Ultraschall bei PMS: Einfach erklärt
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Das prämenstruelle Syndrom (kurz PMS) ist eine Sammelbezeichnung für körperliche und seelische Beschwerden, die bei Frauen einige Tage bis zwei Wochen vor der Menstruation auftreten. Ein Ultraschall (auch Sonografie genannt) ist eine bildgebende Untersuchung, bei der Schallwellen verwendet werden, um Organe im Bauchraum sichtbar zu machen. Ein Ultraschall kann PMS nicht direkt zeigen, aber er hilft dabei, andere mögliche Ursachen für die Beschwerden zu erkennen oder auszuschließen.
Wichtige Fakten
- Ultraschall arbeitet ohne Röntgenstrahlen und ist normalerweise schmerzfrei.
- Die Diagnose PMS wird in erster Linie anhand Ihrer Symptome und eines Zyklus-Tagebuchs gestellt.
- Ultraschall kann zum Beispiel harmlose Eierstockzysten oder Muskelknoten der Gebärmutter sichtbar machen, die ähnliche Schmerzen verursachen können.
PMS ist sehr häufig. Etwa drei Viertel aller Frauen im gebärfähigen Alter haben gelegentlich leichte Beschwerden. Eine Ultraschalluntersuchung wird dabei nur nach Abwägung der Beschwerden durchgeführt.
PMS betrifft hauptsächlich Frauen und Mädchen, die regelmäßig ihre Periode haben. Manchmal kann auch eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll sein, wenn die Beschwerden ausgeprägt sind oder wenn eine körperliche Ursache vermutet wird.
Symptome
- Sehr starke, plötzliche Schmerzen im Unterbauch oder Becken
- Starke Blutung, bei der Sie stündlich Binden oder Tampons wechseln müssen
- Ohnmacht oder das Gefühl, gleich zusammenzubrechen
- Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid
- ⚠Fieber (über 38°C) zusammen mit Bauchschmerzen
- ⚠Anhaltende, starke Übelkeit oder Erbrechen
- ⚠Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
- ⚠Ungewöhnlicher Ausfluss aus der Scheide
Häufige Symptome
- Stimmungsschwankungen, Gereiztheit oder Ärger
- Spannungsgefühl oder Schmerzen in der Brust
- Müdigkeit und Schlafprobleme
- Kopfschmerzen
- Blähgefühl, Wassereinlagerungen oder Völlegefühl
- Heißhunger oder veränderter Appetit
Ursachen
Hauptursachen
- Die genauen Ursachen von PMS sind nicht vollständig verstanden.
- Man nimmt an, dass die Schwankungen der weiblichen Hormone (Östrogen und Progesteron) im Zyklus eine Rolle spielen.
- Auch Botenstoffe im Gehirn, wie Serotonin, sind an der Entstehung beteiligt.
Risikofaktoren
- Vorerkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen
- Starker Stress
- Zu wenig Schlaf und Bewegungsmangel
- Rauchen und Alkohol
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei einem Notfall – zum Beispiel starken Schmerzen oder Ohnmachtsgefühl – rufen Sie sofort die 112.
- Wenn Sie Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid haben, holen Sie sich sofort Hilfe – die 112 ist rund um die Uhr erreichbar.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn PMS-Beschwerden Sie regelmäßig im Alltag einschränken, sprechen Sie bei Ihrem nächsten Arzttermin darüber.
- Fragen Sie nach einer Ultraschall-Untersuchung, wenn Sie wissen möchten, ob körperliche Ursachen ausgeschlossen sind.
Diagnose
Die Diagnose PMS wird in der Regel anhand Ihrer Beschwerden und eines Symptom-Tagebuchs über mindestens zwei Monate gestellt. Die Leitlinien der AWMF empfehlen dieses Vorgehen. Ein Ultraschall ist eine ergänzende Untersuchung, um andere Ursachen zu erkennen.
