Preparing for abdominal X-ray
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Röntgenuntersuchung des Bauches (Abdomen) ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem mit Hilfe von Röntgenstrahlen ein Bild der Organe und Strukturen im Bauchraum erstellt wird. Damit können Ärzte zum Beispiel Verstopfungen, freie Luft nach einer Verletzung oder große Steine erkennen.
Wichtige Fakten
- Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
- Sie wird meist im Stehen oder Liegen durchgeführt.
- Vor der Aufnahme müssen Sie alle Metallgegenstände (z. B. Gürtel, Schmuck) ablegen.
Ja, eine Abdomen-Röntgenaufnahme ist eine der häufigsten Röntgenuntersuchungen in der Notfallmedizin und bei abdominalen Beschwerden.
Sie kann bei Erwachsenen, Kindern und älteren Menschen durchgeführt werden, wenn der Verdacht auf bestimmte Baucherkrankungen besteht.
Symptome
- Plötzliche, unerträgliche Bauchschmerzen
- Blut im Stuhl oder Erbrechen von Blut
- Bauchverletzung (z. B. nach Unfall oder Sturz)
- ⚠Fieber mit Bauchschmerzen
- ⚠Anhaltendes Erbrechen, sodass nichts mehr bei Ihnen bleibt
- ⚠Verdacht auf Darmverschluss (z. B. starker Blähbauch, kein Stuhlgang mehr)
Häufige Symptome
- Starke Bauchschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Verstopfung oder Durchfall
Symptome bei Kindern
- Anhaltendes Weinen und Anziehen der Beine an den Bauch
- Erbrechen (auch grünlich oder blutig)
- Blähungen und verhärteter Bauch
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Plötzlich auftretende Bauchschmerzen
- Veränderte Stuhlgewohnheiten (z. B. Wechsel von Verstopfung und Durchfall)
- Ungewollter Gewichtsverlust
Ursachen
Hauptursachen
- Entzündungen (z. B. Blinddarmentzündung, Bauchspeicheldrüsenentzündung)
- Darmverschluss (Ileus)
- Nierensteine oder Gallensteine
Risikofaktoren
- Frühere Bauchoperationen (können Verwachsungen verursachen)
- Ernährungsgewohnheiten (z. B. ballaststoffarme Kost)
- Alter (erhöhtes Risiko für bestimmte Darmerkrankungen)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichen, starken bis unerträglichen Bauchschmerzen
- Bei Verdacht auf Darmverschluss (kein Stuhlgang, kein Windabgang, erbrechen)
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei wiederkehrenden, leichten Bauchbeschwerden, die Sie schon länger begleiten
Diagnose
Die Diagnose wird anhand der Röntgenaufnahme des Bauches gestellt, die gemeinsam mit Ihrer Krankengeschichte und einer körperlichen Untersuchung beurteilt wird.
Mögliche Untersuchungen
- Röntgen Abdomen im Stehen und/oder Liegen
- Gegebenenfalls ergänzende Untersuchungen wie Ultraschall oder CT
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie müssen sich für die Aufnahme ausziehen (meist nur Oberkörper) und alle Metallgegenstände entfernen. Dann stellt der Radiologe oder die Radiologin die Röhre ein und macht eine oder mehrere Aufnahmen. Dabei müssen Sie für einige Sekunden stillhalten und die Luft anhalten. Die Strahlenbelastung ist gering. Nach der Untersuchung können Sie sofort wieder Ihren normalen Aktivitäten nachgehen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, die auf dem Röntgenbild zu sehen ist. Mögliche Behandlungen reichen von Medikamenten über Ernährungsumstellung bis hin zu operativen Eingriffen.
Selbsthilfe zu Hause
- Ausreichend Flüssigkeit trinken (z. B. Wasser, Tee)
- Bei Verstopfung: ballaststoffreiche Kost (z. B. Vollkornbrot, Obst, Gemüse)
- Ausruhen, wenn der Bauch schmerzt
Medizinische Behandlungen
Je nach Befund können Medikamente (zum Beispiel gegen Schmerzen, Übelkeit oder zur Förderung der Darmbewegung) verordnet werden. Auch entzündungshemmende oder antibiotische Behandlungen sind möglich. Bei Darmverschluss kommen oft ein Magenschlauch oder Einläufe zur Anwendung. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird mit Ihnen besprechen, welche Behandlung für Sie am besten geeignet ist.
Wann kommt eine Operation infrage?
In manchen Fällen (z. B. bei einem akuten Darmverschluss, einer Blinddarmentzündung oder einer schweren Verletzung) ist eine Operation nötig. Ihr Chirurg oder Ihre Chirurgin wird Sie dann ausführlich beraten.
Leben mit der Erkrankung
Wenn die Ursache Ihrer Bauchbeschwerden gefunden und behandelt ist, können Sie meist schnell wieder Ihren Alltag aufnehmen. Befolgen Sie die Empfehlungen Ihres Arztes.
Tipps für den Alltag
- Gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Ballaststoffen
- Regelmäßige Bewegung (z. B. Spaziergänge)
- Stress vermeiden oder bewältigen (z. B. durch Entspannungsübungen)
Ernährung und Bewegung
Eine ballaststoffreiche Kost und ausreichend Bewegung fördern die Darmtätigkeit und können helfen, Verstopfungen und anderen Beschwerden vorzubeugen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Anhaltende Bauchschmerzen oder die Angst vor einer ernsten Erkrankung können belastend sein. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber.
Vorbeugung
Viele Baucherkrankungen lassen sich durch einen gesunden Lebensstil (Ernährung, Bewegung, kein Rauchen) teilweise verhindern. Spezifische Ursachen wie Verwachsungen nach Operationen sind nicht immer vermeidbar.
Impfungen
Impfen lassen gegen Hepatitis B (kann Leberschäden verursachen) und gegen bestimmte Darminfektionen (z. B. Rotaviren bei Kindern) – sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Früherkennungsprogramme
Bei Risikogruppen (z. B. Menschen mit familiärer Vorbelastung für Darmkrebs) werden Vorsorgeuntersuchungen wie Darmspiegelung empfohlen. Ihr Hausarzt kann Sie beraten.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ein Darmverschluss kann lebensbedrohlich werden, wenn er nicht rechtzeitig behandelt wird.
- Unbehandelte Entzündungen (z. B. Blinddarmentzündung) können zu Durchbruch und Bauchfellentzündung führen.
- Nierensteine können Harnstau und Nierenschäden verursachen.
Langzeitprognose
Die meisten Baucherkrankungen, die mit einem Röntgenbild diagnostiziert werden, sind gut behandelbar. Eine rechtzeitige Diagnose verbessert die Heilungschancen deutlich. Ihr medizinisches Team wird Sie bestmöglich begleiten.
Unterstützung finden
Hilfetelefone
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Ähnliche Erkrankungen
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.