Fieber und MRT: Was Sie erwartet
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Fieber ist eine erhöhte Körpertemperatur, die oft auf eine Infektion hinweist. In manchen Fällen reichen die üblichen Untersuchungen nicht aus, um die Ursache zu finden. Dann kann eine Magnetresonanztomographie (MRT) helfen, Entzündungen oder Gewebeveränderungen sichtbar zu machen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie eine MRT abläuft und was Sie bei Fieber dabei erwartet.
Wichtige Fakten
- Ein MRT ist eine schmerzfreie Untersuchung mit starken Magnetfeldern und Radiowellen.
- Bei Fieber kann ein MRT versteckte Infektionsherde oder Entzündungen aufspüren.
- Die Untersuchung dauert in der Regel 20 bis 45 Minuten.
Ein MRT bei Fieber wird seltener durchgeführt als Blutuntersuchungen oder Ultraschall. Es kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn unklar ist, woher das Fieber kommt, und wenn andere Untersuchungen keine eindeutige Antwort liefern.
Ein MRT kann bei Menschen jeden Alters nötig sein – von Säuglingen bis zu älteren Erwachsenen. Besonders häufig wird es bei unklarem Fieber (sogenanntem Fieber unklarer Ursache) eingesetzt, zum Beispiel wenn der Verdacht auf eine Entzündung im Bauchraum, im Gehirn oder an den Knochen besteht.
Symptome
- Fieber mit steifem Nacken und heftigen Kopfschmerzen (kann auf eine Hirnhautentzündung hinweisen)
- Wenn der Betroffene kaum ansprechbar ist oder einen Krampfanfall hat
- Atemnot oder bläuliche Lippen
- Kleine rötlich-violette Punkte auf der Haut, die nicht wegdrückbar sind
- ⚠Hohes Fieber über 40 °C, das nicht sinkt
- ⚠Anhaltendes Fieber über mehr als 3 Tage
- ⚠Ausgeprägter Durchfall oder Erbrechen mit Anzeichen von Austrocknung
- ⚠Brennende Schmerzen beim Wasserlassen oder sichtbarer Eiter in einer Wunde
Häufige Symptome
- Erhöhte Körpertemperatur (meist über 38 °C)
- Schüttelfrost und Frösteln
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Vermehrtes Schwitzen
Symptome bei Kindern
- Fieberkrampf (Wildes Zucken und Bewusstseinsverlust – sofort den Notruf 112 wählen!)
- Trinkverweigerung oder eingeschränkte Flüssigkeitsaufnahme
- Auffällige Teilnahmslosigkeit (das Kind ist kaum erweckbar)
- Hautausschlag zusätzlich zum Fieber
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Fieber manchmal gar nicht oder nur gering ausgeprägt (unter 38 °C)
- Verwirrtheit oder zeitliche Desorientierung
- Schwäche und vermehrte Stürze
- Rascher körperlicher Rückgang innerhalb weniger Tage
Ursachen
Hauptursachen
- Viren oder Bakterien (z. B. Atemwegsinfektionen, Harnwegsinfekte, Magen-Darm-Infektionen)
- Nicht-infektionsbedingte Entzündungen (z. B. Rheuma, entzündliche Darmerkrankungen)
- Abszesse (eingekapselte Eiteransammlungen im Körper)
- Tumore oder Blutgerinnungsstörungen (selten)
Risikofaktoren
- Geschwächtes Immunsystem (z. B. durch Medikamente oder chronische Erkrankungen)
- Kürzliche Operationen oder Krankenhausaufenthalte
- Auslandsaufenthalte in Regionen mit besonderen Infektionskrankheiten
- Offene Wunden oder Hautverletzungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn das Fieber länger als 3 Tage anhält
- Wenn zusätzlich starke Schmerzen, Verwirrtheit oder Kreislaufprobleme auftreten
- Wenn ein Säugling unter 3 Monaten Fieber hat
- Bei Schwangeren stets bei Fieber ärztlichen Rat einholen
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie regelmäßig Fieber haben und der Hausarzt Sie zu einer MRT überweist
- Wenn Sie chronische Grunderkrankungen haben (z. B. Diabetes, Herzkrankheiten) und Fieber bekommen
- Um die MRT-Vorbereitung (z. B. Aufklärungsgespräch) zu planen
Diagnose
Um die Ursache des Fiebers zu finden, steht am Anfang immer das ärztliche Gespräch mit einer körperlichen Untersuchung. Wichtig sind Blut- und Urinuntersuchungen. Wenn diese keine eindeutige Antwort geben, kann eine MRT helfen. Sie zeigt entzündete Gewebe oder Ansammlungen von Eiter in hoher Auflösung.
