Preparing for PET-CT
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine PET-CT (Positronen-Emissions-Tomographie und Computertomographie) ist eine Untersuchung, die zwei bildgebende Verfahren kombiniert. Dabei wird eine schwach radioaktive Substanz (Tracer) in die Vene gespritzt, die sich im Körper verteilt und Stoffwechselvorgänge sichtbar macht. Gleichzeitig erstellt der CT-Teil detailgenaue Schnittbilder des Körpers. So können Ärzte erkennen, ob Organe oder Gewebe verändert sind, zum Beispiel bei Krebs oder Entzündungen.
Wichtige Fakten
- Die Untersuchung dauert etwa 30 bis 60 Minuten, die Vorbereitung beginnt jedoch schon Stunden vorher.
- Sie müssen vor der Untersuchung mindestens 6 Stunden nüchtern sein (kein Essen, nur Wasser).
- Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen – manche müssen vor der Untersuchung abgesetzt werden.
- Die Strahlenbelastung ist gering und vergleichbar mit der einer normalen CT-Untersuchung plus einer leichten zusätzlichen Belastung durch den Tracer.
PET-CT-Untersuchungen werden in Deutschland häufig durchgeführt, vor allem in der Krebsdiagnostik und -verlaufskontrolle. Jährlich finden viele tausend solcher Untersuchungen statt.
Die Untersuchung wird bei Menschen eingesetzt, bei denen der Verdacht auf Krebs, eine Entzündung oder eine Herzerkrankung besteht. Sie wird auch genutzt, um den Erfolg einer Behandlung zu überprüfen.
Symptome
- Atemnot oder Schwellungen im Gesicht/Hals nach der Injektion des Tracers (allergische Reaktion)
- Bewusstlosigkeit oder Kreislaufzusammenbruch
- Starke Übelkeit und Erbrechen unmittelbar nach der Injektion
- ⚠Starke Schmerzen an der Einstichstelle
- ⚠Fieber oder Schüttelfrost nach der Untersuchung
Ursachen
Hauptursachen
- Verdacht auf Krebserkrankung (z. B. Tumorsuche, Metastasensuche)
- Kontrolle des Behandlungserfolgs bei Krebs (z. B. nach Chemotherapie oder Bestrahlung)
- Abklärung von Entzündungen oder Infektionen, die mit anderen Methoden nicht klar erkannt werden
- Untersuchung von Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirns
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie nach der Injektion des Tracers plötzlich Atemnot, Hautausschlag oder Schwellungen bemerken – rufen Sie sofort den Notruf 112.
- Wenn Sie während der Untersuchung starke Schmerzen oder Brustschmerzen verspüren.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Vereinbaren Sie einen Termin zur Besprechung der Ergebnisse mit Ihrem behandelnden Arzt, sobald diese vorliegen (meist nach 1–2 Werktagen).
- Fragen Sie vor der Untersuchung bei Ihrem Arzt nach, ob Sie Ihre Medikamente wie gewohnt einnehmen dürfen.
Diagnose
Die PET-CT selbst ist ein bildgebendes Verfahren. Die Vorbereitung umfasst Nüchternheit, Vermeidung von körperlicher Anstrengung und eventuell das Absetzen bestimmter Medikamente. Der Tracer wird eine Stunde vor der Aufnahme gespritzt – in dieser Zeit sollten Sie ruhig liegen und sich nicht bewegen. Während der Aufnahme liegen Sie still auf einer Liege, die durch eine Röhre fährt. Die Untersuchung ist schmerzfrei.
Mögliche Untersuchungen
- Blutuntersuchungen vor der PET-CT (z. B. Nierenwerte, Blutzucker)
- Anamnese (ärztliches Gespräch) zur Erfassung von Allergien, Medikamenten und Vorerkrankungen
- Eventuell eine Schwangerschaftsuntersuchung bei Frauen im gebärfähigen Alter
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie erhalten eine genaue schriftliche Anleitung. Planen Sie insgesamt etwa 2–3 Stunden ein (Vorbereitung, Wartezeit nach der Injektion, eigentliche Aufnahme und Nachbesprechung). Nach der Untersuchung können Sie sofort wieder Ihren normalen Aktivitäten nachgehen. Trinken Sie viel, damit der Tracer schneller ausgeschieden wird.
