Endometriose-Schmerzen: Was bringt ein Röntgenbild?
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Endometriose ist eine häufige, gutartige Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst – zum Beispiel an den Eierstöcken, den Eileitern oder im Bauchraum. Dieses Gewebe reagiert auf den Monatszyklus und kann Schmerzen und Entzündungen verursachen. Wichtig zu wissen: Ein Röntgenbild kann Endometriose nicht sichtbar machen. Dafür sind andere Untersuchungen wie Ultraschall oder Magnetresonanztomographie (MRT) geeignet.
Wichtige Fakten
- Endometriose betrifft viele Frauen im gebärfähigen Alter.
- Röntgenbilder sind für die Diagnose meist nicht hilfreich.
- Mit Ultraschall und MRT lässt sich die Erkrankung oft erkennen.
Ja. Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Man geht davon aus, dass etwa jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter betroffen ist.
Sie tritt meist bei Frauen und Mädchen zwischen der ersten Regelblutung und den Wechseljahren auf. Auch junge Frauen können bereits betroffen sein.
Symptome
- Rufen Sie sofort den Notruf 112 an, wenn Sie plötzliche, sehr starke Schmerzen im Bauchraum haben.
- Rufen Sie den Notruf an, wenn Sie mit starken Schmerzen ohnmächtig werden oder einen Kreislaufzusammenbruch erleiden.
- Rufen Sie den Notruf an, wenn eine starke Blutung außerhalb der Regel zusammen mit starken Schmerzen auftritt.
- ⚠Starke Schmerzen mit Fieber
- ⚠Schmerzen, die immer schlimmer werden und nicht aufhören
- ⚠Schmerzen, die den Alltag unerträglich machen
Häufige Symptome
- Starke Schmerzen während der Regelblutung
- Chronische Schmerzen im Unterleib
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Schmerzen beim Wasserlassen oder Stuhlgang
- Ungewollter Kinderwunsch
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt.
- Vermutlich spielen Hormone, das Immunsystem und ein Rückfluss von Regelblut eine Rolle.
- Eine familiäre Häufung ist möglich.
Risikofaktoren
- Frühe erste Regelblutung
- Kurzer Zyklus
- Familiäre Vorbelastung
- Keine früheren Schwangerschaften
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Starke Schmerzen, die den Alltag einschränken
- Fieber und Bauchschmerzen
- Akute starke Schmerzen, die nicht weggehen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie regelmäßig unter starken Regelschmerzen leiden, sprechen Sie bei der nächsten gynäkologischen Untersuchung darüber.
- Wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt, ist ein Arztbesuch ratsam.
Diagnose
Die Diagnose beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über Ihre Symptome und einer gynäkologischen Untersuchung. Danach folgen oft ein Ultraschall (Sonographie) und manchmal eine Magnetresonanztomographie (MRT). Röntgenaufnahmen spielen dabei keine Rolle, weil sie Weichteile wie die Gebärmutter oder die Eierstöcke nicht gut darstellen können. In einigen Fällen kann eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) helfen, Endometriose sicher zu erkennen.
Mögliche Untersuchungen
- Ultraschall (Sonographie)
- Magnetresonanztomographie (MRT)
- Bauchspiegelung (Laparoskopie)
- Gynäkologische Tastuntersuchung – zur Orientierung, nicht als Röntgenuntersuchung
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchungen sind meist schmerzfrei oder nur kurz unangenehm. Bei einer Ultraschalluntersuchung liegen Sie auf dem Rücken, und der Arzt oder die Ärztin führt einen Stab in die Scheide ein – das dauert nur wenige Minuten. Über den Befund sprechen Sie anschließend gemeinsam. Manchmal kann die genaue Diagnose etwas dauern – das ist normal.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Ihren Beschwerden, Ihrem Alter und ob Sie sich ein Kind wünschen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Schmerzen zu lindern und die Krankheit in den Griff zu bekommen.
Selbsthilfe zu Hause
- Wärmflasche oder warme Bäder
- Entspannungsübungen wie Yoga oder Atemtechniken
- Sanfte Bewegung
- Stressabbau
Medizinische Behandlungen
Schmerzlindernde Medikamente können helfen, sollten aber immer mit einem Arzt abgestimmt werden. Auch Hormontherapien wie die Pille oder Hormonspiralen werden häufig eingesetzt, um das Gewebe nicht weiter wachsen zu lassen. Entzündungshemmende Mittel sind ebenfalls möglich. Welche Behandlung genau zu Ihnen passt, entscheidet Ihr Arzt oder Ihre Ärztin individuell – bitte fragen Sie dort nach.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn die Schmerzen sehr stark sind oder eine hormonelle Behandlung nicht hilft, kann eine Bauchspiegelung helfen. Dabei kann der Arzt oder die Ärztin Endometrioseherde entfernen. Das ist eine Operation in Vollnarkose.
Leben mit der Erkrankung
Lernen Sie, Ihren Zyklus zu beobachten und Schmerztage einzuplanen. Gönnen Sie sich Ruhe, wenn es nötig ist. Viele Frauen kommen gut mit der Erkrankung zurecht, wenn sie ihren eigenen Weg finden.
Tipps für den Alltag
- Ausreichend Schlaf
- Bewegung, die guttut – zum Beispiel Radfahren oder Schwimmen
- Achtsamkeit und Entspannung
Ernährung und Bewegung
Es gibt keine spezielle Diät. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkorn kann das Wohlbefinden unterstützen. Manche Frauen berichten, dass weniger Koffein und Alkohol hilft. Bewegung kann krampflösend wirken.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Schmerzen können die Seele belasten. Es ist wichtig, auch darüber zu sprechen. Wer Unterstützung braucht, kann sich an eine psychologische Beratung wenden – oder an eine der vielen Selbsthilfegruppen für Endometriose.
Vorbeugung
Endometriose lässt sich nicht sicher verhindern. Aber eine frühe Diagnose und konsequente Behandlung können schwerere Verläufe vermeiden. Wenn Sie starke Schmerzen haben, zögern Sie nicht, ärztlichen Rat zu holen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandelt können die Schmerzen zunehmen.
- Es können Zysten an den Eierstöcken entstehen.
- Manchmal ist eine Schwangerschaft erschwert.
Langzeitprognose
Die gute Nachricht: Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten, und die meisten Frauen finden einen Weg, mit der Erkrankung gut zu leben. Auch bei fortgeschrittener Endometriose ist eine Schwangerschaft möglich – zum Beispiel nach einer Operation.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.