PMS und MRT: Was Sie erwartet
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
PMS steht für Prämenstruelles Syndrom. Das ist eine Gruppe von Beschwerden, die viele Frauen in den Tagen vor ihrer Monatsblutung spüren. Dazu gehören zum Beispiel Stimmungsschwankungen, Bauchziehen, Brustspannen und Müdigkeit. Eine MRT-Untersuchung ist ein bildgebendes Verfahren, das mit Magnetfeldern arbeitet. Sie wird bei PMS normalerweise nicht benötigt, kann aber in manchen Fällen angeordnet werden, um andere mögliche Ursachen für Ihre Beschwerden genauer anzuschauen.
Wichtige Fakten
- PMS-Beschwerden treten immer in der Zeit vor der Periode auf und klingen meist mit ihrem Beginn ab.
- Eine MRT ist schmerzfrei und verwendet keine Röntgenstrahlung.
- Die Untersuchung dauert in der Regel zwischen 15 und 30 Minuten.
Ja, PMS ist sehr verbreitet. Mehr als die Hälfte aller Frauen im gebärfähigen Alter erlebt zumindest gelegentlich PMS-Beschwerden.
Betroffen sind Frauen und Mädchen ab der Pubertät bis zu den Wechseljahren. Auch Menschen mit Gebärmutter, die sich nicht als Frau verstehen, können PMS haben.
Symptome
- Plötzliche, sehr starke Schmerzen im Unterleib, die nicht nachlassen
- Ohnmacht oder starke Kreislaufprobleme
- Sehr starke Blutungen (Sie müssen zum Beispiel mehr als eine Binde pro Stunde wechseln)
- Anzeichen einer Blutvergiftung wie hohes Fieber mit Schüttelfrost
- ⚠PMS-Beschwerden, die den Alltag für mehrere Tage stark einschränken
- ⚠Unterleibsschmerzen mit Fieber über 38 Grad Celsius
- ⚠Gedanken, sich selbst zu verletzen oder in schwerer depressiver Stimmung
Häufige Symptome
- Stimmungsschwankungen
- Reizbarkeit und innere Anspannung
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Brustspannen und empfindliche Brüste
- Bauchziehen oder Unterleibsschmerzen
- Blähungen und Völlegefühl
- Heißhunger oder veränderter Appetit
- Kopfschmerzen
Symptome bei Kindern
- Bei Mädchen in der Pubertät ähneln die PMS-Beschwerden denen von Erwachsenen. Sie können zum Beispiel Bauchweh, Stimmungsschwankungen und empfindliche Brüste umfassen.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Nach den Wechseljahren verschwindet PMS vollständig. Wenn bei Ihnen erst nach der Menopause ähnliche Beschwerden auftreten, sollten Sie diese ärztlich abklären lassen, da die Ursache eine andere sein kann.
Ursachen
Hauptursachen
- Die genaue Ursache von PMS ist nicht vollständig aufgeklärt.
- Fachleute vermuten, dass die natürlichen Schwankungen der weiblichen Geschlechtshormone in der zweiten Zyklushälfte eine wichtige Rolle spielen.
- Auch Botenstoffe im Gehirn wie Serotonin können an der Entstehung der Beschwerden beteiligt sein.
Risikofaktoren
- Hoher Stress im Alltag
- Wenig Bewegung
- Ungesunde Ernährung mit viel Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln
- Schlafmangel
- Rauchen
- Psychische Belastungen oder psychische Erkrankungen in der Vorgeschichte
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn PMS-Beschwerden Sie mehr als die Hälfte der Zeit im Monat beeinträchtigen.
- Wenn Sie unter sehr starken seelischen Symptomen wie Hoffnungslosigkeit oder Ängsten leiden.
- Wenn Ihre Beschwerden trotz Selbsthilfemaßnahmen über mehrere Zyklen hinweg zunehmen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn PMS-Beschwerden regelmäßig Ihren Alltag stören, zum Beispiel bei Beruf, Schule oder Beziehungen.
- Wenn Sie ein Zyklustagebuch führen und unsicher sind, welche Maßnahmen helfen könnten.
- Wenn Sie Fragen zu einer geplanten MRT-Untersuchung haben und sich vorab Informationen wünschen.
Diagnose
Die Diagnose „Prämenstruelles Syndrom“ wird in der Regel anhand Ihrer Beschwerden und eines Zyklustagebuchs gestellt. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin fragt Sie nach dem Zeitpunkt der Symptome im Zusammenhang mit Ihrer Monatsblutung. Eine MRT wird nicht zur Diagnose von PMS eingesetzt, sondern kann in Einzelfällen helfen, andere mögliche Ursachen für Unterleibsschmerzen auszuschließen.
