Preparing for echocardiogram
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Echokardiogramm (kurz: Echo) ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Dabei werden mit Schallwellen Bilder vom Herzen erstellt, um dessen Größe, Form und Funktion zu beurteilen. Es ist schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung.
Wichtige Fakten
- Ein Echo ist eine schonende und sichere Untersuchung, die oft ambulant durchgeführt wird.
- Sie hilft, Herzkrankheiten wie Herzklappenfehler, Herzschwäche oder angeborene Herzfehler zu erkennen.
- Für die Untersuchung müssen Sie in der Regel keine besonderen Vorbereitungen treffen – außer, dass Ihr Arzt es anders anordnet.
Ja, das Echokardiogramm gehört zu den häufigsten Herzuntersuchungen. Es wird bei Verdacht auf viele Herzerkrankungen eingesetzt.
Menschen jeden Alters können ein Echokardiogramm benötigen – von Babys mit angeborenen Herzfehlern bis zu älteren Menschen mit Herzschwäche oder Herzklappenerkrankungen.
Symptome
- Plötzliche, starke Brustschmerzen, die in den Arm, Rücken oder Kiefer ausstrahlen
- Akute Atemnot, die nicht nachlässt
- Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
- Plötzliches Herzrasen mit Schwindel oder Atemnot
- ⚠Neu auftretende oder sich verschlimmernde Brustschmerzen
- ⚠Anhaltende Atemnot, die Sie beim Schlafen oder im Liegen stört
- ⚠Geschwollene Beine oder plötzliche Gewichtszunahme (Hinweis auf Wasseransammlung)
- ⚠Unregelmäßiger Herzschlag, der länger als ein paar Minuten anhält
Häufige Symptome
- Atemnot bei Belastung
- Brustschmerzen oder -druck
- Herzklopfen oder unregelmäßiger Herzschlag
- Müdigkeit und Schwäche
- Geschwollene Beine oder Knöchel
Symptome bei Kindern
- Schnelles Atmen oder Probleme beim Trinken
- Bläuliche Verfärbung der Lippen oder Haut (Zyanose)
- Weniger Energie als andere Kinder
- Schlechtes Gedeihen (langsame Gewichtszunahme)
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Verstärkte Atemnot bei leichten Tätigkeiten
- Schwindel oder Ohnmachtsanfälle
- Verwirrtheit oder plötzliche Verwirrtheit
- Verschlechterung einer bekannten Herzerkrankung
Ursachen
Hauptursachen
- Verdacht auf Herzklappenerkrankungen (z. B. Aortenklappenstenose)
- Verdacht auf Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
- Unklare Atemnot oder Brustschmerzen
- Überwachung von angeborenen Herzfehlern
- Kontrolle nach einem Herzinfarkt oder einer Herzoperation
Risikofaktoren
- Hoher Blutdruck (Hypertonie)
- Zuckerkrankheit (Diabetes)
- Rauchen
- Übergewicht (Adipositas)
- Familienvorgeschichte mit Herzerkrankungen
- Bestimmte Erkrankungen wie Bluthochdruck oder KHK
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Plötzliche, starke Brustschmerzen
- Akute Atemnot, die in Ruhe auftritt
- Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
- Anhaltendes Herzrasen oder -stolpern
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Bei geplanten Vorsorgeuntersuchungen oder wenn Ihr Arzt ein Echo empfiehlt
- Wenn Sie Atemnot bei Belastung oder andere Symptome länger als ein paar Tage bemerken
- Zur Kontrolle einer bekannten Herzerkrankung nach Absprache mit Ihrem Kardiologen
Diagnose
Ein Echokardiogramm wird mit einem kleinen Schallkopf (Ultraschallsonde) durchgeführt, den der Arzt auf Ihre Brust setzt. Manchmal wird auch eine spezielle Sonde durch die Speiseröhre geführt (transösophageales Echo), wenn genauere Bilder nötig sind.
Mögliche Untersuchungen
- Transthorakales Echokardiogramm (TTE) – die häufigste Art, von außen auf der Brust
- Transösophageales Echokardiogramm (TEE) – Sonde in der Speiseröhre, für genauere Bilder
- Stressechokardiogramm – vor und nach Belastung, um die Funktion des Herzens unter Stress zu prüfen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie liegen während der Untersuchung auf einer Liege, der Arzt trägt etwas Gel auf Ihre Brust und bewegt den Schallkopf. Sie müssen sich nicht ausziehen, nur die Brust sollte frei sein. Die Untersuchung dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Sie können sofort danach nach Hause gehen und alles wie gewohnt tun.
