CT-Angiographie
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine CT-Angiographie (auch CT-Angiografie genannt) ist eine besondere Form der Computertomographie (CT). Dabei werden die Blutgefäße im Körper sichtbar gemacht. Man bekommt ein Kontrastmittel in die Vene gespritzt, damit die Gefäße auf den Bildern gut zu sehen sind. So können Ärzte Verengungen, Erweiterungen oder Verstopfungen von Arterien und Venen erkennen.
Wichtige Fakten
- Die CT-Angiographie ist schmerzfrei und dauert meist nur wenige Minuten.
- Sie wird eingesetzt, um beispielsweise die Herzkranzgefäße, die Halsschlagadern oder die Beinarterien zu untersuchen.
- Das Kontrastmittel kann in seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen. Deshalb wird vor der Untersuchung nach Allergien gefragt.
Ja, die CT-Angiographie ist eine häufige Untersuchung in der Radiologie. Sie wird bei vielen Verdachtsdiagnosen eingesetzt, um schnell und genau Informationen über die Blutgefäße zu bekommen.
Die Untersuchung kann bei Erwachsenen und – seltener – auch bei Kindern durchgeführt werden. Besonders oft wird sie bei Menschen mit Durchblutungsstörungen, Gefäßerkrankungen oder nach einem Schlaganfall angewendet.
Symptome
- Wenn während oder nach der Untersuchung plötzlich Atemnot, Herzrasen oder Bewusstlosigkeit auftreten – das kann eine schwere allergische Reaktion sein.
- Wenn ein Krampfanfall auftritt.
- ⚠Wenn Sie nach der Untersuchung einen juckenden Hautausschlag, Übelkeit oder ein Engegefühl im Hals bemerken, sollten Sie noch im Krankenhaus sofort Bescheid sagen oder Ihren Arzt anrufen.
Häufige Symptome
- Die CT-Angiographie selbst verursacht keine Symptome. Sie wird durchgeführt, wenn Symptome wie Brustschmerz, starke Kopfschmerzen, Schwindel oder Beinschmerzen beim Gehen auftreten.
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern wird die CT-Angiographie nur bei besonderen Fragestellungen eingesetzt, zum Beispiel angeborene Herzfehler oder Gefäßfehlbildungen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen wird die CT-Angiographie oft zur Abklärung von Durchblutungsstörungen wie einer Schaufensterkrankheit (pAVK) oder einer Verengung der Halsschlagader eingesetzt.
Ursachen
Hauptursachen
- Eine CT-Angiographie wird durchgeführt, wenn der Verdacht auf eine Gefäßerkrankung besteht – zum Beispiel eine Verengung (Stenose), eine Aussackung (Aneurysma) oder eine Gefäßentzündung.
- Auch zur Planung von Operationen oder nach einem Schlaganfall wird die Untersuchung eingesetzt.
Risikofaktoren
- Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen sind Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes und Bewegungsmangel.
- Auch das Alter und eine familiäre Vorbelastung spielen eine Rolle.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichen, starken Brustschmerzen, einseitiger Lähmung oder Sprachstörungen – im Notfall sofort den Rettungsdienst unter 112 rufen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eine CT-Angiographie empfiehlt, sollten Sie den Termin wahrnehmen und die Vorbereitungshinweise (z. B. nüchtern kommen) beachten.
Diagnose
Die CT-Angiographie ist selbst ein diagnostisches Verfahren. Sie wird eingesetzt, nachdem andere Untersuchungen (wie Ultraschall) Auffälligkeiten gezeigt haben oder wenn der Arzt eine genaue Darstellung der Blutgefäße benötigt.
Mögliche Untersuchungen
- Vor der CT-Angiographie wird meist ein Blutbild und eine Nierenfunktionsprüfung gemacht, um sicherzustellen, dass das Kontrastmittel gut vertragen wird.
- Manchmal wird vorab ein Allergietest durchgeführt.
- Die eigentliche Untersuchung dauert nur wenige Minuten und findet im CT-Gerät statt.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie liegen auf einer Liege, die in eine Röhre gefahren wird. Über eine Vene am Arm wird das Kontrastmittel gespritzt. Es kann ein warmes Gefühl im Körper auftreten – das ist normal. Während der Aufnahmen müssen Sie stillhalten und kurz die Luft anhalten.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach dem Befund, der in der CT-Angiographie entdeckt wird. Mögliche Therapien umfassen Medikamente, eine Gefäßstütze (Stent) oder eine Operation.
Selbsthilfe zu Hause
- Bewegung an der frischen Luft fördert die Durchblutung.
- Auf Rauchen verzichten – das ist der wichtigste Schritt für gesunde Gefäße.
- Blutdruck und Blutzucker regelmäßig kontrollieren lassen.
Medizinische Behandlungen
Je nach Ergebnis der CT-Angiographie kann der Arzt Medikamente verschreiben, zum Beispiel blutverdünnende Mittel oder Mittel zur Blutdrucksenkung. Auch eine Gefäßerweiterung (Ballondilatation) mit oder ohne Stent kann in einem Eingriff durchgeführt werden. Welche Behandlung die richtige ist, besprechen Sie mit Ihrem Facharzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kann nötig sein, wenn Gefäße stark verengt oder ausgesackt sind, zum Beispiel bei einem Aneurysma oder einer schweren Verengung der Halsschlagader.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer CT-Angiographie können Sie meist sofort wieder Ihren normalen Alltag aufnehmen. Trinken Sie nach der Untersuchung viel Wasser, damit das Kontrastmittel schneller ausgeschieden wird.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten.
- Bewegen Sie sich regelmäßig – schon 30 Minuten zügiges Gehen am Tag helfen.
- Vermeiden Sie Stress und gönnen Sie sich ausreichend Schlaf.
Ernährung und Bewegung
Eine herzgesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung senken das Risiko für Gefäßerkrankungen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über einen für Sie geeigneten Sportplan.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Untersuchung auf Gefäßerkrankungen kann Ängste auslösen. Viele Menschen fühlen sich verunsichert. Es ist völlig normal, solche Sorgen zu haben. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt oder Ihrer Familie darüber zu reden.
Vorbeugung
Eine CT-Angiographie selbst lässt sich nicht verhindern, da sie eine Untersuchungsmethode ist. Aber Sie können dazu beitragen, dass eine Untersuchung nötig wird: durch einen gesunden Lebensstil und die Behandlung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes.
Früherkennungsprogramme
Es gibt keine routinemäßige Vorsorge‐CT‐Angiographie für gesunde Menschen. Bei bestimmten Risikogruppen (z. B. Raucher über 50 Jahre) kann Ihr Arzt eine Gefäßuntersuchung empfehlen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandelte Gefäßverengungen können zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.
- Unbehandelte Aneurysmen können platzen und innere Blutungen verursachen.
- Verschlüsse in Beinarterien können zu Schmerzen beim Gehen und im fortgeschrittenen Stadium zu Gewebeschäden (offenes Bein) führen.
Langzeitprognose
Die CT-Angiographie ist ein wichtiger Schritt, um Gefäßprobleme früh zu erkennen. Mit einer rechtzeitigen Behandlung können viele Komplikationen vermieden werden. Die Prognose ist heute dank moderner Therapien oft gut. Ihr Behandlungsteam wird gemeinsam mit Ihnen den besten Weg besprechen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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