Preparing for DEXA scan
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein DEXA-Scan (Knochendichtemessung) ist eine schmerzfreie Untersuchung, bei der mit sehr wenig Röntgenstrahlung die Festigkeit Ihrer Knochen gemessen wird. So lässt sich feststellen, ob Ihr Knochen Mineralien wie Kalzium verloren hat – das nennen wir Osteoporose (Knochenschwund).
Wichtige Fakten
- Die Untersuchung dauert nur etwa 10 bis 20 Minuten und ist völlig schmerzfrei.
- Die Strahlenbelastung ist sehr gering – weniger als bei einem normalen Röntgenbild des Brustkorbs.
- Der DEXA-Scan misst vor allem Knochen an der Hüfte und der Wirbelsäule, weil dort Brüche am häufigsten vorkommen.
Ja, die Knochendichtemessung wird bei Millionen von Menschen durchgeführt, besonders bei Frauen nach den Wechseljahren und bei älteren Männern, um das Risiko von Knochenbrüchen einzuschätzen.
Betroffen sind vor allem Menschen über 50 Jahre, Frauen nach der Menopause, Menschen mit bestimmten Erkrankungen (wie rheumatoider Arthritis) oder solchen, die langfristig Kortison einnehmen müssen.
Symptome
- Plötzliche starke Schmerzen nach einem Sturz, z. B. in der Hüfte oder im Rücken.
- Sie können ein Bein nicht mehr belasten oder den Arm nicht mehr bewegen.
- Wenn Sie vermuten, dass ein Knochen gebrochen ist.
- ⚠Anhaltende Rückenschmerzen, die nicht nachlassen – vereinbaren Sie einen zeitnahen Termin bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Häufige Symptome
- Die DEXA-Untersuchung selbst hat keine Symptome. Sie wird durchgeführt, wenn Sie Risikofaktoren für brüchige Knochen haben, z. B. nach einem Knochenbruch durch einen leichten Sturz.
- Manchmal wird sie auch bei Rückenschmerzen empfohlen, die auf einen Wirbelbruch hindeuten könnten.
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern wird ein DEXA-Scan nur selten und nur bei bestimmten Erkrankungen (z. B. Knochenstoffwechselstörungen) eingesetzt. Dabei gelten besondere Vorbereitungsregeln – besprechen Sie dies mit Ihrem Kinderarzt.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Erwachsene werden oft untersucht, wenn sie an Körpergröße verloren haben, einen runden Rücken (Witwenbuckel) bekommen oder nach einem Sturz einen Knochenbruch erlitten haben.
Ursachen
Hauptursachen
- Eine niedrige Knochendichte hat meist mehrere Ursachen: der natürliche Knochenabbau im Alter, sinkende Hormonspiegel (Östrogen bei Frauen, Testosteron bei Männern) sowie ein Mangel an Kalzium und Vitamin D.
Risikofaktoren
- Alter über 50 Jahre
- Weibliches Geschlecht und frühe Wechseljahre
- Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
- Untergewicht oder Essstörungen
- Bestimmte Medikamente wie Kortison über lange Zeit
- Familienmitglieder mit Osteoporose oder Schenkelhalsbrüchen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei einem plötzlichen Knochenbruch ohne starke Gewalteinwirkung.
- Wenn Sie nach einem Sturz starke Schmerzen haben und ein Glied nicht mehr bewegen können.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Ab dem 50. Lebensjahr sollten Sie mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin besprechen, ob eine Knochendichtemessung sinnvoll ist.
- Wenn Sie Risikofaktoren haben (z. B. frühe Wechseljahre, Kortison-Einnahme), kann der Test schon früher empfohlen werden.
Diagnose
Der DEXA-Scan ist die Standardmethode, um die Knochendichte zu messen und Osteoporose zu erkennen. Die Ergebnisse werden als T-Wert ausgegeben: Ein Wert über -1 gilt als normal, zwischen -1 und -2,5 als Vorstufe (Osteopenie) und unter -2,5 als Osteoporose.
Mögliche Untersuchungen
- Knochendichtemessung mit DEXA an Hüfte und Wirbelsäule
- Eventuell zusätzlich eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule, wenn ein Bruch vermutet wird
- Blut- und Urinuntersuchungen, um andere Ursachen für Knochenschwund auszuschließen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie liegen bequem auf einem Untersuchungstisch, während ein schwenkbarer Arm langsam über Ihre Hüfte und Ihren unteren Rücken fährt. Sie müssen stillhalten, aber nicht den Atem anhalten. Die Untersuchung dauert etwa 15 Minuten. Am besten tragen Sie bequeme Kleidung ohne Metallteile (Reißverschluss, Knöpfe). Am Tag vor der Untersuchung sollten Sie keine Kalzium-Tabletten einnehmen – fragen Sie aber vorher Ihren Arzt.
Behandlung
Die Behandlung einer niedrigen Knochendichte zielt darauf ab, weitere Knochenbrüche zu verhindern. Dazu gehören eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D, regelmäßige Bewegung sowie in manchen Fällen Medikamente, die den Knochenabbau bremsen oder den Knochenaufbau fördern.
