Vorbereitung auf eine CT-Untersuchung bei Hämorrhoiden
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Hämorrhoiden sind geschwollene Blutgefäße im Bereich des Enddarms. Eine CT-Untersuchung (Computertomographie) ist ein bildgebendes Verfahren, das detaillierte Querschnittsbilder des Körpers erstellt. Sie wird manchmal eingesetzt, um andere Ursachen für Beschwerden wie Blutungen oder Schmerzen auszuschließen, zum Beispiel Tumore oder Entzündungen. Die Vorbereitung auf eine CT bei Hämorrhoiden umfasst meist spezielle Maßnahmen für den Darm und die Ernährung.
Wichtige Fakten
- Eine CT-Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
- Zur Vorbereitung müssen Sie den Darm entleeren, damit die Bilder klar werden.
- Die Strahlenbelastung ist gering und wird von Ihrem Arzt sorgfältig abgewogen.
- Hämorrhoiden sind keine gefährliche Erkrankung, aber eine CT kann helfen, andere Probleme auszuschließen.
Ja, Hämorrhoiden sind sehr häufig. Etwa jeder zweite Erwachsene hat im Laufe des Lebens irgendwann damit zu tun. Eine CT-Untersuchung wegen Hämorrhoiden wird aber nur in bestimmten Fällen empfohlen.
Hämorrhoiden können in jedem Alter auftreten, sind aber bei Erwachsenen über 45 Jahren und während der Schwangerschaft besonders häufig. Auch Menschen mit Übergewicht, Bewegungsmangel oder einer chronischen Verstopfung haben ein höheres Risiko.
Symptome
- Starke Blutungen aus dem After, die nicht aufhören
- Plötzliche, starke Schmerzen im Afterbereich
- Zeichen eines Kreislaufschocks (Schwindel, Ohnmacht, blasse Haut)
- ⚠Wiederholte Blutungen, auch wenn sie gering sind
- ⚠Starke Schmerzen, die den Alltag beeinträchtigen
- ⚠Fieber oder Schüttelfrost, besonders nach einer Hämorrhoiden-Behandlung
Häufige Symptome
- Blutungen beim Stuhlgang – hellrotes Blut auf dem Toilettenpapier oder im Stuhl
- Juckreiz oder Brennen im Afterbereich
- Schwellungen oder Knoten rund um den After
- Schmerzen beim Sitzen oder Stuhlgang
- Gefühl, den Darm nicht vollständig entleeren zu können
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern sind Hämorrhoiden selten. Die Symptome können aber ähnlich sein: Blutungen, Juckreiz oder Schmerzen beim Stuhlgang.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen können Hämorrhoiden stärker ausgeprägt sein, da das Bindegewebe schwächer wird.
- Auch Begleiterkrankungen wie Verstopfung oder langes Sitzen können die Beschwerden verstärken.
Ursachen
Hauptursachen
- Dauerhafter Druck auf die Blutgefäße im Enddarm – zum Beispiel durch starkes Pressen beim Stuhlgang
- Schwaches Bindegewebe, das die Blutgefäße nicht mehr richtig stützt
- Langes Sitzen auf der Toilette oder im Alltag
Risikofaktoren
- Chronische Verstopfung oder Durchfall
- Übergewicht
- Schwangerschaft und Geburt
- Bewegungsmangel
- Ernährung mit wenig Ballaststoffen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie starke Blutungen haben
- Wenn die Schmerzen plötzlich und sehr heftig sind
- Wenn Sie Zeichen einer Infektion bemerken (Fieber, Rötung, Eiter)
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie immer wieder Blut am Stuhl bemerken
- Wenn Hämorrhoiden-Beschwerden länger als eine Woche anhalten
- Vor einer geplanten CT-Untersuchung zur Abklärung der Hämorrhoiden
Diagnose
Der Arzt kann Hämorrhoiden oft schon durch eine Tastuntersuchung (digitale rektale Untersuchung) oder eine kurze Enddarmspiegelung (Proktoskopie) erkennen. Eine CT-Untersuchung wird in der Regel nur dann eingesetzt, wenn die genaue Ursache der Beschwerden unklar ist oder andere Erkrankungen wie Tumore ausgeschlossen werden müssen.
