CT-Untersuchung bei Nierensteinen: Vorbereitung und Ablauf
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine CT-Untersuchung (Computertomographie) ist ein bildgebendes Verfahren, das Ihrem Arzt detaillierte Bilder Ihres Bauchraums liefert. Bei Verdacht auf Nierensteine kann damit die genaue Lage, Größe und Anzahl der Steine festgestellt werden. Die Vorbereitung ist einfach und meist unkompliziert. Deutsche Leitlinien (AWMF) empfehlen die CT als zuverlässigste Methode zur Diagnose von Nierensteinen.
Wichtige Fakten
- CT ist die genaueste Methode, um Nierensteine zu erkennen und andere Ursachen auszuschließen.
- Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist schmerzfrei.
- Sie müssen vor der Untersuchung meist nüchtern sein (nichts essen, klares Wasser erlaubt).
CT-Untersuchungen bei Nierensteinen sind sehr häufig, da sie die Standardmethode zur Diagnose sind.
Betroffen sind vor allem Erwachsene mit starken Schmerzen im unteren Rücken oder Blut im Urin. Auch Menschen mit wiederkehrenden Nierensteinen benötigen regelmäßig eine CT-Kontrolle.
Symptome
- Plötzlich einsetzende, unerträgliche Schmerzen (rufen Sie 112)
- Fieber mit Schüttelfrost (Zeichen einer Infektion)
- Unfähigkeit, Wasser zu lassen (kompletter Harnverhalt)
- ⚠Anhaltende Schmerzen, die nicht nachlassen
- ⚠Blut im Urin
- ⚠Übelkeit und Erbrechen, die das Trinken verhindern
Häufige Symptome
- Starke, krampfartige Schmerzen im unteren Rücken oder in der Seite
- Schmerzen, die in Richtung Unterleib oder Leiste ausstrahlen
- Blut im Urin (rosa, rot oder braun)
- Übelkeit und Erbrechen
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern können die Schmerzen unspezifischer sein, z. B. Bauchschmerzen ohne klaren Ort.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Erwachsenen können Symptome wie Verwirrtheit oder allgemeines Unwohlsein auftreten, ohne typische Schmerzen.
Ursachen
Hauptursachen
- Zu wenig Trinken (konzentrierter Urin begünstigt Steinbildung)
- Ernährung mit viel Salz, Zucker oder Oxalat (z. B. Spinat, Rhabarber, Nüsse)
- Übergewicht
Risikofaktoren
- Familienvorbelastung
- Bestimmte Erkrankungen wie Gicht oder wiederkehrende Harnwegsinfekte
- Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. manche entwässernde Mittel)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei starken Schmerzen, die nicht weggehen
- Bei Fieber und Schüttelfrost
- Bei Blut im Urin
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei wiederkehrenden leichten Schmerzen oder wenn Sie bereits einmal Nierensteine hatten und eine Kontrolle wünschen
Diagnose
Der Arzt stellt die Verdachtsdiagnose aufgrund Ihrer Symptome und einer körperlichen Untersuchung. Die CT-Untersuchung ist der zuverlässigste Test, um Nierensteine nachzuweisen und andere Ursachen auszuschließen.
Mögliche Untersuchungen
- CT-Untersuchung des Bauchraums (meist ohne Kontrastmittel)
- Urintest (Streifentest) auf Blut und Infektionszeichen
- Bluttest zur Überprüfung der Nierenfunktion
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor der CT müssen Sie nichts Besonderes tun. Sie werden gebeten, auf dem Rücken zu liegen, und die Röhre gleitet über Ihren Bauch. Es kann sein, dass Sie kurz die Luft anhalten müssen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert etwa 10–15 Minuten. Sie können danach sofort nach Hause gehen.
Behandlung
Die Behandlung von Nierensteinen hängt von Größe, Lage und Beschwerden ab. Viele kleine Steine gehen von allein ab. Bei größeren Steinen gibt es verschiedene Verfahren, um sie zu zertrümmern oder zu entfernen.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken (mindestens 2–3 Liter pro Tag, wenn vom Arzt erlaubt)
- Bewegung kann das Abgehen kleiner Steine fördern
- Wärme (Wärmflasche oder warmes Bad) bei Schmerzen
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen schmerzlindernde und krampflösende Medikamente verschreiben. Bei Infektionen werden Antibiotika eingesetzt. Die genaue Medikation richtet sich nach Ihren individuellen Bedürfnissen und wird mit Ihnen besprochen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn ein Stein zu groß ist, um von allein abzugehen, oder wenn er Komplikationen verursacht (z. B. Harnstau), kann eine Stoßwellentherapie (ESWL), eine Harnleiterspiegelung oder eine minimalinvasive Operation nötig sein.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Nierensteindiagnose ist es wichtig, ausreichend zu trinken und die Ernährung umzustellen, um neue Steine zu vermeiden.
Tipps für den Alltag
- Viel Wasser trinken (mindestens 2–3 Liter pro Tag, falls medizinisch erlaubt)
- Salz- und zuckerreiche Lebensmittel reduzieren
- Regelmäßige Bewegung (z. B. Spazierengehen, leichter Sport)
Ernährung und Bewegung
Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, aber meiden Sie oxalatreiche Lebensmittel nur in Maßen (z. B. Spinat, Rhabarber, Nüsse). Bewegung hilft, das Risiko zu senken und kann das Abgehen kleiner Steine fördern.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Wiederkehrende Schmerzen und die Angst vor erneuten Steinen können belastend sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich ängstlich oder bedrückt fühlen. Psychologische Unterstützung kann helfen.
Vorbeugung
Ja, durch ausreichendes Trinken (mindestens 2–3 Liter pro Tag) und eine angepasste Ernährung können Sie das Risiko für neue Nierensteine deutlich senken. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob weitere Maßnahmen sinnvoll sind.
Früherkennungsprogramme
Menschen mit wiederholten Nierensteinen sollten regelmäßig ihren Urin und ihre Nierenfunktion kontrollieren lassen. Eine CT wird dann nur bei Bedarf wiederholt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Harnstauung mit Nierenschädigung (Harnstauungsniere)
- Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) mit Fieber und Schüttelfrost
- Nierenversagen in seltenen Fällen (bei längerer Harnstauung oder schwerer Infektion)
Langzeitprognose
Die Prognose ist in der Regel sehr gut. Die meisten Nierensteine werden erfolgreich behandelt oder gehen von selbst ab. Mit richtiger Vorbeugung können Sie die Häufigkeit neuer Steine stark reduzieren. Die Behandlung ist heute schonend und effektiv.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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