Warten auf die Ergebnisse der Bildgebung bei Erektionsstörungen
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Erektile Bildgebung ist ein spezielles Untersuchungsverfahren, bei dem mit Ultraschall oder anderen bildgebenden Verfahren die Blutgefäße im Penis angeschaut werden. Damit können Ärzte feststellen, ob eine Erektionsstörung durch eine Durchblutungsstörung verursacht wird. Die Untersuchung selbst ist schmerzfrei und dauert meist nur wenige Minuten. Das Warten auf die Ergebnisse kann aber verunsichern – das ist normal.
Wichtige Fakten
- Die Untersuchung ist schmerzfrei und ohne Risiko.
- Sie hilft herauszufinden, ob die Blutgefäße im Penis richtig funktionieren.
- Die Ergebnisse liegen oft erst nach einigen Tagen vor, weil sie von Spezialisten ausgewertet werden.
- Ein normales Ergebnis bedeutet nicht, dass keine Behandlung möglich ist – es gibt viele Therapieansätze.
Erektionsstörungen sind weit verbreitet: Etwa jeder zehnte Mann ist betroffen. Eine Bildgebung wird aber nicht bei jedem durchgeführt – sie kommt vor allem dann infrage, wenn andere Untersuchungen keine klare Ursache ergeben haben.
Betroffen sind Männer jeden Alters, besonders aber Männer über 50. Auch jüngere Männer können eine solche Untersuchung benötigen, zum Beispiel nach einem Unfall oder bei bestimmten Grunderkrankungen.
Symptome
- Eine sehr schmerzhafte Erektion, die länger als vier Stunden anhält (auch ohne sexuelle Erregung) – das ist ein Notfall! Rufen Sie sofort die 112.
- ⚠Plötzlicher starker Schmerz im Genitalbereich
- ⚠Schwellung oder Verfärbung des Penis
- ⚠Fieber verbunden mit den Beschwerden – suchen Sie noch am selben Tag eine Arztpraxis oder eine Klinik auf.
Häufige Symptome
- Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen oder zu halten
- Nachlassende Steifheit der Erektion
- Längere Wartezeit auf Ergebnisse – verbunden mit Angst oder Unsicherheit
Ursachen
Hauptursachen
- Durchblutungsstörungen der kleinen Schwellkörpergefäße (oft durch Arteriosklerose)
- Schädigung von Nerven, zum Beispiel nach Operationen im Beckenbereich
- Psychische Belastungen wie Stress oder Leistungsdruck
- Folge von Diabetes, Bluthochdruck oder erhöhten Blutfettwerten
Risikofaktoren
- Rauchen
- Übergewicht und Bewegungsmangel
- Hoher Blutdruck und Diabetes
- Alter
- Bestimmte Medikamente – sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie neue, starke Schmerzen im Penis bemerken
- Wenn eine Erektion länger als vier Stunden anhält
- Wenn Sie Fieber oder starke Schwellungen im Genitalbereich haben
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Ihre Erektionsprobleme länger als sechs Monate bestehen
- Wenn Sie unsicher sind, was die Bildgebung ergeben hat
- Wenn Sie Fragen zu den Ergebnissen haben – Ihr Arzt kann sie verständlich erklären
Diagnose
Die Diagnose wird mithilfe einer Ultraschalluntersuchung (auch Doppler-Sonografie genannt) gestellt. Dabei wird ein kleines Gerät auf die Haut des Penis aufgesetzt, das die Blutfließgeschwindigkeit in den Gefäßen misst. Die Untersuchung ist ungefährlich und schmerzfrei.