Mögliche Untersuchungen
- Digitale rektale Untersuchung (Tastuntersuchung mit dem Finger)
- Proktoskopie (Spiegelung des Enddarms mit einem kleinen Röhrchen)
- CT-Untersuchung (Computertomographie) – manchmal mit Kontrastmittel
- Koloskopie (Darmspiegelung) – falls der Arzt eine Erkrankung des gesamten Dickdarms ausschließen möchte
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Für eine CT-Untersuchung des Enddarms müssen Sie Ihren Darm vorbereiten. Das bedeutet meist: einen Tag vorher nur leichte, ballaststoffarme Kost essen, viel trinken und ein Abführmittel einnehmen, das Ihr Arzt Ihnen verordnet. Am Tag der Untersuchung sollten Sie nüchtern sein (nichts essen, nur klare Flüssigkeiten). Vor der CT wird ein kleines Röhrchen in den Enddarm eingeführt, um Luft oder Kontrastmittel zu geben – das kann kurz unangenehm sein, tut aber nicht weh. Die CT selbst dauert nur wenige Minuten.
Behandlung
Die Behandlung von Hämorrhoiden richtet sich nach der Schwere der Beschwerden. Oft helfen schon einfache Maßnahmen. Wenn die Hämorrhoiden starke Probleme bereiten, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten – von Salben bis zu kleinen Eingriffen.
Selbsthilfe zu Hause
- Führen Sie eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
- Trinken Sie ausreichend Wasser (mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag).
- Vermeiden Sie starkes Pressen beim Stuhlgang.
- Bewegen Sie sich regelmäßig – schon ein Spaziergang hilft.
- Legen Sie warme Sitzbäder ein (10–15 Minuten, nicht zu heiß).
- Benutzen Sie weiches Toilettenpapier oder feuchte Tücher.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen Salben oder Zäpfchen verschreiben, die die Beschwerden lindern – zum Beispiel mit entzündungshemmenden oder schmerzstillenden Wirkstoffen. In der Arztpraxis gibt es auch Behandlungsmöglichkeiten wie Gummibandligatur (Abschnüren der Hämorrhoide) oder Verödung (Sklerotherapie). Diese Eingriffe sind meist kurz und ohne Vollnarkose möglich.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt nur bei sehr schweren, immer wiederkehrenden oder stark vergrößerten Hämorrhoiden in Frage. Das ist selten nötig. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob eine Operation infrage kommt.
Leben mit der Erkrankung
Mit Hämorrhoiden können Sie gut leben, wenn Sie auf eine gesunde Verdauung achten. Vermeiden Sie langes Sitzen und versuchen Sie, täglich Bewegung einzuplanen. Bei akuten Beschwerden helfen die Selbsthilfemaßnahmen. Wichtig ist, regelmäßig zum Arzt zu gehen, um den Verlauf zu kontrollieren.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung.
- Trinken Sie genug.
- Bewegen Sie sich regelmäßig.
- Vermeiden Sie langes Sitzen – stehen Sie zwischendurch auf.
- Gehen Sie bei Stuhldrang sofort zur Toilette und drücken Sie nicht zu stark.
Ernährung und Bewegung
Eine ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkorn, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten macht den Stuhl weicher. Trinken Sie dazu mindestens 1,5 Liter am Tag. Bewegung wie Spazierengehen, Schwimmen oder Radfahren fördert die Darmtätigkeit und entlastet die Blutgefäße.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Hämorrhoiden sind ein Tabuthema und können deshalb Scham oder Angst auslösen. Manche Menschen vermeiden deshalb den Arztbesuch. Das ist nicht nötig – fast jeder hat das Thema schon einmal gehabt. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt. Bei anhaltender Belastung können psychologische Beratungsstellen helfen.
Vorbeugung
Ja, Sie können das Risiko für Hämorrhoiden senken, indem Sie auf eine gesunde Verdauung und ausreichend Bewegung achten. Vermeiden Sie Übergewicht und langes Sitzen. Wenn Sie schon Hämorrhoiden haben, können Sie durch diese Maßnahmen verhindern, dass sie schlimmer werden.
Früherkennungsprogramme
Es gibt keine spezielle Vorsorgeuntersuchung nur für Hämorrhoiden. Aber bei der Darmkrebsvorsorge (ab 50 Jahren) wird oft auch der Enddarm untersucht – dabei können Hämorrhoiden zufällig entdeckt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
Komplikationen
Unbehandelt
- Blutungen, die zu Blutarmut (Anämie) führen können
- Eingeklemmte Hämorrhoiden mit starken Schmerzen
- Bildung von Blutgerinnseln (Thrombose) in der Hämorrhoide – dann spricht man von einer akuten Thrombose der Hämorrhoiden
Langzeitprognose
Die meisten Hämorrhoiden lassen sich gut behandeln. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie die Beschwerden oft selbst in den Griff bekommen. Auch wenn eine CT-Untersuchung nötig ist – sie ist nur ein Werkzeug, um Klarheit zu schaffen. Sie haben also gute Chancen, dass Ihre Beschwerden verschwinden oder zumindest deutlich besser werden.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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