Neuropathie: Vorbereitung auf die CT-Untersuchung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Neuropathie ist eine Erkrankung, bei der Nerven geschädigt sind. Das kann zu Kribbeln, Taubheit oder Schmerzen führen. Eine CT-Untersuchung (Computertomographie) ist ein bildgebendes Verfahren, das Röntgenbilder aus verschiedenen Winkeln aufnimmt und dabei helfen kann, mögliche Ursachen der Beschwerden zu erkennen.
Wichtige Fakten
- Die CT-Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten und ist schmerzfrei.
- Wenn ein Kontrastmittel verwendet wird, müssen Sie davor nüchtern sein.
- Informieren Sie den Arzt über Allergien, Nierenprobleme und Medikamente, die Sie einnehmen.
- Die Vorbereitung ist in der Regel unkompliziert, Sie müssen lediglich metallische Gegenstände entfernen.
Neuropathie ist keine Seltenheit. Besonders Menschen mit Diabetes oder ältere Erwachsene sind häufiger betroffen, aber auch andere Ursachen kommen vor.
Sie kann in jedem Alter auftreten, ist aber bei älteren Menschen verbreiteter. Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes, Nierenschwäche oder Autoimmunerkrankungen haben ein höheres Risiko.
Symptome
- Wenn plötzlich schwere Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen auftreten, kann das ein Schlaganfall sein – rufen Sie sofort die 112.
- Bei einer allergischen Reaktion auf das Kontrastmittel (z.B. Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder am Hals) wählen Sie sofort den Notruf 112.
- ⚠Wenn die Beschwerden plötzlich auftreten oder sich innerhalb von Stunden stark verschlimmern, suchen Sie noch am selben Tag einen Arzt auf.
Häufige Symptome
- Kribbeln oder Ameisenlaufen in Händen oder Füßen
- Taubheitsgefühle
- Brennende oder stechende Schmerzen
- Muskelschwäche
- Empfindlichkeit bei Berührung
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern kann Neuropathie zu unsicherem Gang, häufigen Stürzen oder einer verzögerten motorischen Entwicklung führen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen bemerken oft Gleichgewichtsstörungen, verminderte Empfindung in den Füßen und ein erhöhtes Sturzrisiko.
Ursachen
Hauptursachen
- Diabetes mellitus (die häufigste Ursache)
- Vitaminmangel, besonders Vitamin B12
- Alkoholmissbrauch über viele Jahre
- Autoimmunerkrankungen
- Eingeklemmte Nerven oder Bandscheibenvorfall
- Erbliche Nervenerkrankungen
Risikofaktoren
- Schlecht eingestellter Blutzucker
- Erkrankungen der Nieren oder der Leber
- Einige Medikamente (fragen Sie dazu Ihren Arzt)
- Langjähriger Alkoholkonsum
- Infektionen oder Entzündungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei akuten, starken Schmerzen oder plötzlicher Muskelschwäche.
- Wenn Sie die Kontrolle über Blase oder Darm verlieren, kann dies auf eine Beteiligung des Rückenmarks hindeuten – handeln Sie sofort.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Kribbeln, Taubheit oder Schmerzen länger als ein paar Tage anhalten, vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt.
Diagnose
Der Arzt wird zuerst ein ausführliches Gespräch führen und eine körperliche Untersuchung machen. Er kann dabei Nerven- und Reflexfunktionen testen. Wenn eine strukturelle Ursache wie ein eingeklemmter Nerv vermutet wird, kann eine CT-Untersuchung sinnvoll sein. Ihr Arzt orientiert sich dabei an aktuellen Leitlinien, zum Beispiel den AWMF-Leitlinien.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchungen (z.B. auf Diabetes, Vitaminmangel oder Entzündungswerte)
- Nervenleitgeschwindigkeitstest (Elektroneurographie)
- Elektromyographie (EMG) zur Messung der Muskelaktivität
- CT-Untersuchung zur Darstellung von Knochen und Gewebe
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Bei einer CT liegen Sie auf einer beweglichen Liege, die sanft durch einen ringförmigen Scanner fährt. Bei Bedarf wird ein Kontrastmittel über eine Vene gegeben. Sie sind während der Untersuchung allein im Raum, können aber über eine Sprechanlage mit dem Personal Kontakt halten. Die Untersuchung selbst dauert nur wenige Minuten.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Neuropathie. Das Ziel ist, die Beschwerden zu lindern, die Nervenfunktion zu erhalten und weitere Schäden zu verhindern.
