CT-Vorbereitung bei Taubheitsgefühl
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Computertomographie (CT) ist ein spezielles Röntgenverfahren. Es erstellt viele detaillierte Querschnittsbilder von Ihrem Körper. Wenn Ihr Arzt eine CT-Untersuchung wegen Taubheitsgefühlen anordnet, möchte er damit nach möglichen Ursachen im Gehirn oder in der Wirbelsäule suchen. Taubheitsgefühle können harmlose, aber auch ernste Ursachen haben. Die CT hilft, diese abzuklären.
Wichtige Fakten
- Die CT-Untersuchung selbst ist schmerzfrei.
- Sie müssen während der Aufnahme ruhig liegen.
- Manchmal wird ein Kontrastmittel verwendet, das Sie vorher trinken oder als Spritze erhalten.
- Die Strahlenbelastung der CT ist für eine einzelne Untersuchung gering, Ihr Arzt wird sie jedoch nur anordnen, wenn es medizinisch sinnvoll ist.
CT-Untersuchungen bei Taubheitsgefühlen sind ein häufiger Bestandteil der Diagnostik, vor allem wenn ein Schlaganfall oder eingeklemmte Nerven vermutet werden.
Betroffen sind Menschen jeden Alters, die unter anhaltenden oder wiederkehrenden Taubheitsgefühlen leiden. Bei älteren Menschen wird die CT besonders häufig eingesetzt, um Durchblutungsstörungen auszuschließen.
Symptome
- Plötzliche Taubheit auf einer Körperseite
- Taubheit mit Sprach- oder Sehstörungen
- Taubheit nach einem Schlag auf den Kopf
- Taubheit mit Lähmung oder schwerer Schwäche
- ⚠Taubheit, die sich über Stunden ausbreitet
- ⚠Taubheit mit Schmerzen oder Fieber
- ⚠Taubheit im Bereich von Blase oder Darm (Inkontinenz)
- ⚠Taubheit, die nach einem Unfall auftritt
Häufige Symptome
- Kribbeln, das sich wie Ameisenlaufen anfühlt
- Gefühllosigkeit der Haut
- Schwächegefühl in Armen oder Beinen
- Taubheitsgefühl im Gesicht, an Fingern oder Zehen
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern können Taubheitsgefühle nach einem Sturz oder bei Migräne auftreten.
- Ein vorübergehendes Einschlafen von Händen oder Füßen ist bei Kindern meist harmlos.
- Wenn das Kind über anhaltende Taubheit klagt, sollte sie ärztlich abgeklärt werden.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen sind Taubheitsgefühle oft durch Durchblutungsstörungen oder Verschleiß der Wirbelsäule bedingt.
- Auch Nervenschäden durch Diabetes kommen vor.
- Eine plötzliche einseitige Taubheit kann auf einen Schlaganfall hinweisen – dann sofort die 112 wählen.
Ursachen
Hauptursachen
- Nerveneinklemmung, zum Beispiel an der Halswirbelsäule
- Durchblutungsstörungen im Gehirn
- Multiple Sklerose (Entzündungen im Nervensystem)
- Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) – dabei werden Nerven geschädigt
- Vitamin-B12-Mangel
- Migräne mit Aura (Seh- oder Gefühlsstörungen vor der Migräne)
Risikofaktoren
- Hohes Alter
- Rauchen
- Hoher Blutdruck
- Zuckerkrankheit
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Taubheitsgefühle plötzlich auftreten und mit Lähmungen, Sprachstörungen oder starken Kopfschmerzen verbunden sind, rufen Sie sofort die 112.
- Wenn Sie einen Arm oder ein Bein nicht mehr normal bewegen können.
- Wenn das Gesicht plötzlich einseitig taub ist.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Taubheitsgefühle länger als ein paar Tage anhalten
- Wenn Sie zusätzlich Schmerzen haben
- Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich die Beschwerden verschlimmern
Diagnose
Ihr Arzt wird zunächst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen führen und Sie körperlich untersuchen. Danach kann eine CT-Untersuchung angeordnet werden, um das Gehirn oder die Wirbelsäule genau zu betrachten. Ihr Arzt orientiert sich dabei an den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).
