Ultraschall bei Palpitationen erklärt
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Palpitationen sind das spürbare und oft unangenehme Herzklopfen oder Herzrasen. Eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie) ist ein schmerzfreies Verfahren, mit dem Ärzte die Struktur und die Pumpfunktion des Herzens beurteilen können.
Wichtige Fakten
- Herzultraschall ist strahlenfrei und völlig schmerzfrei.
- Die Untersuchung dauert etwa 20 bis 30 Minuten.
- Sie hilft, die Ursache von Herzklopfen zu finden, z.B. Herzklappenprobleme oder eine Herzmuskelschwäche.
Ja, Herzklopfen ist sehr häufig. Die meisten Menschen spüren es gelegentlich, ohne dass eine ernste Erkrankung dahintersteckt.
Herzklopfen kann Menschen jeden Alters betreffen, besonders aber bei Stress, nach starkem Koffeinkonsum oder bei bestehenden Herzerkrankungen.
Symptome
- Plötzliche starke Brustschmerzen oder Engegefühl
- Atemnot, die nicht nachlässt
- Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
- Sehr schneller oder unregelmäßiger Puls über mehrere Minuten
- ⚠Herzklopfen, das länger als eine Stunde anhält
- ⚠Begleitender Schwindel oder Schwäche
- ⚠Wiederholtes Herzklopfen ohne erkennbaren Auslöser
Häufige Symptome
- Gefühl von Herzklopfen oder -rasen
- Aussetzer oder Stolpern des Herzschlags
- Pochen im Hals oder in der Brust
- Unruhe oder Beklemmungsgefühl
Ursachen
Hauptursachen
- Stress, Aufregung oder Angst
- Koffein, Nikotin, Alkohol oder bestimmte Medikamente
- Herzerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Herzklappenfehler oder Herzmuskelentzündung
- Schilddrüsenüberfunktion oder Blutarmut
Risikofaktoren
- Hohes Alter
- Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht
- Familiäre Vorbelastung für Herzerkrankungen
- Starker Kaffee-, Energiegetränke- oder Alkoholkonsum
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei Herzklopfen mit Brustschmerz, Atemnot oder Ohnmacht sofort den Notarzt unter 112 rufen.
- Bei sehr schnellem oder unregelmäßigem Puls, der nicht verschwindet, noch am selben Tag ärztliche Hilfe suchen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Herzklopfen häufiger auftritt oder Sie beunruhigt, vereinbaren Sie einen Termin beim Hausarzt oder Kardiologen.
- Auch ohne andere Symptome ist eine Abklärung sinnvoll, wenn das Herzklopfen Ihren Alltag stört.
Diagnose
Der Arzt fragt nach Ihren Beschwerden und hört Ihr Herz ab. Um die Ursache zu finden, wird er meist ein EKG (Herzstromkurve) schreiben und eine Ultraschalluntersuchung des Herzens anordnen.
Mögliche Untersuchungen
- Ruhe-EKG – Aufzeichnung der Herzströme in Ruhe
- Langzeit-EKG – Herzaufzeichnung über 24 Stunden oder länger
- Herzultraschall (Echokardiografie) – bildgebende Untersuchung des Herzens mit Schallwellen
- Belastungs-EKG – Aufzeichnung unter körperlicher Belastung (z.B. Fahrradfahren)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Für den Herzultraschall legen Sie sich auf eine Liege. Der Arzt trägt etwas Gel auf Ihre Brust auf und führt einen kleinen Schallkopf über die Haut. Das ist völlig schmerzfrei. Manchmal müssen Sie seitlich liegen oder die Luft anhalten. Die Untersuchung dauert etwa 20 Minuten.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache Ihrer Palpitationen. Oft reicht es, Auslöser zu meiden. Bei einer erkrankten Herzstruktur oder Rhythmusstörung gibt es wirksame Behandlungen.
Selbsthilfe zu Hause
- Stress reduzieren durch Entspannungsübungen wie Meditation oder Yoga
- Auf Koffein, Nikotin und Alkohol verzichten oder stark einschränken
- Ausreichend schlafen und auf eine regelmäßige Tagesstruktur achten
Medizinische Behandlungen
Je nach Ursache können Medikamente zum Einsatz kommen, die den Herzschlag stabilisieren oder den Blutdruck senken. Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen wird eine Katheterablation (Verödung krankhafter Herzareale) empfohlen. Ihr Arzt wird mit Ihnen die beste Option besprechen.
Wann kommt eine Operation infrage?
In seltenen Fällen, z.B. bei schweren Herzklappenfehlern oder angeborenen Herzfehlern, kann eine Operation nötig sein. Das wird nur nach gründlicher Abklärung durchgeführt.
Leben mit der Erkrankung
Achten Sie auf Ihren Körper und notieren Sie, wann und wie lange das Herzklopfen auftritt. Dies hilft Ihrem Arzt bei der Diagnose. Meiden Sie bekannte Auslöser.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßige, moderate Bewegung (z.B. Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen)
- Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder Atemübungen
- Vermeidung von übermäßigem Stress und Schlafmangel
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt die Herzgesundheit. Vermeiden Sie stark koffeinhaltige Getränke. Moderate Bewegung ist in der Regel gut, aber bei Unsicherheit fragen Sie Ihren Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Herzklopfen kann Angst und Verunsicherung auslösen. Das ist verständlich. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Sorgen. Bei starker Belastung können psychologische Beratung oder Selbsthilfegruppen helfen.
Vorbeugung
Nicht immer, aber ein herzgesunder Lebensstil kann das Risiko senken. Dazu gehören: Nichtrauchen, wenig Alkohol, gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung. Auch Stressbewältigung ist wichtig.
Früherkennungsprogramme
Wenn Sie eine familiäre Vorbelastung für Herzerkrankungen haben, kann Ihr Arzt regelmäßige Kontrollen (z.B. alle 1–2 Jahre) empfehlen. Ein Herzultraschall gehört oft dazu.
Komplikationen
Unbehandelt
- Unbehandelte Herzrhythmusstörungen können zu Schlaganfall führen (z.B. bei Vorhofflimmern).
- Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kann sich verschlechtern.
- Bei schweren Herzklappenfehlern kann die Belastbarkeit abnehmen.
Langzeitprognose
Die meisten Palpitationen sind harmlos und gut behandelbar. Mit einer genauen Diagnose und der richtigen Therapie können die meisten Menschen ein normales Leben führen. Auch wenn eine Herzerkrankung vorliegt, ist die Prognose heute oft sehr gut.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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