Selbsthilfe zu Hause
- Achten Sie auf eine kalziumreiche Ernährung (Milchprodukte, grünes Gemüse, mineralwasser mit Kalzium).
- Sorgen Sie für ausreichend Vitamin D – entweder durch Sonnenlicht oder – nach ärztlicher Absprache – durch Vitamin-D-Präparate.
- Bewegen Sie sich regelmäßig: Spazierengehen, Treppensteigen oder leichtes Krafttraining stärken die Knochen.
- Vermeiden Sie Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum.
- Beseitigen Sie Stolperfallen in Ihrer Wohnung (Teppiche, Kabel) und tragen Sie rutschfeste Schuhe.
Medizinische Behandlungen
Wenn die Knochendichte sehr niedrig ist oder bereits Brüche aufgetreten sind, können Medikamente aus der Gruppe der Bisphosphonate oder andere knochenaufbauende Substanzen verschrieben werden. Diese Medikamente verringern das Risiko für Knochenbrüche deutlich. Welches Mittel für Sie infrage kommt, entscheidet Ihr Arzt oder Ihre Ärztin gemeinsam mit Ihnen.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist in der Regel nicht erforderlich, es sei denn, es liegt bereits ein Knochenbruch vor (z. B. an der Hüfte oder der Wirbelsäule). Dann kann der Bruch operativ versorgt werden. Eine Operation behandelt den Bruch, nicht die Osteoporose selbst.
Leben mit der Erkrankung
Viele Menschen mit einer niedrigen Knochendichte führen ein völlig normales Leben. Wichtig ist, auf einen gesunden Lebensstil zu achten und Stürze zu vermeiden. Planen Sie regelmäßige Arztbesuche zur Kontrolle.
Tipps für den Alltag
- Bleiben Sie aktiv: Gehen Sie täglich an die frische Luft und machen Sie leichte Übungen wie Tai Chi oder Yoga (angepasst an Ihre Fähigkeiten).
- Ernähren Sie sich ausgewogen mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten – das unterstützt die allgemeine Gesundheit.
- Trinken Sie ausreichend, aber nicht zu viel Kaffee oder Cola, da Koffein die Kalziumaufnahme leicht beeinträchtigen kann.
Ernährung und Bewegung
Eine knochenfreundliche Ernährung enthält reichlich Kalzium und Vitamin D. Gute Kalziumquellen sind Milch, Joghurt, Käse, grünes Blattgemüse (Grünkohl, Brokkoli) und mit Kalzium angereicherte Lebensmittel. Vitamin D wird vor allem durch Sonnenlicht gebildet; im Winter kann ein Vitamin-D-Präparat sinnvoll sein (sprechen Sie mit Ihrem Arzt). Bewegung sollte sowohl Gewicht tragende Aktivitäten (Gehen, Tanzen) als auch Muskelkräftigung (leichte Hanteln, Widerstandsbänder) umfassen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose Osteoporose kann Ängste auslösen, vor allem die Angst vor Stürzen und Brüchen. Das ist normal. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arzt und vertrauen Sie auf die Behandlungsmöglichkeiten. Viele Menschen haben mit einer guten Vorbeugung kaum Einschränkungen. Wenn die Angst überhandnimmt, kann eine psychologische Beratung helfen.
Vorbeugung
Ja, Sie können viel tun, um eine niedrige Knochendichte zu verhindern oder zu verlangsamen. Dazu gehören eine kalzium- und vitamin-D-reiche Ernährung, regelmäßige Bewegung (mindestens 30 Minuten pro Tag), Vermeidung von Rauchen und ein moderater Alkoholkonsum. Falls Sie bereits Risikofaktoren haben, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine frühzeitige Knochendichtemessung sinnvoll ist.
Impfungen
Impfungen sind nicht direkt zur Vorbeugung von Osteoporose geeignet. Allerdings können Impfungen vor Infektionen schützen, die zu einer Bettlägerigkeit führen könnten – das wiederum hilft, die Knochengesundheit zu erhalten. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt zu altersgerechten Impfungen beraten.
Früherkennungsprogramme
Die Knochendichtemessung ist die anerkannte Screening-Methode. Laut den AWMF-Leitlinien wird sie für Frauen ab 65 Jahren und für Männer ab 70 Jahren empfohlen, bei Risikofaktoren auch früher. Ihr Arzt kann nach einem standardisierten Fragebogen (z. B. FRAX) Ihr persönliches Risiko einschätzen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ohne Behandlung kann eine niedrige Knochendichte zu Knochenbrüchen führen, vor allem an Hüfte, Wirbelsäule und Handgelenk.
- Wirbelbrüche können zu einer dauerhaften Verkrümmung der Wirbelsäule (Rundrücken) und anhaltenden Schmerzen führen.
- Hüftbrüche erfordern oft eine Operation und können die Beweglichkeit langfristig einschränken.
Langzeitprognose
Die gute Nachricht: Osteoporose ist gut behandelbar. Mit einer frühzeitigen Erkennung und den richtigen Maßnahmen können Sie das Risiko für Brüche deutlich senken und ein aktives Leben führen. Viele Menschen mit Osteoporose haben keine nennenswerten Einschränkungen. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich regelmäßig beraten.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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