Mögliche Untersuchungen
- Neurologische Untersuchung: Reflexe, Gefühl und Muskelkraft werden geprüft
- Computertomographie (CT) – erstellt Schnittbilder des Körpers
- Magnetresonanztomographie (MRT) – kann zusätzlich nötig sein
- Blutuntersuchungen, zum Beispiel auf Vitamin- oder Blutzuckerwerte
- Nervenfunktionsmessung (Elektroneurographie)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Bei der CT liegen Sie auf einer Liege, die durch einen ringförmigen Scanner fährt. Sie müssen stillhalten und kurz die Luft anhalten. Falls Kontrastmittel benötigt wird, erhalten Sie es als Spritze ins Bein oder als Getränk. Die Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten. Sie können danach normal essen, trinken und weiterarbeiten, sofern nichts anderes besprochen wurde.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Taubheitsgefühle. Die CT-Untersuchung selbst heilt nicht, sondern dient der Diagnose. Ihr Arzt wird die Ergebnisse mit Ihnen besprechen und einen Behandlungsplan erstellen, der genau auf Ihre Situation zugeschnitten ist.
Selbsthilfe zu Hause
- Bereiten Sie sich gut auf die CT vor: Folgen Sie den Anweisungen Ihres Arztes zum Essen und Trinken. Bei Kontrastmittel müssen Sie oft nüchtern erscheinen.
- Entfernen Sie Schmuck, Brillen, Hörgeräte und Kleidung mit Metallteilen.
- Informieren Sie das Personal vor der Untersuchung über Allergien, Asthma oder Nierenprobleme.
- Nehmen Sie bei Bedarf eine Begleitperson mit, die Sie nach Hause fährt.
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache kann die Behandlung Medikamente, Krankengymnastik, Nervenblockaden oder eine Änderung der Lebensgewohnheiten umfassen. Ihr Arzt wird Ihnen geeignete Therapien vorschlagen. Besprechen Sie alle Fragen offen mit ihm.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur in seltenen Fällen nötig, etwa wenn ein Nerv stark eingeklemmt ist oder eine Raumforderung den Nerv drückt.
Leben mit der Erkrankung
Bis zur Diagnose kann ein Taubheitsgefühl belastend sein. Hören Sie auf Ihren Körper und gönnen Sie sich ausreichend Ruhe. Vermeiden Sie unnötigen Stress und körperliche Überlastung.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige Bewegung wie Spaziergänge fördert die Durchblutung.
- Sorgen Sie für erholsamen Schlaf.
- Verzichten Sie auf Rauchen und übermäßigen Alkohol.
- Wenn Sie Diabetes haben, achten Sie auf gute Blutzuckerwerte.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten unterstützt die Nervengesundheit. Achten Sie auf ausreichend Vitamin B12 (in Fleisch, Fisch und Milchprodukten enthalten). Bei Fragen zu Ihrer Ernährung hilft Ihnen Ihr Arzt oder eine Ernährungsberatung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Sorge vor einer Krankheit und die Unsicherheit können Ängste auslösen. Das ist verständlich. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt und Ihren Angehörigen. Wenn die Angst überhandnimmt, kann Ihnen Ihr Arzt geeignete Unterstützung oder eine psychologische Beratung vermitteln.
Vorbeugung
Manche Ursachen von Taubheitsgefühlen lassen sich nicht verhindern. Ein gesunder Lebensstil senkt jedoch das Risiko für Schlaganfall, Diabetes und Nervenschäden. Für die CT-Vorbereitung gilt: Befolgen Sie genau die Anweisungen des medizinischen Personals, dann ist die Untersuchung sicher und zuverlässig.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn eine ernste Ursache, wie zum Beispiel ein Schlaganfall, unerkannt bleibt, können bleibende Schäden entstehen.
- Ein eingeklemmter Nerv kann sich verschlimmern und zu Muskelschwund führen.
- Unbehandelte Durchblutungsstörungen können wiederkehrende Taubheitsgefühle und weitere Symptome verursachen.
Langzeitprognose
Die meisten Ursachen von Taubheitsgefühlen lassen sich gut behandeln, vor allem wenn sie früh erkannt werden. Eine CT-Untersuchung hilft, eine genaue Diagnose zu stellen und die richtige Therapie einzuleiten. Bleiben Sie zuversichtlich – und besprechen Sie alle Fragen offen mit Ihrem Arzt.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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