Endometriose: CT-Untersuchung vorbereiten
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Endometriose ist eine Erkrankung, bei der Gewebe, das ähnlich wie die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut ist, außerhalb der Gebärmutter wächst. Dieses Gewebe kann Schmerzen und Entzündungen verursachen. Eine CT-Untersuchung (Computertomographie) ist ein bildgebendes Verfahren, mit dem Ihre Ärztin oder Ihr Arzt andere Ursachen Ihrer Schmerzen ausschließen kann. Bei der CT werden Röntgenbilder aus verschiedenen Winkeln aufgenommen und am Computer zu einem dreidimensionalen Bild zusammengesetzt.
Wichtige Fakten
- Endometriose ist gutartig, kann aber starke Schmerzen verursachen.
- Eine CT-Untersuchung ist schmerzfrei und dauert in der Regel nur wenige Minuten.
- Bei einer CT wird oft ein Kontrastmittel verwendet, das vor der Untersuchung getrunken oder über eine Vene gegeben wird.
Ja, Endometriose ist eine häufige Erkrankung. Schätzungen zufolge sind etwa 5 bis 10 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter betroffen.
Endometriose betrifft hauptsächlich Frauen im gebärfähigen Alter, also zwischen dem ersten Einsetzen der Monatsblutung und den Wechseljahren. Aber auch Jugendliche und Frauen in den Wechseljahren können betroffen sein.
Symptome
- Plötzlich auftretende, sehr starke Bauchschmerzen
- Fieber zusammen mit Bauchschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen zusammen mit Bauchschmerzen
- Schwindel, Ohnmacht oder Kreislaufprobleme
- ⚠Wenn die Schmerzen zunehmen und Sie sich nicht sicher sind, was zu tun ist
- ⚠Wenn Sie zusätzlich zur Bauchschmerz Blutungen außerhalb Ihrer Periode bemerken
Häufige Symptome
- Schmerzen im Unterbauch, besonders während der Menstruation
- Sehr starke Regelschmerzen
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Schmerzen beim Stuhlgang oder Wasserlassen
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Eine Theorie besagt, dass Menstruationsblut in die Eileiter zurückfließt und sich Zellen in der Bauchhöhle ansiedeln.
- Auch eine Störung des Immunsystems könnte eine Rolle spielen.
Risikofaktoren
- Frühe erste Periode (vor dem 12. Lebensjahr)
- Kurze Menstruationszyklen
- Familiäre Vorbelastung (z. B. Mutter oder Schwester mit Endometriose)
- Veränderungen der Gebärmutterform
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie anhaltende starke Schmerzen haben, die den Alltag beeinträchtigen
- Wenn Sie sich krank fühlen, Fieber haben oder sich die Schmerzen plötzlich verschlimmern
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie über mehrere Monate unter schmerzhaften Regelblutungen leiden, vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.
Diagnose
Die Diagnose von Endometriose beginnt mit einem Gespräch über Ihre Symptome und eine körperliche Untersuchung. Oft werden Ultraschall oder Kernspintomographie (MRT) eingesetzt. Eine CT-Untersuchung wird verwendet, um andere mögliche Ursachen der Schmerzen auszuschließen, zum Beispiel Entzündungen oder Darmprobleme. Die sichere Diagnose kann manchmal nur durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) gestellt werden.
Mögliche Untersuchungen
- Anamnese (Gespräch über Ihre Krankengeschichte)
- Tastuntersuchung des Bauchraums
- Ultraschall (Sonographie)
- CT-Untersuchung (Computertomographie)
- MRT (Kernspintomographie)
- Bauchspiegelung (Laparoskopie) – nur in bestimmten Fällen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die CT-Untersuchung selbst ist schmerzfrei. Sie liegen dabei auf einem Untersuchungstisch, der durch einen ringförmigen Scanner fährt. Bei der Vorbereitung müssen Sie oft einige Stunden vorher auf Essen verzichten. Möglicherweise müssen Sie ein Kontrastmittel trinken oder es wird über eine Vene gespritzt. Sie sollten bequeme Kleidung ohne Metallteile tragen und alle metallischen Gegenstände wie Schmuck ablegen. Die gesamte Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten.
Behandlung
Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern und das Wachstum der Endometrioseherde zu stoppen oder zu entfernen. Die Behandlung hängt vom Schweregrad, Ihrem Alter und Ihrem Kinderwunsch ab.
Selbsthilfe zu Hause
- Wärme anwenden, zum Beispiel mit Wärmflasche oder warmem Bad
- Sanfte Bewegung wie Yoga oder Spazierengehen
- Ausreichend Ruhe und Schlaf
- Entspannungstechniken wie Atemübungen
Medizinische Behandlungen
Es gibt verschiedene Medikamente, die das Hormongleichgewicht beeinflussen, wie kombinierte Hormonpräparate oder Gestagene. Auch Schmerzmittel können eingesetzt werden, aber nur in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. In manchen Fällen wird eine Hormonspirale empfohlen. Alle Behandlungen sollten ärztlich begleitet werden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn Medikamente nicht ausreichend helfen oder eine Endometriosezyste vorliegt, kann eine Bauchspiegelung mit Entfernung der Herde erwogen werden.
Leben mit der Erkrankung
Endometriose ist eine chronische Erkrankung. Es kann hilfreich sein, einen Schmerzkalender zu führen, um Auslöser zu erkennen. Der Alltag lässt sich oft besser gestalten, wenn Sie sich feste Zeiten für Ruhe und Bewegung einplanen.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßiger Schlaf
- Stressabbau durch Achtsamkeit oder Gespräche
- Schmerzauslöser meiden (zum Beispiel extremes Training während der Periode)
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit vielen Ballaststoffen und ausreichend Wasser kann das Wohlbefinden fördern. Sanfte Bewegung, wie Schwimmen oder Radfahren, kann die Schmerzen lindern.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Schmerzen können die Stimmung belasten und zu Angst oder Depression führen. Es ist wichtig, sich Unterstützung zu holen, zum Beispiel durch Gesprächstherapie oder Selbsthilfegruppen.
Vorbeugung
Endometriose lässt sich nicht sicher verhindern. Ein frühes Erkennen und Behandeln kann aber dazu beitragen, schwere Verläufe zu vermeiden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronische Schmerzen, die den Alltag stark beeinträchtigen
- Verwachsungen in der Bauchhöhle (zusammengewachsene Gewebeschichten)
- Verminderte Fruchtbarkeit (Schwierigkeiten, schwanger zu werden)
Langzeitprognose
Mit einer guten Behandlung und Begleitung können die meisten Frauen mit Endometriose ein erfülltes Leben führen. Auch wenn eine Heilung nicht immer möglich ist, lassen sich die Beschwerden oft gut kontrollieren.
Unterstützung finden
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Ähnliche Erkrankungen
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.