MRT-Untersuchung: Was Sie erwartet
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein bildgebendes Verfahren, das starke Magnetfelder und Radiowellen nutzt, um detaillierte Bilder vom Inneren des Körpers zu erstellen. Es wird keine Röntgenstrahlung verwendet, und die Untersuchung ist schmerzfrei.
Wichtige Fakten
- Die MRT ist ein schmerzfreies Verfahren ohne Strahlenbelastung.
- Die Untersuchung dauert in der Regel 15 bis 60 Minuten.
- Sie liegen während der Aufnahmen in einer Röhre – das kann beengend wirken.
MRT-Untersuchungen sind sehr verbreitet und werden in Deutschland in vielen Krankenhäusern und Radiologiepraxen durchgeführt.
Eine MRT kann bei Menschen jeden Alters durchgeführt werden, auch bei Kindern. Für Personen mit bestimmten Implantaten (z. B. Herzschrittmacher) ist eine MRT oft nicht geeignet.
Symptome
- Wenn Sie während der Untersuchung starke Schmerzen, plötzliche Atemnot oder eine allergische Reaktion (z. B. Schwellung von Gesicht oder Hals) bemerken, informieren Sie sofort das Personal. In Notfällen wählen Sie die 112.
- ⚠Wenn Sie nach der MRT mit Kontrastmittel Hautausschlag, Juckreiz oder zunehmende Schwellungen bemerken, suchen Sie noch am selben Tag ärztliche Hilfe auf.
Häufige Symptome
- Engegefühl oder leichte Unruhe während der Untersuchung
- Wärmegefühl im untersuchten Bereich durch das Magnetfeld
- Laute Klopf- und Brummgeräusche, für die Sie einen Gehörschutz erhalten
- Taubheitsgefühl, wenn Sie längere Zeit still liegen müssen
Symptome bei Kindern
- Kinder bekommen immer einen Gehörschutz, manchmal auch über Kopfhörer Musik zur Beruhigung.
- In seltenen Fällen kann eine leichte Beruhigung vom Arzt verordnet werden, um Stillhalten zu ermöglichen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Erwachsene mit Bewegungseinschränkungen benötigen eventuell Hilfe, um die richtige Lage auf der Liege zu finden.
- Bei Gelenkschmerzen kann das lange Liegen unangenehm sein; eine bequeme Lagerung wird vorher abgesprochen.
Ursachen
Hauptursachen
- Ihr Arzt kann eine MRT anordnen, um Verletzungen an Gelenken, Bändern oder Knorpeln zu beurteilen.
- Zur Abklärung von Kopfschmerzen, Schwindel oder neurologischen Ausfällen kann eine MRT des Gehirns sinnvoll sein.
- Eine MRT kann helfen, Bandscheibenvorfälle, Tumore oder Entzündungen zu erkennen.
- Zur Untersuchung innerer Organe wie Leber, Nieren oder Prostata wird die MRT ebenfalls eingesetzt.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie vor Ihrem MRT-Termin starke Schmerzen haben, die nicht nachlassen, oder sich Ihre Beschwerden plötzlich verschlimmern, suchen Sie sofort einen Arzt auf.
- Nach der MRT bei Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Kontrastmittel (z. B. Atembeschwerden, Schwellung von Gesicht oder Hals) – wählen Sie den Notruf 112.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Ihr Arzt Ihnen eine MRT empfohlen hat, vereinbaren Sie einen Termin. Sie müssen nicht vorher noch einmal zum Arzt, es sei denn, es treten neue Symptome auf.
Diagnose
Die MRT selbst stellt keine Diagnose, sondern liefert Bilder, die Ihr Arzt zusammen mit Ihrer Krankengeschichte und anderen Untersuchungen auswertet, um die Ursache Ihrer Beschwerden zu finden.
Mögliche Untersuchungen
- Eine MRT kann als alleinige Untersuchung oder zusammen mit weiteren bildgebenden Verfahren wie Röntgen oder CT durchgeführt werden.
- Manchmal wird vor der MRT ein Kontrastmittel in eine Vene gespritzt, um bestimmte Strukturen besser sichtbar zu machen. Das wird vorab mit Ihnen besprochen.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie liegen auf einer Liege, die in eine röhrenförmige Öffnung geschoben wird. Es ist wichtig, während der Aufnahmen ganz ruhig zu liegen. Sie erhalten einen Gehörschutz und können über eine Gegensprechanlage mit dem Personal sprechen. Die Untersuchung ist schmerzfrei, lediglich die Geräusche und das enge Raumgefühl können ungewohnt sein.
Behandlung
Die MRT ist ein Diagnoseverfahren, keine Behandlung. Die Behandlung richtet sich nach der später gestellten Diagnose.
Selbsthilfe zu Hause
- Wenn Sie Angst vor engen Räumen haben, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt – es gibt Möglichkeiten wie eine leichte Beruhigung oder eine sogenannte offene MRT.
- Tragen Sie bequeme Kleidung ohne Metallteile und legen Sie Schmuck, Uhren und Piercings ab.
- Entspannen Sie sich: In vielen Einrichtungen können Sie während der Untersuchung Musik über Kopfhörer hören.
Medizinische Behandlungen
Da die MRT selbst keine Behandlung ist, wird keine medikamentöse Therapie durchgeführt. Sollte während der Untersuchung eine Erkrankung festgestellt werden, bespricht Ihr Arzt mit Ihnen die geeigneten Therapieoptionen.
Leben mit der Erkrankung
Nach der MRT gibt es keine Einschränkungen. Falls Sie ein Kontrastmittel erhalten haben, wird Ihnen empfohlen, viel zu trinken, damit es schneller ausgeschieden wird.
Tipps für den Alltag
- Informieren Sie das Personal vorab über alle Implantate oder Metallteile in Ihrem Körper, auch über Tätowierungen mit metallhaltigen Farben.
- Wenn Sie starke Platzangst haben, fragen Sie nach einer offenen MRT oder Begleitung durch eine vertraute Person.
Ernährung und Bewegung
Es gibt keine speziellen Diät- oder Bewegungsvorgaben vor oder nach der MRT, es sei denn, Ihr Arzt gibt Ihnen besondere Anweisungen (z. B. nüchtern bleiben für eine Untersuchung des Bauchraums).
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine MRT-Untersuchung kann bei Menschen mit Platzangst Unbehagen oder Stress auslösen. Scheuen Sie sich nicht, vorab mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen. Atemübungen oder in Absprache eine leichte Beruhigung können helfen.
Vorbeugung
Die MRT ist ein Diagnosewerkzeug und keine Krankheit, die verhindert werden muss. Sie dient dazu, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und richtig behandeln zu können.
Früherkennungsprogramme
Für bestimmte Fragestellungen, wie z. B. familiär bedingte Erkrankungen, kann eine MRT zur Früherkennung eingesetzt werden. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Da eine MRT selbst keine Behandlung ist, hat das Auslassen der Untersuchung keine direkten körperlichen Komplikationen. Allerdings kann das Unterlassen einer empfohlenen MRT dazu führen, dass eine ernsthafte Erkrankung unentdeckt bleibt.
Langzeitprognose
Die MRT liefert hochdetaillierte Bilder, die in Kombination mit anderen Untersuchungen eine präzise Diagnose ermöglichen. In den allermeisten Fällen ist sie völlig harmlos und gut verträglich. Sollten Sie Kontrastmittel erhalten haben, bilden sich die Substanzen schnell zurück.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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