Herzklopfen: CT-Vorbereitung
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Palpitationen sind das Gefühl, dass das Herz ungewöhnlich schlägt – zum Beispiel zu schnell, zu langsam, unregelmäßig oder besonders stark. Eine CT-Untersuchung (Computertomographie) ist eine spezielle Röntgenuntersuchung, die Querschnittsbilder des Körpers erstellt. Manchmal ist eine CT nötig, um die Ursache von Palpitationen zu finden, etwa um die Herzkranzgefäße oder die Struktur des Herzens zu beurteilen. Die Vorbereitung hängt davon ab, ob ein Kontrastmittel gespritzt wird.
Wichtige Fakten
- Palpitationen sind meist harmlos, können aber auf Herzprobleme hinweisen. Bei einer CT-Untersuchung müssen Sie je nach Art der Aufnahme nüchtern sein.
- Informieren Sie Ihr medizinisches Team immer über Allergien, Nierenfunktion und eingenommene Medikamente.
- Die CT-Dauer beträgt nur wenige Minuten; Sie liegen ruhig auf einer Liege, die durch einen Ring gleitet.
Ja, viele Menschen erleben gelegentlich Herzrasen oder Herzstolpern. Die meisten sind harmlos.
Menschen jeden Alters können Palpitationen haben. Besonders häufig treten sie bei Stress, nach Koffein- oder Alkoholgenuss oder bei bestimmten Herzrhythmusstörungen auf.
Symptome
- Brustschmerz oder Druckgefühl in der Brust
- Plötzliche Atemnot
- Ohnmacht oder das Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden
- ⚠Anhaltendes Herzrasen länger als 30 Minuten
- ⚠Palpitationen mit wiederholtem Schwindel oder kurzen Bewusstseinspausen
Häufige Symptome
- Gefühl von Herzrasen oder Herzjagen
- Gefühl von Herzstolpern oder Aussetzern
- Starkes, pochendes Herzklopfen, auch in Ruhe
- Puls, der sich unregelmäßig anfühlt
Symptome bei Kindern
- Ähnliche Symptome wie bei Erwachsenen, oft bei Fieber, Aufregung oder nach Sport
- Kinder beschreiben es manchmal als „Herz hüpft“ oder „komisches Gefühl in der Brust“
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Häufiger begleitet von Schwindel, Kurzatmigkeit oder Brustschmerz
- Palpitationen können auf eine bestehende Herzerkrankung hinweisen
Ursachen
Hauptursachen
- Stress, Angst oder Aufregung
- Koffein, Alkohol, Nikotin oder bestimmte Drogen (z.B. Amphetamine)
- Schilddrüsenüberfunktion (zu viele Schilddrüsenhormone)
- Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern oder Extrasystolen (zusätzliche Herzschläge)
- Medikamente (z.B. manche Asthma-Sprays oder Schilddrüsenmedikamente)
Risikofaktoren
- Bluthochdruck oder Herzerkrankungen
- Elektrolytstörungen (zu wenig Kalium oder Magnesium)
- Übergewicht und Bewegungsmangel
- Hoher Koffein- oder Alkoholkonsum
- Schlafmangel oder chronischer Stress
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Brustschmerz oder Ohnmacht in Verbindung mit Palpitationen
- Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Herz rast und Sie sich nicht beruhigen können
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei wiederkehrenden Palpitationen ohne Notfallzeichen
- Vor einer geplanten CT-Untersuchung zur Abklärung der Herzgesundheit
Diagnose
Die Diagnose beginnt mit einem ausführlichen Gespräch (Anamnese) und einer körperlichen Untersuchung. Wenn nötig, folgen ein EKG (Elektrokardiogramm – Aufzeichnung der Herzströme), ein Langzeit-EKG (Aufzeichnung über 24 Stunden) oder ein Belastungs-EKG. Eine CT-Untersuchung kann eingesetzt werden, um die Herzkranzgefäße oder die Struktur des Herzens genauer zu beurteilen.
Mögliche Untersuchungen
- Ruhe-EKG
- Langzeit-EKG (24-Stunden-EKG)
- Belastungs-EKG (Fahrrad- oder Laufbandtest)
- Echokardiographie (Herzultraschall)
- CT-Untersuchung des Herzens oder der Koronargefäße
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Bei einer CT-Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, die langsam durch einen ringförmigen Scanner gleitet. Sie müssen ruhig atmen und sich nicht bewegen. Falls ein Kontrastmittel gespritzt wird, kann ein warmes Gefühl oder ein metallischer Geschmack kurz auftreten. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten.
Behandlung
Die Behandlung von Palpitationen richtet sich nach der Ursache. Oft genügt es, Auslöser wie Koffein oder Stress zu meiden. Bei einer zugrundeliegenden Herzrhythmusstörung können Medikamente oder ein minimalinvasiver Eingriff in Betracht kommen.
Selbsthilfe zu Hause
- Vermeiden Sie Koffein, Alkohol und Nikotin
- Bauen Sie Stress ab – z.B. durch Atemübungen, Meditation oder Yoga
- Achten Sie auf ausreichend Schlaf
- Trinken Sie genug Wasser (Elektrolythaushalt)
Medizinische Behandlungen
Medikamente, die den Herzrhythmus beeinflussen (Antiarrhythmika), können verordnet werden – Art und Dosis bestimmt der Arzt nach genauer Diagnose. In manchen Fällen ist eine Katheterablation möglich, bei der krankhafte Herzarelle verödet werden.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation (z.B. Herzschrittmacher oder Bypass) ist nur selten nötig, meist bei schweren strukturellen Herzproblemen, die die Palpitationen auslösen.
Leben mit der Erkrankung
Die meisten Menschen mit Palpitationen führen ein normales Leben. Es hilft, die persönlichen Auslöser zu kennen und zu vermeiden. Bei anhaltenden oder beunruhigenden Symptomen suchen Sie ärztlichen Rat.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßiger Schlaf (7–9 Stunden pro Nacht)
- Moderate Bewegung wie Spazierengehen oder Radfahren
- Vermeidung von Leistungssport bei bekannten Rhythmusstörungen – fragen Sie Ihren Arzt
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten sowie ausreichend Magnesium und Kalium (z.B. Bananen, Nüsse) kann helfen. Bewegung in moderatem Umfang ist förderlich, vermeiden Sie jedoch extreme Belastungen ohne ärztliche Freigabe.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Palpitationen können Angst auslösen, besonders wenn sie plötzlich auftreten. Aufklärung und das Wissen, dass sie meist harmlos sind, helfen. Bei starker Angst kann eine psychologische Begleitung sinnvoll sein.
Vorbeugung
Nicht alle Palpitationen lassen sich verhindern, aber das Risiko lässt sich senken, indem Sie bekannte Auslöser meiden und einen gesunden Lebensstil pflegen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Bei unbehandelten Herzrhythmusstörungen (z.B. Vorhofflimmern) erhöht sich das Schlaganfallrisiko.
- Dauerhaft schneller Herzschlag kann zu einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) führen.
- Selten können schwere Rhythmusstörungen zu plötzlichem Herztod führen.
Langzeitprognose
Die Prognose ist bei den meisten Palpitationen gut. Mit der richtigen Diagnose und Behandlung – die oft nur aus Lebensstiländerungen besteht – können fast alle Betroffenen ein normales Leben führen. Bei ernsteren Ursachen sind die Behandlungsmöglichkeiten heute sehr wirksam.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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