Mögliche Untersuchungen
- Anamnese (ausführliches Gespräch über Beschwerden, Reisen und Vorerkrankungen)
- Körperliche Untersuchung (Abtasten, Abhören, Blick in den Rachen)
- Blutentnahme und Untersuchung der Entzündungswerte
- Urintest und ggf. Röntgen des Brustkorbs
- Magnetresonanztomographie (MRT) mit oder ohne Kontrastmittel
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor der MRT müssen Sie Schmuck, Uhren und Gegenstände mit Metall ablegen. Sie liegen in einer engen Röhre, die während der Aufnahmen ein lautes Klopfen von sich gibt. Manche Menschen bekommen Kopfhörer oder Ohrstöpsel. Sie können über eine Sprechanlage jederzeit mit dem Personal sprechen. Die Untersuchung dauert je nach Fragestellung 20 bis 45 Minuten. Am Tag danach können Sie mit dem Ergebnis rechnen – Ihr Arzt bespricht es mit Ihnen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Fiebers. Steht eine Infektion im Vordergrund, behandelt der Arzt diese gezielt. Bei Entzündungen ohne Bakterien kommen andere Therapien infrage. Ein MRT ändert an der Behandlung selbst nichts – es liefert nur Aufschluss über die Ursache.
Selbsthilfe zu Hause
- Ausreichend trinken (Wasser oder ungesüßter Tee), um Flüssigkeitsverluste auszugleichen
- Körperliche Schonung und ausreichend Schlaf
- Leichte Kleidung und warme (nicht zu warme) Decken, um Wärmestau zu vermeiden
- Regelmäßiges Fiebermessen und Notieren des Verlaufs
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache können Ärztinnen und Ärzte entzündungshemmende oder fiebersenkende Mittel verordnen. Bei bakteriellen Infektionen werden manchmal Antibiotika eingesetzt. Diese müssen genau nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden. Zur Behandlung von Abszessen kann eine kleine Operation nötig sein, bei der der Eiter entlastet wird.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn ein Abszess (eine Eiteransammlung) die Ursache ist und er nicht von selbst abheilt, kann ein kleiner operativer Eingriff nötig sein, um den Eiter zu entfernen.
Leben mit der Erkrankung
Während die Ursache abgeklärt wird, sollten Sie auf Ihren Körper hören. Gönnen Sie sich Ruhe, trinken Sie genug und beobachten Sie den Verlauf des Fiebers. Eine MRT ist keine Belastung – danach können Sie Ihren Alltag fortsetzen, sobald Sie sich dazu in der Lage fühlen.
Tipps für den Alltag
- Stress vermeiden und nicht zu früh wieder voll belasten
- Genügend schlafen und auf eine ausgewogene Ernährung achten
- Bei Fieber und Erschöpfung die Arbeitsstelle kontaktieren und gesund werden
- Haustierkontakt und enge Begegnungen vermeiden, bis die Ursache geklärt ist – zum Schutz anderer
Ernährung und Bewegung
Eine leichte, vitaminreiche Kost unterstützt den Körper. Kein hartes Sporttraining während einer fieberhaften Erkrankung – gehen Sie es langsam an und steigern Sie die Aktivität erst nach Abklingen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Anhaltendes oder unklares Fieber kann belastend sein. Es ist verständlich, wenn Sie sich Sorgen machen und ungeduldig werden. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder einer Vertrauensperson über Ihre Gedanken. Es ist in Ordnung, Unterstützung zu suchen, wenn die Anspannung groß ist.
Vorbeugung
Viele Ursachen von Fieber lassen sich nicht grundsätzlich verhindern. Durch gute Hygiene und ein stabiles Immunsystem lässt sich das Risiko für Infektionen jedoch senken.
Impfungen
Nicht alle Fieber-Ursachen sind durch Impfungen verhinderbar. Einige Infektionen wie Grippe oder Pneumokokken können durch Impfungen geschützt werden – sprechen Sie mit Ihrer Arztpraxis über die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein routinemäßiges Screening für Fieber. Bei unklaren Beschwerden oder wiederholtem Fieber sind regelmäßige ärztliche Kontrollen sinnvoll.
Komplikationen
Unbehandelt
- Eine unbehandelte bakterielle Infektion kann sich verschlimmern und z. B. eine Blutvergiftung (Sepsis) auslösen – dann ist schnelles Handeln lebenswichtig.
- Ein Abszess kann weiter wachsen und benachbarte Organe oder Gewebe schädigen.
- Bei älteren Menschen kann Fieber mit Verwirrtheit einhergehen und Stürze begünstigen.
Langzeitprognose
Mit einer genauen Diagnose wird auch die Behandlung treffsicherer. Viele fieberhafte Erkrankungen klingen vollständig aus, und auch ernstere Ursachen lassen sich heute mit modernen Verfahren meist gut behandeln. Das MRT hilft Ihnen und Ihrem Arzt, Klarheit zu schaffen und den weiteren Weg sicher zu wählen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.