Nierenstein-Röntgen einfach erklärt
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Nierenstein ist ein kleines, festes Gebilde aus Mineralien und Salzen, das sich in einer Niere bildet. Ein Röntgenbild des Bauches kann helfen, solche Steine sichtbar zu machen. Das Verfahren ist schnell, schmerzfrei und wird oft als erster Test eingesetzt.
Wichtige Fakten
- Nierensteine sind weit verbreitet.
- Die meisten Steine sind klein und gehen von selbst ab.
- Ein Röntgen zeigt vor allem kalziumhaltige Steine zuverlässig.
Ja, Nierensteine kommen bei vielen Menschen vor, besonders zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr.
Sowohl Männer als auch Frauen können Nierensteine bekommen. Männer sind etwas häufiger betroffen.
Symptome
- Plötzliche, unerträgliche Schmerzen, die nicht nachlassen
- Fieber mit Schüttelfrost
- Starke Übelkeit oder Erbrechen
- Blut im Urin in großen Mengen
- Kompletter Harnverhalt (Sie können kein Wasser lassen)
- ⚠Anhaltende Schmerzen, die nicht besser werden
- ⚠Blut im Urin (auch geringe Mengen)
- ⚠Anzeichen einer Harnwegsinfektion (z. B. Brennen, übler Geruch)
Häufige Symptome
- Starke, wellenförmige Schmerzen im unteren Rücken oder in der Seite
- Blut im Urin (rosa, rot oder braun)
- Häufiger Harndrang
- Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
- Übelkeit und Erbrechen
Symptome bei Kindern
- Oft unklare Bauchschmerzen
- Übelkeit oder Erbrechen
- Blut im Urin (erkennbar an rosa oder roter Farbe)
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Die Schmerzen können schwächer sein als bei jüngeren Menschen
- Stattdessen: Verwirrtheit, allgemeines Unwohlsein oder Appetitlosigkeit
- Harnwegsinfektionen treten häufiger auf
Ursachen
Hauptursachen
- Zu wenig Flüssigkeit trinken (der Urin wird zu konzentriert)
- Ernährung mit viel Salz, Oxalat (z. B. in Spinat, Rhabarber) oder tierischem Eiweiß
- Stoffwechselstörungen (z. B. zu viel Kalzium oder Harnsäure im Urin)
- Bestimmte Medikamente (fragen Sie Ihren Arzt)
Risikofaktoren
- Nierensteine in der Familie
- Übergewicht
- Bestimmte Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn)
- Wiederholte Harnwegsinfektionen
- Gicht oder Diabetes
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Starke Schmerzen, die nicht weggehen
- Fieber oder Schüttelfrost
- Blut im Urin
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wiederholte Nierensteine (mehr als einmal)
- Fragen zur Vorbeugung
- Leichte, anhaltende Beschwerden beim Wasserlassen
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose meist mit einer Kombination aus Befragung, körperlicher Untersuchung und Bildgebung. Ein Röntgen des Bauchraums (Nierenübersichtsaufnahme) ist eine einfache Methode, um kalziumhaltige Steine zu erkennen.
Mögliche Untersuchungen
- Röntgen des Bauchraums (Leeraufnahme) – zeigt die meisten Nierensteine
- Ultraschall – schallt die Nieren und Harnwege
- Computertomographie (CT) – sehr genaue Bildgebung, auch für kleine Steine
- Urinuntersuchung – auf Blut oder Anzeichen einer Infektion
- Blutuntersuchung – zur Prüfung der Nierenfunktion und der Mineralstoffwerte
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Bei einem Nierenstein-Röntgen brauchen Sie keine besondere Vorbereitung. Sie legen sich auf einen Tisch, und es wird ein Bild von Ihrem Bauch gemacht. Die Aufnahme dauert nur wenige Sekunden und ist schmerzfrei. In manchen Fällen wird vorher ein Kontrastmittel gespritzt, um die Harnwege besser darzustellen.
Behandlung
Die Behandlung hängt von Größe und Lage des Steins sowie von Ihren Beschwerden ab. Kleine Steine gehen oft von allein ab. Größere Steine können mit verschiedenen Verfahren zertrümmert oder entfernt werden.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken (mindestens 2–3 Liter pro Tag, wenn Ihr Arzt nichts anderes sagt)
- Bei Schmerzen: Wärme (Wärmflasche) auf die schmerzende Stelle legen
- Bewegung – zum Beispiel Treppensteigen – kann helfen, den Stein zu lösen
- Urin mit einem Sieb oder Filter auffangen, um den Stein zu finden
Medizinische Behandlungen
Medikamente können die Schmerzen lindern und die Harnwege entspannen. Manche Präparate helfen, die Steinbildung zu verhindern oder bestimmte Steinarten aufzulösen. Welche Behandlung für Sie infrage kommt, bespricht Ihr Arzt mit Ihnen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn ein Stein zu groß ist, um von selbst abzugehen, oder wenn er die Harnwege blockiert, kann ein Eingriff nötig sein. Beispiele sind die Stoßwellen-Lithotripsie (Zertrümmerung von außen), die Harnleiterspiegelung oder ein minimalinvasiver Eingriff.
Leben mit der Erkrankung
Nach einem Stein können Sie meist normal leben. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit und eine ausgewogene Ernährung. Bei neuen Schmerzen suchen Sie frühzeitig einen Arzt auf.
Tipps für den Alltag
- Täglich 2–3 Liter Wasser oder ungesüßte Getränke trinken
- Salzreduzierte Ernährung
- Oxalatreiche Lebensmittel (z. B. Spinat, Rhabarber, Nüsse) in Maßen genießen
- Tierisches Eiweiß nicht übermäßig konsumieren
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst sowie regelmäßige Bewegung unterstützen die Nierengesundheit. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine spezielle Diät für Sie sinnvoll ist.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Wiederholte Nierensteine können belastend sein. Die Angst vor Schmerzen oder neuen Steinen ist verständlich. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt oder einer Vertrauensperson darüber zu sprechen.
Vorbeugung
Ja, durch ausreichend Trinken und eine ausgewogene Ernährung kann das Risiko für Nierensteine oft gesenkt werden. Bei wiederholten Steinen kann der Arzt eine individuelle Vorbeugung empfehlen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen
- Nierenschäden durch Harnstau
- Harnwegsinfektionen, die auf die Niere übergehen können
- Nierenversagen (sehr selten)
Langzeitprognose
Die meisten Nierensteine können erfolgreich behandelt werden. Mit der richtigen Vorbeugung lassen sich neue Steine oft vermeiden. Die Prognose ist in der Regel sehr gut.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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