Mögliche Untersuchungen
- Symptomtagebuch: Notieren Sie Ihre Beschwerden während eines Zyklus
- Ultraschall des Beckens: über die Bauchdecke oder als Vaginalultraschall mit feinem Stab
- Gegebenenfalls Blutuntersuchung: um Schilddrüsenfunktion oder Hormonwerte zu prüfen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Ultraschall-Untersuchung findet üblicherweise in einer Praxis oder Klinik statt. Sie liegen auf einer Liege. Bei der Bauch-Ultraschall wird ein Stab mit Gel auf die Haut aufgelegt. Bei der Vaginalultraschall führt die Ärztin oder der Arzt einen schmalen, abgerundeten Stab vorsichtig in die Scheide ein. Das ist meist unangenehm, aber nicht schmerzhaft. Die Untersuchung dauert etwa 10 bis 20 Minuten.
Behandlung
Die Behandlung von PMS ist vielfältig und richtet sich nach der Art und Stärke der Beschwerden. Im Vordergrund stehen Selbsthilfe und ein gesunder Lebensstil. Reichen diese Methoden nicht aus, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt weitere Möglichkeiten.
Selbsthilfe zu Hause
- Regelmäßige körperliche Aktivität – zum Beispiel Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen.
- Entspannungstechniken wie Yoga, Atemübungen oder autogenes Training.
- Ausreichend Schlaf und feste Schlafenszeiten.
- Reduzieren Sie Koffein, Alkohol und salzreiches Essen.
Medizinische Behandlungen
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann je nach Ihren Beschwerden verschiedene Behandlungen vorschlagen, zum Beispiel pflanzliche Präparate, bestimmte Hormonpräparate oder Medikamente zur Stimmungsstabilisierung. Welche Behandlung am besten ist, hängt von Ihrer Situation ab. Fragen Sie immer nach Risiken und Nutzen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist bei einem unkomplizierten PMS nicht nötig. Nur wenn bei der Ultraschall-Untersuchung eine eindeutige körperliche Ursache gefunden wird, die eine Operation erfordert, kommt dies infrage – das ist selten.
Leben mit der Erkrankung
Ein strukturierter Alltag hilft, mit den Schwankungen umzugehen. Planen Sie an den Tagen vor der Periode mehr Ruhepausen ein und reduzieren Sie stressige Termine.
Tipps für den Alltag
- Führen Sie ein Stimmungstagebuch, um Muster zu erkennen.
- Bewegen Sie sich täglich, auch wenn es nur ein kurzer Spaziergang ist.
- Nehmen Sie sich Zeit für Dinge, die Ihnen Freude machen.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Vollkorn, Obst, Gemüse und gesunden Fetten kann die Beschwerden mildern. Regelmäßige Bewegung kann den Hormonhaushalt auf natürliche Weise ausgleichen und die Stimmung heben.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
PMS zeigt sich nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Viele Frauen berichten von Gereiztheit, Traurigkeit oder Erschöpfung. Wenn Sie spüren, dass die seelische Belastung zu groß wird, suchen Sie sich bitte professionelle Hilfe. Es gibt gute Behandlungs- und Beratungsangebote. In einer akuten Krise – etwa mit Gedanken an Selbstverletzung – rufen Sie bitte sofort die 112 an.
Vorbeugung
PMS lässt sich nicht grundsätzlich verhindern. Ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung, ausgewogener Ernährung und Stressbewältigung kann die Ausprägung der Beschwerden deutlich verringern.
Komplikationen
Unbehandelt
- Starke Einschränkung der Lebensqualität und der Leistungsfähigkeit in Beruf und Alltag
- Anhaltende Stimmungstiefs können in eine Depression übergehen
- Wenn andere organische Ursachen übersehen werden, können sie sich verschlimmern
Langzeitprognose
Die meisten Frauen erleben PMS-Symptome als lästig, aber gut behandelbar. Mit einer sorgfältigen Abklärung – zu der auch ein Ultraschall gehören kann – fühlen sich viele Frauen sicherer. Auch wenn PMS manchmal mehrere Jahre anhält: Es gibt zahlreiche wirksame Strategien, um das Wohlbefinden zu verbessern.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.