Selbsthilfe zu Hause
- Regelmäßige, sanfte Bewegung wie Spaziergänge oder Schwimmen
- Fußpflege und tägliche Kontrolle der Füße, um kleine Verletzungen früh zu erkennen
- Wärme- oder Kälteanwendungen zur Linderung der Beschwerden
- Vermeiden Sie enge Schuhe und langes Stehen
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache und Symptomen stehen verschiedene Behandlungen zur Verfügung. Ihr Arzt kann Medikamente gegen Schmerzen oder gegen die Grunderkrankung verschreiben. Auch Physiotherapie, Ergotherapie oder eine Anpassung der bisherigen Medikamente können Teil der Behandlung sein. Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt über die für Sie passenden Optionen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur in besonderen Fällen nötig, zum Beispiel wenn ein eingeklemmter Nerv oder ein Bandscheibenvorfall die Ursache ist.
Leben mit der Erkrankung
Achten Sie besonders auf Ihre Füße und Hände, da Sie Verletzungen oder Druckstellen möglicherweise nicht rechtzeitig spüren. Nutzen Sie bei Gleichgewichtsproblemen Hilfsmittel wie Gehstützen, einen Gehstock oder stabilisierende Schuhe.
Tipps für den Alltag
- Bewegen Sie sich regelmäßig im Rahmen Ihrer Möglichkeiten
- Verzichten Sie auf Rauchen und Alkohol
- Bauen Sie Stress ab, etwa durch Entspannungsübungen
- Halten Sie einen regelmäßigen Schlafrhythmus ein
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen – besonders B-Vitamine – und Mineralstoffen unterstützt das Nervensystem. Bewegen Sie sich an den meisten Tagen ein wenig, auch wenn es nur kurze Wege sind. Ihr Arzt oder eine Physiotherapie kann Ihnen dabei helfen, einen passenden Plan zu erstellen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische Schmerzen und Bewegungseinschränkungen können belastend sein und die Stimmung beeinflussen. Es ist völlig in Ordnung, sich deswegen auch psychologische Unterstützung zu suchen. Das gehört zu einer guten Behandlung dazu.
Vorbeugung
Nicht jede Neuropathie ist vermeidbar. Ein gesunder Lebensstil, eine gute Blutzuckereinstellung bei Diabetes und der Verzicht auf Alkohol können das Risiko jedoch deutlich senken. Auch auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen zu achten, ist sinnvoll.
Impfungen
Gegen eine spezielle Form der Nervenschädigung durch Gürtelrose gibt es eine Impfung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob sie für Sie infrage kommt.
Früherkennungsprogramme
Eine gezielte Früherkennungsuntersuchung für Neuropathie gibt es nicht. Wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören, zum Beispiel wegen Diabetes, sollte Ihr Arzt Ihre Nerven regelmäßig überprüfen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Fortschreitende Nervenschäden können zu Muskelschwund führen.
- Gefühllosigkeit in den Füßen kann zu unbemerkten Verletzungen und schwer heilenden Wunden führen.
- In ausgeprägten Fällen können Gleichgewichts- und Bewegungsstörungen im Alltag stark einschränken.
Langzeitprognose
Die Aussichten hängen von der Ursache ab. Mit einer guten Behandlung und Anpassungen im Alltag lässt sich das Fortschreiten oft verlangsamen und die Lebensqualität verbessern. Viele Menschen können trotz Neuropathie ein aktives und erfülltes Leben führen – vor allem, wenn man frühzeitig handelt.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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