Stoffwechsel-CT: Vorbereitung für Patientinnen und Patienten
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Stoffwechsel-CT ist eine spezielle Computertomographie (CT), die die Aktivität Ihrer Zellen und Organe sichtbar macht. In der Medizin wird sie häufig als PET-CT (Positronen-Emissions-Tomographie plus CT) bezeichnet. Sie erhalten dabei über eine Vene ein schwach radioaktives Mittel, das sich dort anreichert, wo der Stoffwechsel stark ist – zum Beispiel in entzündetem Gewebe oder Tumoren. Die Aufnahmen zeigen so gleichzeitig den genauen Ort (CT) und die Aktivität (Stoffwechsel) des betroffenen Bereichs.
Wichtige Fakten
- Die Untersuchung dauert meist 30 bis 60 Minuten.
- Vorher müssen Sie in der Regel 4 bis 6 Stunden nüchtern bleiben – ohne Essen und ohne zuckerhaltige Getränke.
- Der radioaktive Marker wird über eine kleine Infusion gegeben und verschwindet innerhalb von 24 bis 48 Stunden über den Urin wieder aus dem Körper.
Die Stoffwechsel-CT ist eine etablierte diagnostische Methode. Sie wird vor allem in der Krebsmedizin eingesetzt, aber auch bei unklaren Entzündungen. Viele Krankenhäuser und Schwerpunktpraxen bieten sie an.
Sie kann bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt werden, wenn das medizinische Team genauere Informationen über die Stoffwechselaktivität im Körper braucht. Anfragen kommen häufig aus Gründen wie Krebsverdacht, ungeklärte Entzündung oder Verlaufskontrolle einer Therapie.
Symptome
- Wenn Sie während oder nach der Untersuchung plötzlich Atemnot bekommen oder Gesicht und Hals anschwellen, rufen Sie sofort den Notdienst 112
- Bei Bewusstlosigkeit oder ausgeprägter Unruhe nach der Untersuchung sofort 112
- Bei starken Brustschmerzen oder Herzrasen ebenfalls 112
- ⚠Wenn Sie nach der Untersuchung Fieber von über 38,5 °C messen, suchen Sie noch am selben Tag eine ärztliche Praxis auf
- ⚠Bei starken Schmerzen oder Rötung an der Einstichstelle am selben Tag ärztlichen Rat einholen
- ⚠Anhaltende Übelkeit oder Erbrechen ebenfalls ambulant abklären lassen
Häufige Symptome
- Unbeabsichtigter, deutlicher Gewichtsverlust
- Anhaltendes Fieber ohne ersichtlichen Grund
- Geschwollene Lymphknoten, die nicht zurückgehen
- Unklare Schmerzen in Bauch, Brust oder Knochen
- Anhaltende nächtliche Schweißausbrüche
Symptome bei Kindern
- Wachstumsstörungen ohne erklärbaren Grund
- Wiederholte fieberhafte Infekte
- Auffällige Schwellungen oder Knoten im Bauch oder am Hals
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verstärkte Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Neu auftretende Knoten oder Schwellungen
- Unabsichtlicher Gewichtsverlust über mehrere Monate
Ursachen
Hauptursachen
- Entzündungen, zum Beispiel in Gelenken, Muskeln oder inneren Organen
- Infektionen, die sich im Körper festsetzen
- Gut- oder bösartige Tumoren
- Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Morbus Crohn
Risikofaktoren
- Diabetes mellitus – wichtig für die Nüchternheit und den Blutzuckerspiegel
- Nierenschwäche, weil der Kontraststoff über die Nieren ausgeschieden wird
- Schilddrüsenerkrankungen – Sie müssen Ihre Medikamente vorher mit dem Arzt besprechen
- Allergien – insbesondere auf Röntgenkontrastmittel oder Injektionslösungen
- Schwangerschaft oder Stillzeit – hier kann die Untersuchung in der Regel nur in besonderen Fällen erfolgen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Sollten Sie am Tag der Untersuchung plötzlich Fieber oder eine akute Infektion bekommen, informieren Sie sofort das medizinische Team
- Wenn Sie nach der Untersuchung unter Luftnot, Schwellung oder starken Beschwerden leiden, suchen Sie das nächste Krankenhaus auf
- Bei Zweifeln ob Sie nüchtern sein müssen oder Zusatzmedikamente einnehmen sollen, fragen Sie rechtzeitig nach
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Besprechen Sie alle Medikamente, Vorerkrankungen und Allergien mit Ihrem Arzt – am besten deutlich vor dem Untersuchungstermin
- Bitte bringen Sie Ihren Medikamentenplan, Ihren Ausweis und vorhandene Vorbefunde (z. B. CT oder MRT) mit
- Klären Sie, ob Sie nach der Untersuchung noch Besonderheiten beachten müssen (z. B. Kontakt zu Schwangeren oder Babys)
Diagnose
Die Stoffwechsel-CT ist selbst eine diagnostische Untersuchung. Sie wird nicht als erstes Verfahren eingesetzt, sondern nach vorheriger ärztlicher Abklärung. Meist liegen bereits Blutuntersuchungen, eine körperliche Untersuchung oder andere Bildverfahren wie Ultraschall vor. Ihr medizinisches Team hält sich dabei an die aktuellen Leitlinien der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften). Anhand der Vorbefunde wird entschieden, ob ein Stoffwechsel-CT die nächste sinnvolle Maßnahme ist.