Behandlung
Ein Echokardiogramm selbst ist keine Behandlung, sondern eine Diagnosemethode. Die Ergebnisse helfen Ihrem Arzt, die richtige Behandlung für Ihr Herzproblem zu finden – falls eines vorliegt.
Selbsthilfe zu Hause
- Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes zur Vorbereitung (z. B. nüchtern bei TEE oder Stress-Echo)
- Nehmen Sie Ihre Medikamente wie gewohnt ein, außer Ihr Arzt sagt etwas anderes
- Tragen Sie bequeme Kleidung, die die Brust freigibt
- Informieren Sie den Arzt über Allergien (z. B. gegen Pflaster oder Latex)
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung richtet sich nach der im Echo festgestellten Ursache. Mögliche Ansätze umfassen Medikamente gegen Bluthochdruck, Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen, sowie gegebenenfalls Verfahren wie Herzkatheter oder Operationen. Ihr Arzt wird mit Ihnen den besten Plan besprechen – bitte fragen Sie nach, wenn Sie Fragen haben.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn das Echokardiogramm eine schwere Herzklappenverengung oder -undichtigkeit zeigt, kann eine Operation notwendig sein. Auch bei bestimmten angeborenen Herzfehlern oder nach einem Herzinfarkt kann ein chirurgischer Eingriff empfohlen werden. Ihr Kardiologe wird die Notwendigkeit im Einzelfall prüfen.
Leben mit der Erkrankung
Nach einem Echokardiogramm gibt es keine Einschränkungen. Sie können sofort Ihren normalen Alltag fortsetzen. Die Untersuchung verursacht keine Schmerzen oder Nebenwirkungen.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf eine gesunde Ernährung mit wenig Salz und viel Obst und Gemüse
- Bewegen Sie sich regelmäßig – mindestens 30 Minuten pro Tag, am besten an den meisten Tagen
- Vermeiden Sie Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum
- Halten Sie Ihr Gewicht im gesunden Bereich
- Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck und Blutzucker regelmäßig, falls nötig
Ernährung und Bewegung
Eine herzgesunde Ernährung (wenig gesättigte Fette, viel Ballaststoffe) und moderate Bewegung wie Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen sind gut für Ihr Herz. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Aktivitäten für Sie geeignet sind, insbesondere wenn Sie bereits eine Herzerkrankung haben.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Sorge um das Herz kann belastend sein. Ein Echokardiogramm gibt Klarheit und kann Ängste verringern. Falls Sie dennoch ängstlich oder depressiv sind, scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt oder einem Psychologen zu sprechen. Es gibt auch Selbsthilfegruppen für Menschen mit Herzerkrankungen.
Vorbeugung
Ein Echokardiogramm dient nicht der Vorbeugung, sondern der Diagnose. Sie können Ihr Herz jedoch gesund halten, indem Sie auf Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen und Übergewicht achten. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt helfen, Herzprobleme frühzeitig zu erkennen.
Impfungen
Zur Vorbeugung von Herzerkrankungen gibt es keine speziellen Impfungen. Allerdings wird eine Grippeimpfung für Menschen mit Herzproblemen empfohlen, da Grippe das Herz belasten kann. Fragen Sie Ihren Arzt.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein routinemäßiges Screening mit Echokardiogramm für alle. Ihr Arzt wird es nur dann empfehlen, wenn Sie Symptome oder Risikofaktoren haben. Bei Menschen mit hohem Risiko (z. B. familiärer Vorbelastung) kann es vorbeugend eingesetzt werden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Wenn die zugrunde liegende Herzerkrankung nicht behandelt wird, kann sie fortschreiten und zu schwerwiegenden Komplikationen führen
- Mögliche Folgen sind Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Lungenödeme (Wasser in der Lunge) oder Schlaganfall
- Eine frühzeitige Diagnose durch ein Echokardiogramm kann helfen, diese Komplikationen zu verhindern
Langzeitprognose
Die meisten Menschen, die ein Echokardiogramm erhalten, haben eine gute Prognose, insbesondere wenn die Untersuchung keine schweren Auffälligkeiten zeigt. Wenn eine Herzerkrankung festgestellt wird, sind die modernen Behandlungsmöglichkeiten sehr gut. Mit der richtigen Therapie kann die Lebensqualität oft deutlich verbessert werden.
Unterstützung finden
Externe Links öffnen Websites Dritter. Ruqelo ist nicht für externe Inhalte verantwortlich. Die Nennung einer Organisation bedeutet keine Empfehlung.
Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
Ähnliche Erkrankungen
Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
Nutzen Sie sie zur Ergänzung — nicht als Ersatz — für den Rat einer approbierten Fachkraft.
Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.