Männliche Hormone: Untersuchung mit Bluttest und Bildgebung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Der Begriff „männliches Hormon Röntgen“ ist kein offizieller medizinischer Name. Meist ist damit eine Kombination aus Bluttests für männliche Geschlechtshormone (Androgene) und bildgebenden Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder Magnetresonanztomographie (MRT) gemeint. Damit lässt sich prüfen, ob die Hormonproduktion in den Hoden, den Nebennieren oder im Gehirn einwandfrei funktioniert.
Wichtige Fakten
- Männliche Hormone wie Testosteron werden hauptsächlich in den Hoden, aber auch in den Nebennieren gebildet.
- Ein Bluttest misst die Hormonwerte und gibt Hinweise auf mögliche Störungen.
- Bildgebende Verfahren können eingesetzt werden, um die Organe zu beurteilen, die die Hormone steuern.
Hormontests beim Mann gehören zur Standarddiagnostik, wenn typische Beschwerden vorliegen. Sie sind unkompliziert und werden in Deutschland häufig durchgeführt.
Sie betreffen überwiegend Männer in mittlerem und höherem Alter. Auch jüngere Männer mit unerfülltem Kinderwunsch lassen sich auf ihre Hormone untersuchen.
Symptome
- Plötzliche, sehr starke Schmerzen im Hoden oder im Bauch – rufen Sie sofort den Notruf 112
- Plötzliche Sehstörungen oder ein sehr starker Kopfschmerz – rufen Sie sofort den Notruf 112
- Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit – rufen Sie sofort den Notruf 112
- ⚠Wenn Sie einen Knoten in der Brust oder im Hoden ertasten
- ⚠Wenn Sie ohne Grund stark an Gewicht verlieren
- ⚠Wenn Sie Blut im Urin oder im Sperma bemerken – suchen Sie noch am selben Tag ein ärztliches Beratungszentrum oder eine Notfallpraxis auf
Häufige Symptome
- Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung
- Verminderte Lust auf Sex (Libidoverlust)
- Erektionsstörungen
- Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmungen
- Hautveränderungen oder Akne
- Verstärkter Haarausfall
Symptome bei Kindern
- Ausbleibende oder verzögerte Pubertät
- Verzögertes Wachstum
- Frühe oder späte Anzeichen der Pubertät bei Jungen
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Abnahme von Muskelmasse und Kraft
- Knochenschwund (Osteoporose)
- Nachlassende Konzentrationsfähigkeit
- Blutarmut (Anämie)
Ursachen
Hauptursachen
- Erkrankungen der Hoden, zum Beispiel eine Entzündung oder ein Tumor
- Störungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), die die Hormonproduktion steuert
- Erkrankungen der Nebennieren, die ebenfalls männliche Hormone herstellen
- Medikamente oder Drogen, die den Hormonhaushalt beeinflussen
- Übermäßiger Alkoholkonsum
Risikofaktoren
- Fortgeschrittenes Alter
- Übergewicht (Adipositas)
- Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
- Hodenerkrankungen in der Vorgeschichte
- Einnahme anaboler Steroide
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichen starken Hoden- oder Bauchschmerzen
- Bei einem neu ertasteten Knoten im Hoden
- Bei unklarem Gewichtsverlust
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie seit Monaten unter Antriebslosigkeit, verminderter Lust oder Erektionsproblemen leiden
- Wenn ein Kinderwunsch unerfüllt bleibt
- Wenn Sie sich vor einer Hormonbehandlung ärztlich beraten lassen möchten
Diagnose
Der Arzt fragt zuerst nach Ihren Beschwerden und Ihrer Krankengeschichte. Es folgt eine körperliche Untersuchung, bei der auch die Hoden geprüft werden. Danach wird Blut abgenommen, um die wichtigsten Hormone zu messen. Je nach Ergebnis kommen bildgebende Verfahren hinzu, um die beteiligten Organe genauer anzusehen.