Mögliche Untersuchungen
- Vorbereitungsgespräch mit der Nuklearmedizin oder Radiologie
- Blutuntersuchung zur Kontrolle der Nierenwerte (Kreatinin)
- Messung des Blutzuckers – vor allem bei Diabetes
- Einschränkung auf klare Flüssigkeiten und Nüchternheit von 4 bis 6 Stunden
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie liegen auf einer Liege, die später langsam durch einen ringförmigen Scanner fährt. Zuerst wird eine Vene am Arm für die Infusion vorbereitet. Der radioaktive Marker wird injiziert. Danach warten Sie etwa 30 bis 60 Minuten in einem ruhigen Raum. Während der Aufnahme müssen Sie still halten, auch kurz den Atem anhalten. Es ist nicht schmerzhaft, Sie hören leise Geräusche des Geräts. Nach der Untersuchung können Sie meist sofort aufstehen und nach Hause gehen.
Behandlung
Die Stoffwechsel-CT ist keine Behandlung, sondern ein Diagnosewerkzeug. Die eigentliche Therapie hängt von der Ursache der Beschwerden ab. Ihr medizinisches Team wird die Ergebnisse mit Ihnen besprechen und einen individuellen Plan erstellen.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie nach der Untersuchung viel Wasser oder ungesüßten Tee, um den Marker schneller über die Nieren auszuscheiden
- Schonen Sie sich für den Rest des Tages und beobachten Sie die Einstichstelle auf Rötung
- Halten Sie Abstand zu Babys und Schwangeren in den ersten Stunden – das Institut für Nuklearmedizin wird Ihnen den genauen Zeitraum nennen
Medizinische Behandlungen
Falls die Untersuchung eine behandelbare Erkrankung zeigt, gibt es je nach Befund verschiedene Behandlungsansätze – zum Beispiel entzündungshemmende Therapien, Strahlentherapie, Operationen oder andere Verfahren. Welche Behandlung für Sie in Frage kommt, bespricht Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen ausführlich. Entscheidend sind die genaue Diagnose, die Ausdehnung des Befunds und Ihr allgemeiner Gesundheitszustand.
Wann kommt eine Operation infrage?
Ein chirurgischer Eingriff ist nicht immer das erste Mittel. Falls ein Eingriff empfohlen wird, erhalten Sie vorher eine ausführliche Aufklärung. Ihr medizinisches Team wird die Notwendigkeit, den Ablauf und die Risiken genau mit Ihnen erörtern.
Leben mit der Erkrankung
Nach der Untersuchung können Sie in der Regel sofort wieder Ihren Alltag aufnehmen. Die Strahlenbelastung ist gering und der radioaktive Marker wird innerhalb von ein bis zwei Tagen ausgeschieden. Planen Sie den Tag danach jedoch nicht zu voll, um Ihrem Körper Zeit zur Erholung zu geben.
Tipps für den Alltag
- Ausreichend trinken – am besten zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee über den Tag verteilt
- Leichte Kost nach der Nüchternheit, um Magen und Kreislauf nicht zu überfordern
- Mehrstündiger Abstand zu sehr alten, sehr jungen oder schwer kranken Personen einhalten (nach Rücksprache mit dem Institut)
Ernährung und Bewegung
Vor der Untersuchung ist Nüchternheit wichtig – klare Flüssigkeiten sind nach Rücksprache erlaubt. Nach der Untersuchung unterstützt eine ausgewogene Mischkost den Heilungsprozess. Leichte Bewegung wie Spazierengehen ist unbedenklich. Erst am nächsten Tag können Sie wieder normal trainieren.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Eine Stoffwechsel-CT kann Angst auslösen, weil sie oft mit ernsten Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Das ist verständlich. Es hilft, wenn Sie mit Ihrem medizinischen Team offen über Ihre Sorgen sprechen. Auch eine vertraute Person kann Sie körperlich und emotional unterstützen. Bei anhaltender Belastung wenden Sie sich an eine psychosoziale Beratungsstelle.
Vorbeugung
Die Erkrankungen, die mit einer Stoffwechsel-CT sichtbar gemacht werden, lassen sich nicht alle verhindern. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, Bewegung und Verzicht auf Rauchen senkt jedoch das Risiko für viele Stoffwechsel- und Tumorerkrankungen.
Impfungen
Lassen Sie Ihren Impfschutz regelmäßig überprüfen. Dies ist keine direkte Vorbereitung für die CT, aber eine wichtige Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten.
Früherkennungsprogramme
Nehmen Sie die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen wahr – zum Beispiel beim Hausarzt oder im Rahmen der Krebsvorsorge. So lassen sich manche Erkrankungen früh erkennen und besser behandeln.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn die Ursache der Beschwerden nicht geklärt wird, kann eine behandelbare Erkrankung unerkannt bleiben und sich ausbreiten
- Eine Verzögerung kann die wirksame Behandlung erschweren und die Prognose verschlechtern
Langzeitprognose
Die meisten Befunde, die durch ein Stoffwechsel-CT gefunden werden, sind heute gut behandelbar. Eine genaue Diagnose ist der erste Schritt zu einer wirksamen Therapie. Ihr medizinisches Team wird Sie durch alle nächsten Schritte begleiten – Sie müssen nicht allein entscheiden.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.