Preparing for bone scan
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Knochenscan ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin. Dabei wird eine schwach radioaktive Substanz in eine Vene gespritzt, die sich in den Knochen anreichert. Anschließend werden mit einer speziellen Kamera Aufnahmen gemacht, um Veränderungen im Knochenstoffwechsel sichtbar zu machen – zum Beispiel bei Frakturen, Entzündungen oder Tumoren.
Wichtige Fakten
- Der Scan dauert etwa 30–60 Minuten, die gesamte Vorbereitung etwa 2–4 Stunden.
- Sie erhalten eine Injektion in die Armvene – die Substanz lagert sich dann in den Knochen an.
- Nach der Injektion müssen Sie 1–3 Stunden warten, bevor die Aufnahmen gemacht werden.
- Die Strahlenbelastung ist gering und für Erwachsene unbedenklich.
Knochenszintigrafien werden in Deutschland jährlich hunderttausendfach durchgeführt und gelten als Standardverfahren bei bestimmten Knochenerkrankungen.
Der Test wird bei Menschen jeden Alters eingesetzt – je nach Fragestellung: bei Kindern mit unklaren Knochenschmerzen, bei Erwachsenen mit Krebsverdacht oder zur Überprüfung von Knochenheilung.
Symptome
- Plötzliche starke Knochenschmerzen nach einem Sturz
- Lähmungserscheinungen oder Taubheit in Beinen oder Armen
- Unkontrollierbare Schmerzen, die nicht nachlassen
- ⚠Anhaltende Knochenschmerzen, die sich verschlimmern
- ⚠Fieber mit Knochenschmerz ohne erkennbare Ursache
- ⚠Schwellung oder Wärmegefühl an einer Knochenstelle
Häufige Symptome
- Unerklärliche Knochenschmerzen
- Verdacht auf Knochenbrüche (Frakturen)
- Verdacht auf Knochenentzündung (Osteomyelitis)
- Überwachung von Knochenmetastasen bei Krebserkrankungen
Symptome bei Kindern
- Hinken oder Schonhaltung ohne erkennbaren Grund
- Klagen über Schmerzen in Armen oder Beinen
- Fieber zusammen mit lokalem Knochenschmerz
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Starke Schmerzen in Hüfte, Wirbelsäule oder Becken
- Verdacht auf Osteoporose-bedingte Frakturen
- Schwellung oder Rötung über einem Gelenk oder Knochen
Ursachen
Hauptursachen
- Verdacht auf Knochenmetastasen bei Krebserkrankungen (z. B. Brust-, Prostata-, Lungenkrebs)
- Knochenbrüche, die im Röntgen nicht sichtbar sind (z. B. Stressfrakturen)
- Knochenentzündungen (Osteomyelitis)
- Gelenkerkrankungen wie aktivierte Arthrose oder rheumatische Entzündungen
Risikofaktoren
- Alter (höheres Risiko für Knochenerkrankungen)
- Bekannte Krebserkrankung
- Sportliche Überlastung (Stressfrakturen)
- Immunschwäche (erhöhtes Risiko für Knochenentzündungen)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Starke Knochenschmerzen ohne erkennbare Ursache
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Ihr Hausarzt oder Orthopäde einen Knochenscan empfiehlt
- Vor dem Scan klären Sie bitte mit Ihrem Arzt, ob Medikamente abgesetzt werden müssen (z. B. bestimmte Schmerzmittel)
Diagnose
Der Knochenscan wird in einer nuklearmedizinischen Praxis oder Klinik durchgeführt. Zuerst wird die schwach radioaktive Substanz (Tracer) in eine Armvene gespritzt. Danach warten Sie 1–3 Stunden, damit sich der Tracer in den Knochen anreichert. In dieser Zeit können Sie sich frei bewegen und viel trinken. Anschließend werden Sie gebeten, auf einem Untersuchungstisch zu liegen, während eine Kamera langsam über Ihren Körper fährt – die Aufnahmen dauern etwa 30–60 Minuten.
Mögliche Untersuchungen
- Knochenszintigrafie (Ganzkörper-Scan)
- Gegebenenfalls zusätzlich SPECT/CT für genauere Bilder
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie müssen nach der Injektion 1–3 Stunden warten – nehmen Sie sich Zeit für diese Wartezeit. Sie können lesen oder Musik hören. Die Aufnahmen selbst sind völlig schmerzfrei. Nach dem Scan können Sie sofort wieder Ihren normalen Aktivitäten nachgehen. Sie sollten aber am Tag noch viel trinken, um die radioaktive Substanz auszuscheiden.
Behandlung
Der Knochenscan selbst ist eine diagnostische Maßnahme, keine Behandlung. Die Ergebnisse helfen dem Arzt, die richtige Therapie für Ihre Grunderkrankung zu wählen.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie am Tag vor dem Scan und danach reichlich Wasser (mindestens 1,5–2 Liter)
- Tragen Sie bequeme Kleidung ohne Metallteile (Reißverschlüsse, Knöpfe, BH-Bügel)
- Informieren Sie vorab, ob Sie schwanger sind oder stillen
Medizinische Behandlungen
Abhängig vom Befund kann Ihr Arzt weitere Untersuchungen (z. B. MRT, CT, Biopsie) oder eine spezifische Behandlung einleiten – etwa Antibiotika bei Knocheninfektionen, Schmerztherapie oder Krebstherapie. Ihr Arzt wird die Ergebnisse mit Ihnen besprechen.
Wann kommt eine Operation infrage?
In seltenen Fällen kann ein Knochenscan auf eine Operation hinweisen – z. B. bei einer nicht heilenden Fraktur oder bei Knochenmetastasen, die stabilisiert werden müssen. Dies wird dann individuell mit dem Orthopäden oder Chirurgen besprochen.
Leben mit der Erkrankung
Nach dem Knochenscan gibt es keine Einschränkungen. Sie können sofort wieder arbeiten, Auto fahren oder Sport treiben. Die radioaktive Substanz wird innerhalb weniger Stunden über die Nieren ausgeschieden.
Tipps für den Alltag
- Viel trinken am Tag des Scans
- Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen nötig
Ernährung und Bewegung
Es gibt keine Ernährungs- oder Bewegungseinschränkungen. Sie können am Tag des Scans normal essen und trinken.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Ein Knochenscan kann Angst machen, weil man sich Sorgen um die Ursache der Beschwerden macht. Das ist verständlich. Besprechen Sie Ihre Ängste mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Personal – sie können Ihnen helfen, die Untersuchung zu verstehen und zu entlasten.
Vorbeugung
Ein Knochenscan ist keine Vorsorgeuntersuchung, sondern ein diagnostisches Verfahren. Sie können nichts tun, um einen Knochenscan zu 'verhindern' – er wird nur durchgeführt, wenn medizinische Gründe vorliegen.
Impfungen
nicht relevant
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein allgemeines Screening mittels Knochenscan. Die Untersuchung wird gezielt bei bestimmten Anzeichen oder Risikogruppen eingesetzt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn die Ursache der Knochenschmerzen nicht geklärt wird, kann sich die Grunderkrankung verschlechtern – zum Beispiel eine nicht erkannte Knocheninfektion oder ein Tumor.
Langzeitprognose
Die Knochenszintigrafie ist ein sehr sicheres Verfahren mit geringen Risiken. Die Strahlenbelastung entspricht etwa der einer normalen Röntgenaufnahme des Brustkorbs. Allergische Reaktionen auf den Tracer sind extrem selten. Wenn die Ursache der Beschwerden früh erkannt wird, sind die Behandlungschancen meist gut.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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