Mögliche Untersuchungen
- Blutentnahme zur Bestimmung von Testosteron, LH, FSH und Prolaktin
- Körperliche Untersuchung der Hoden
- Ultraschall der Hoden oder der Prostata
- Magnetresonanztomographie (MRT) der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse)
- Computertomographie (CT) oder Röntgen der Nebennieren in und um die Nieren (bei spezieller Fragestellung)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Blutentnahme dauert nur wenige Minuten. Bei weiterführenden Untersuchungen wie Ultraschall oder MRT müssen Sie keine Schmerzen befürchten. Sie werden von geschultem Fachpersonal begleitet. Über die Ergebnisse spricht Ihr Arzt ausführlich mit Ihnen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, die festgestellt wurde. Steht fest, dass ein Testosteronmangel vorliegt, kann eine Hormonersatztherapie in Betracht gezogen werden. Diese sollte immer von einem Arzt begleitet werden.
Selbsthilfe zu Hause
- Ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten
- Regelmäßige körperliche Aktivität
- Ausreichend Schlaf und Erholungszeiten
- Stress reduzieren, zum Beispiel durch Entspannungsübungen
Medizinische Behandlungen
Mögliche Behandlungsansätze sind Hormonpräparate in verschiedenen Darreichungsformen – etwa als Gel, Pflaster oder Spritze. Auch Medikamente, die die körpereigene Hormonproduktion anregen, können eingesetzt werden. Welche Therapie zu Ihnen passt, entscheidet Ihr Arzt individuell. Es gibt keine Behandlung, die für alle Männer gleich ist.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur selten nötig, zum Beispiel wenn ein Tumor an der Hirnanhangsdrüse oder an der Nebenniere entfernt werden muss. Auch bei bestimmten Hodenerkrankungen kann ein Eingriff erforderlich sein. Ihr Arzt wird Sie darüber verständlich aufklären.
Leben mit der Erkrankung
Eine Hormonuntersuchung und die anschließende Behandlung sind in der Regel nicht mit großen Einschränkungen verbunden. Die Blutabnahme ist schnell erledigt, und falls eine Hormontherapie nötig ist, lässt sich der Alltag meist gut damit vereinbaren.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung und Sport
- Auf ein gesundes Körpergewicht achten
- Alkohol menge reduzieren und Rauchen aufhören
- Für gute Schlafhygiene sorgen
Ernährung und Bewegung
Eine eiweißreiche, ausgewogene Ernährung sowie Krafttraining können Muskelmasse und Wohlbefinden positiv beeinflussen. Auch Ausdauersport wie zügiges Gehen oder Radfahren ist empfehlenswert.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Hormonstörungen können das Selbstwertgefühl und die Stimmung belasten. Es ist wichtig, diese Gefühle ernst zu nehmen. Bei anhaltender Niedergeschlagenheit können Sie mit Ihrem Arzt über eine psychologische Unterstützung sprechen.
Vorbeugung
Eine Hormonstörung lässt sich nicht in allen Fällen verhindern. Ein gesunder Lebensstil kann aber dazu beitragen, dass die Produktion männlicher Hormone stabil bleibt. Dazu gehören ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und der Verzicht auf übermäßigen Alkohol- oder Drogenkonsum.
Impfungen
Es gibt keine Impfung, die vor Störungen der männlichen Hormone schützt.
Früherkennungsprogramme
Bei Männern gibt es kein allgemeines Screening aller Hormonwerte. Wenn Beschwerden auf eine Hormonstörung hindeuten, wird der Arzt die notwendigen Untersuchungen veranlassen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Anhaltende Müdigkeit und eingeschränkte Leistungsfähigkeit
- Knochenschwund (Osteoporose) mit erhöhtem Bruchrisiko
- Muskelschwund und Gewichtszunahme
- Verstärkung depressiver Verstimmungen
- Deutlich verringerte Lebensqualität
Langzeitprognose
Mit der richtigen Diagnose und Behandlung lassen sich die meisten Hormonstörungen heute gut behandeln. Viele Männer erleben nach Beginn einer Therapie eine deutliche Besserung des Wohlbefindens, mehr Energie und eine verbesserte körperliche Leistungsfähigkeit. Ihr behandelnder Arzt wird Ihnen dabei den Weg zeigen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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