Mögliche Untersuchungen
- Doppler-Ultraschall der Penisgefäße
- Messung des Blutdrucks im Penis
- Eventuell eine Magnetresonanztomografie (MRT), wenn andere Details untersucht werden müssen
- Eine Blutuntersuchung zur Kontrolle von Zucker-, Fett- und Hormonwerten
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie liegen oder stehen während der Untersuchung bequem. Ein Arzt führt den Ultraschallkopf vorsichtig über die Haut. Möglicherweise wird vorher ein Medikament gegeben, das die Blutgefäße erweitert – das dient nur der Messung und ist nicht die eigentliche Therapie. Nach der Untersuchung können Sie sofort nach Hause gehen. Die Ergebnisse werden Ihnen meist bei einem späteren Termin erklärt.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der gefundenen Ursache. Es gibt verschiedene Ansätze, die von der Verbesserung der Durchblutung bis zur psychologischen Beratung reichen. Ihr Arzt wird gemeinsam mit Ihnen den passenden Weg wählen. Wichtig: Es gibt nicht die eine Pille für alle – die Therapie ist individuell.
Selbsthilfe zu Hause
- Reduzieren Sie Stress durch Entspannungsübungen oder Sport
- Sprechen Sie offen mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner
- Vermeiden Sie übermäßigen Alkohol- und Nikotinkonsum
- Bewegen Sie sich regelmäßig, zum Beispiel täglich 30 Minuten zügiges Gehen
Medizinische Behandlungen
Es gibt Medikamente, die die Durchblutung fördern und die Erektionsfähigkeit verbessern können. Diese werden jedoch nur von einem Arzt verschrieben und müssen genau auf Ihre Gesundheit abgestimmt sein. Auch eine Schwellkörper-Injektion oder eine Vakuumpumpe können in bestimmten Fällen eingesetzt werden. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Arzt beraten.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt nur in seltenen Fällen infrage, zum Beispiel wenn Gefäßverletzungen die Ursache sind oder wenn ein Penisimplantat gewünscht wird. Diese Entscheidung wird immer individuell und nach ausführlicher Beratung getroffen.
Leben mit der Erkrankung
Die Zeit des Wartens und die Ergebnisse können emotional belasten. Geben Sie sich selbst Zeit und suchen Sie das Gespräch – mit Ihrem Arzt, Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner. Sie sind nicht allein: Erektionsstörungen betreffen viele Männer, und die meisten Ursachen sind behandelbar.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung verbessert die Durchblutung
- Achten Sie auf gesunden Schlaf und ausreichend Erholung
- Rauchen Sie nicht, denn Nikotin verengt die Blutgefäße
- Halten Sie Ihr Gewicht im normalen Bereich
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sowie wenig tierischem Fett unterstützt die Gefäßgesundheit. Empfehlenswert ist auch Ausdauersport wie Schwimmen, Radfahren oder Walking.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Sorge um die eigene Sexualität kann zu Ängsten, Schamgefühlen und sogar Depressionen führen. Das ist verständlich. Es ist wichtig, diese Belastung ernst zu nehmen und sich Unterstützung zu holen. Auch eine psychologische Beratung kann helfen – und ist kein Zeichen von Schwäche.
Vorbeugung
Erektionsstörungen lassen sich nicht immer verhindern, aber ein gesunder Lebensstil senkt das Risiko deutlich. Dazu gehören Nichtrauchen, Bewegung, normale Blutzucker- und Blutdruckwerte sowie der bewusste Umgang mit Stress.
Früherkennungsprogramme
Es gibt keine routinemäßige Vorsorgeuntersuchung speziell für Erektionsstörungen. Im Rahmen von Check-ups ab 35 Jahren kann der Hausarzt jedoch Gefäßrisiken erkennen und behandeln, bevor Probleme auftreten.
Komplikationen
Unbehandelt
- Anhaltende psychische Belastung durch ungeklärte Beschwerden
- Mögliche Verschlechterung einer Durchblutungsstörung
- Beziehungsprobleme durch fehlende Kommunikation
Langzeitprognose
Die meisten Ursachen einer Erektionsstörung sind heutzutage gut behandelbar. Auch wenn die Bildgebung Auffälligkeiten zeigt, gibt es wirksame Therapien. Mit einer offenen Haltung und der richtigen Unterstützung können die meisten Männer wieder ein erfülltes Sexualleben führen.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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