Mögliche Untersuchungen
- Gespräch über Ihre Beschwerden (Anamnese)
- Zyklustagebuch über mindestens zwei Zyklen
- Körperliche Untersuchung, bei Bedarf durch den Gynäkologen oder die Gynäkologin
- Ultraschall der Gebärmutter und der Eierstöcke
- Bei konkreten Hinweisen: Magnetresonanztomographie (MRT) des Beckens
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Wenn Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eine MRT anordnet, bekommen Sie vorher eine schriftliche Einladung und können offene Fragen besprechen. Sie liegen während der Untersuchung auf einer Liege, die langsam in einen schmalen Tunnel fährt. Sie hören wiederkehrende Klopfgeräusche – das ist normal. Sie können über eine Gegensprechanlage mit dem Personal sprechen. Nach der Untersuchung können Sie in der Regel direkt nach Hause gehen. Die Auswertung Ihrer Bilder dauert meist ein bis zwei Tage.
Behandlung
Die Behandlung von PMS wird immer auf Ihre persönliche Situation abgestimmt. Für viele Frauen reichen Veränderungen im Alltag aus. In schwereren Fällen kann eine ärztliche Behandlung helfen.
Selbsthilfe zu Hause
- Regelmäßige Bewegung wie Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen
- Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung
- Wärme auf dem Bauch durch eine Wärmflasche oder ein warmes Bad
- Ausreichend Schlaf und ein regelmäßiger Tagesrhythmus
- Stress reduzieren durch Pausen und Achtsamkeitsübungen
Medizinische Behandlungen
Je nach Schwere und Art der Beschwerden gibt es ärztliche Behandlungsansätze. Dazu gehören zum Beispiel hormonelle Verhütungsmittel, die den Zyklus stabilisieren, oder bestimmte Medikamente, die auf den Botenstoff Serotonin wirken. Diese Mittel sind verschreibungspflichtig und sollten immer nur nach ärztlicher Beratung eingenommen werden. Eine Operation spielt bei PMS keine Rolle.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei PMS nicht erforderlich.
Leben mit der Erkrankung
Führen Sie ein Zyklustagebuch, zum Beispiel mit einer App oder einem Notizbuch. So erkennen Sie, in welcher Zyklushälfte Ihre Beschwerden auftreten und können Ihren Alltag entsprechend planen. Planen Sie an schweren Tagen weniger ein und gönnen Sie sich Pausen.
Tipps für den Alltag
- Nehmen Sie sich täglich Zeit für sich selbst, auch wenn es nur zehn Minuten sind.
- Besprechen Sie Ihre Beschwerden offen mit Ihrer Familie oder Ihrem Partner.
- Vermeiden Sie übermäßigen Konsum von Koffein und Alkohol.
- Vereinbaren Sie feste Schlafenszeiten.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und ausreichend Flüssigkeit kann PMS-Beschwerden mildern. Reduzieren Sie Salz und Süßigkeiten in der Zeit vor der Periode. Bewegung an der frischen Luft hebt die Stimmung und reduziert Stresshormone.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
PMS kann sich stark auf das seelische Wohlbefinden auswirken. Es ist wichtig, ernst genommen zu werden und sich Unterstützung zu suchen. Wenn Sie düstere Gedanken oder Gedanken an Selbstverletzung haben, suchen Sie sofort Gespräch – bei einer ärztlichen Praxis, einer psychiatrischen Notaufnahme oder über den Notruf 112.
Vorbeugung
PMS lässt sich nicht bei jeder Frau vollständig verhindern, aber ein gesunder Lebensstil kann die Beschwerden deutlich verringern. Regelmäßige Bewegung, ausreichender Schlaf und eine ausgewogene Ernährung sind die wichtigsten Bausteine.
Komplikationen
Unbehandelt
- Die Lebensqualität kann stark eingeschränkt sein, wenn PMS über einen langen Zeitraum unbehandelt bleibt.
- Starke seelische Beschwerden können zu Konflikten in Beziehungen oder Problemen im Beruf führen.
Langzeitprognose
Die Prognose bei PMS ist gut. Viele Frauen spüren schon durch einfache Änderungen im Lebensstil eine deutliche Besserung. Wenn die Beschwerden stark sind, gibt es wirksame ärztliche Behandlungen. Mit dem Einsetzen der Wechseljahre endet PMS von selbst. Bleiben Sie zuversichtlich: Sie haben verschiedene Möglichkeiten, gut mit dieser Zeit umzugehen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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