoffversorgung beeinträchtigen.
- Eine allgemeine körperliche Schwächung des Körpers durch die Infektion ist möglich.
Risikofaktoren
- Schwerer Verlauf der COVID-19-Erkrankung
- Vorerkrankungen wie Herz-, Lungen- oder Gefäßerkrankungen
- Alter
- Anhaltende Symptome über Wochen (Long-COVID)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlicher starker Atemnot oder starken Brustschmerzen rufen Sie sofort die 112.
- Bei Lähmungserscheinungen oder Ohnmacht ebenfalls die 112 wählen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie nach COVID-19 über Wochen anhaltende Beschwerden haben, die den Alltag einschränken, suchen Sie eine Hausärztin oder einen Hausarzt auf.
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt führt nach ausführlicher Befragung und körperlicher Untersuchung die Ultraschalluntersuchung durch. Dabei wird ein Gel auf die Haut aufgetragen und ein Schallkopf über die zu untersuchende Körperstelle bewegt. Die dabei entstehenden Bilder ermöglichen es, Organe und Blutgefäße zu beurteilen. Auch die Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) werden bei der Nachsorge berücksichtigt.
Mögliche Untersuchungen
- Ultraschall des Herzens (Echokardiografie)
- Ultraschall der Lunge
- Ultraschall der Beinvenen (Kompressionssonografie)
- Gegebenenfalls Ultraschall anderer Organe wie Leber oder Nieren
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist schmerzfrei. Sie liegen entspannt auf einer Liege, während der Arzt oder die Ärztin die betroffene Stelle untersucht. Nach der Untersuchung können Sie sofort wieder dem Alltag nachgehen. Die Ergebnisse bespricht Ihr medizinisches Team typischerweise direkt mit Ihnen oder bei einem Folgetermin.
Behandlung
Die Ultraschalluntersuchung ist kein Behandlungsverfahren, sondern ein wichtiger Schritt zur Abklärung. Zeigt sie Auffälligkeiten, wird das weitere Vorgehen individuell mit Ihnen geplant. Je nach Ursache können Beobachtung, Bewegungstherapie, Physiotherapie und Medikamente helfen.
Selbsthilfe zu Hause
- Schonen Sie sich, aber bleiben Sie so aktiv wie möglich – zum Beispiel mit kurzen Spaziergängen.
- Legen Sie regelmäßige Pausen ein und achten Sie auf ausreichend Schlaf.
- Probieren Sie Entspannungsübungen oder Atemtechniken.
- Dokumentieren Sie Ihre Beschwerden, um sie beim Arzttermin gut zu schildern.
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Beschwerden. Mögliche Ansätze sind Atemtherapie, Physiotherapie, eine angepasste medikamentöse Behandlung oder die Behandlung einer Herz- beziehungsweise Lungenerkrankung. Ihr medizinisches Team stimmt alle Schritte gemeinsam mit Ihnen ab.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur in sehr seltenen Fällen nötig, etwa wenn eine andere behandelbare Grunderkrankung entdeckt wird. Ihr Behandlungsteam bespricht dies ausführlich und verständlich mit Ihnen.
Leben mit der Erkrankung
Planen Sie Ihren Alltag in Ihrem Tempo. Setzen Sie sich realistische Ziele und feiern Sie kleine Fortschritte. Holen Sie sich Unterstützung von Familie, Freundinnen und Freunden, wenn Sie sie brauchen.
Tipps für den Alltag
- Gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse
- Bewegung in moderatem Umfang, angepasst an Ihre Belastbarkeit
- Nicht rauchen
- Ausreichend trinken
- Stress vermeiden und bewusste Auszeiten nehmen
Ernährung und Bewegung
Eine abwechslungsreiche Kost mit Vollkornprodukten, Obst und Gemüse unterstützt Ihr Wohlbefinden. Bewegung ist wichtig – beginnen Sie langsam und steigern Sie Intensität und Dauer in Absprache mit Ihrem medizinischen Team.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Langanhaltende Beschwerden können zu Sorgen, Niedergeschlagenheit und Erschöpfung führen. Das ist völlig verständlich. Es ist wichtig, sich diese Gefühle einzugestehen und Unterstützung zu suchen. Falls Sie das Gefühl haben, nicht mehr weiterzukommen, wenden Sie sich an die örtliche Telefonseelsorge oder eine psychiatrische Notaufnahme – Sie sind nicht allein.
Vorbeugung
Eine COVID-19-Erkrankung lässt sich nicht immer verhindern, aber eine gesunde Lebensweise und eine rechtzeitige medizinische Nachsorge können das Risiko für langfristige Beschwerden senken.
Impfungen
Eine vollständige Impfung gegen COVID-19 kann schwere Verläufe und damit auch langfristige Folgen verhindern. Lassen Sie sich zu den aktuell empfohlenen Impfungen von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten.
Früherkennungsprogramme
Wenn Sie nach COVID-19 Symptome haben, ist eine gezielte Ultraschalluntersuchung möglich. Eine allgemeine Reihenuntersuchung für alle Genesenen ohne Beschwerden ist derzeit nicht vorgesehen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unentdeckte Herz- oder Lungenschäden können zu dauerhafter Atemnot führen.
- Thrombosen in Beinvenen können sich bilden und lösen.
- Eine unerkannte Entzündung kann sich ausdehnen.
Langzeitprognose
Die meisten Menschen erholen sich nach einer COVID-19-Infektion gut. Eine Ultraschalluntersuchung hilft, mögliche Komplikationen früh zu erkennen und zu behandeln. Mit der richtigen Unterstützung und einem guten Nachsorgeplan können Sie Schritt für Schritt wieder zu Ihrem alltäglichen Leben finden.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Hausärztliche Praxis · Deutschland
- Post-COVID-Sprechstunde (z. B. an Krankenhäusern und Universitätskliniken) · Deutschland
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.