Behandlung
Die PET-CT ist eine Diagnostik, keine Behandlung. Die Ergebnisse helfen Ihrem Arzt, die richtige Therapie für Ihre Erkrankung zu wählen. Über die Behandlung Ihrer Grunderkrankung entscheidet Ihr Arzt nach Auswertung der Bilder.
Selbsthilfe zu Hause
- Halten Sie die Nüchternheitsregeln genau ein – essen Sie mindestens 6 Stunden vor der Untersuchung nichts, trinken Sie nur Wasser.
- Vermeiden Sie am Tag vor und am Tag der Untersuchung körperliche Anstrengung (kein Sport, keine schwere Arbeit).
- Tragen Sie bequeme, metallfreie Kleidung (keine Reißverschlüsse, Knöpfe, BH mit Bügel).
- Bringen Sie alle Unterlagen mit (Überweisung, Medikamentenliste, frühere Aufnahmen).
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung. Ihr Arzt bespricht die Ergebnisse mit Ihnen und schlägt gegebenenfalls eine Operation, Strahlentherapie oder medikamentöse Therapie vor. Medikamente werden individuell verschrieben – besprechen Sie alle Fragen zur Behandlung mit Ihrem Facharzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Die PET-CT selbst erfordert keinen chirurgischen Eingriff. Sollte die Untersuchung einen behandlungsbedürftigen Befund zeigen, kann eine Operation nötig sein – Ihr Arzt wird Sie dann beraten.
Leben mit der Erkrankung
Nach der PET-CT können Sie Ihren Alltag sofort wieder aufnehmen. Es gibt keine Einschränkungen. Der Tracer wird über die Nieren und den Darm ausgeschieden – trinken Sie daher ausreichend Wasser (ca. 1,5–2 Liter) am Untersuchungstag.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie engen Kontakt zu Schwangeren und Kleinkindern für 12 Stunden nach der Untersuchung, da der Tracer noch schwach strahlt.
- Halten Sie einen Abstand von mindestens einem Meter zu anderen Personen, wenn möglich.
- Wenn Sie stillen, fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie eine Stillpause einlegen müssen (meist 24 Stunden).
Ernährung und Bewegung
Es gibt keine speziellen diätetischen Einschränkungen nach der Untersuchung. Leichte Bewegung ist erlaubt, vermeiden Sie jedoch anstrengende Aktivitäten am Untersuchungstag.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Zeit bis zu den Ergebnissen kann belastend sein. Viele Menschen empfinden Unsicherheit oder Angst. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Sorgen. Auch psychosoziale Beratungsstellen können helfen.
Vorbeugung
Eine PET-CT ist keine Vorsorgeuntersuchung, sondern eine gezielte Diagnostik. Sie kann nicht verhindert werden, wenn sie medizinisch notwendig ist. Durch sorgfältige Vorbereitung lassen sich jedoch Wiederholungen oder Komplikationen vermeiden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Eine allergische Reaktion auf den Tracer ist selten, aber möglich (Hautausschlag, Atemnot).
- Die Strahlenbelastung ist gering, aber bei wiederholten Untersuchungen sollte der Nutzen sorgfältig abgewogen werden.
- Bei unzureichender Vorbereitung (z. B. nicht nüchtern) kann die Bildqualität schlecht sein und die Untersuchung muss wiederholt werden.
Langzeitprognose
Die PET-CT ist eine sehr zuverlässige Methode, um Gewebeveränderungen frühzeitig zu erkennen. Die Ergebnisse helfen, die Behandlung gezielt und effektiv zu planen. Mit guter Vorbereitung und ärztlicher Begleitung ist die Untersuchung sicher und komplikationsarm.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Krebshilfe ↗ · Deutschland
- Berufsverband der Deutschen Radiologen (BDR) ↗ · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.