Prostata-Röntgen: Was Sie über die Untersuchung wissen sollten
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Prostata-Röntgen ist eine bildgebende Untersuchung, bei der mit Röntgenstrahlen die Prostata und die Umgebung dargestellt werden. Es wird heute aber nur noch selten eingesetzt, weil modernere Verfahren wie Ultraschall und MRT genauere Bilder liefern.
Wichtige Fakten
- Ein Prostata-Röntgen wird meist dann gemacht, wenn der Arzt Verkalkungen oder Steine in der Prostata vermutet.
- Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
- Vor der Aufnahme kann ein Kontrastmittel gegeben werden, um bestimmte Bereiche besser sichtbar zu machen.
Nein, ein einfaches Röntgen der Prostata ist heute nicht mehr üblich. Stattdessen verwenden Ärzte meist Ultraschall oder Magnetresonanztomographie (MRT).
Die Untersuchung kann bei Männern mit Beschwerden beim Wasserlassen oder bei Verdacht auf Prostatasteine durchgeführt werden. Sie ist für jeden geeignet, bei dem der Arzt eine solche Bildgebung für sinnvoll hält.
Symptome
- Komplette Unfähigkeit, Wasser zu lassen (Harnverhalt)
- Starke Schmerzen im Unterbauch oder im Rücken
- ⚠Blut im Urin, das nicht wieder verschwindet
- ⚠Fieber und Schüttelfrost bei gleichzeitigen Prostata-Beschwerden
Häufige Symptome
- Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
- Häufiger Harndrang, auch nachts
- Schwacher Harnstrahl oder Nachträufeln
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Plötzlicher Harnverhalt (kann nicht mehr Wasser lassen)
- Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit
Ursachen
Hauptursachen
- Verkalkungen (z. B. durch chronische Entzündungen)
- Prostatasteine
- Vergrößerung der Prostata (gutartig oder bösartig)
Risikofaktoren
- Alter über 50 Jahre
- Familienvorgeschichte von Prostatakrankheiten
- Ungesunde Lebensweise (wenig Bewegung, Rauchen)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie plötzlich kein Wasser mehr lassen können
- Wenn Sie Blut im Urin sehen und gleichzeitig Schmerzen haben
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie regelmäßig Probleme beim Wasserlassen haben
- Wenn Sie älter als 45 Jahre sind und eine Vorsorgeuntersuchung wünschen
Diagnose
Die Prostata wird mit Röntgenstrahlen abgebildet. Oft wird vorher ein Kontrastmittel über eine Blasenspülung oder eine Injektion gegeben, um die Harnröhre und die Prostata besser darzustellen.
Mögliche Untersuchungen
- Röntgenaufnahme des Beckens (Übersichtsaufnahme)
- Röntgen mit Kontrastmittel (Urethrozystographie)
- Ultraschall der Prostata (wird meist zusätzlich gemacht)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Sie liegen auf einem Röntgentisch, die Blase sollte möglichst leer sein. Der Röntgenassistent oder die Ärztin macht eine Aufnahme von oben und manchmal auch von der Seite. Die Untersuchung tut nicht weh und dauert etwa 5 bis 10 Minuten.
Behandlung
Wenn die Röntgenuntersuchung eine Auffälligkeit zeigt, hängt die Behandlung von der genauen Ursache ab. Bei harmlosen Verkalkungen ist oft keine Behandlung nötig. Bei Entzündungen oder Steinen kann eine medikamentöse Therapie oder ein Eingriff infrage kommen.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken (vor allem Wasser oder Blasentee)
- Auf scharfe Gewürze und Koffein verzichten
- Regelmäßige Bewegung – sie fördert die Durchblutung
Medizinische Behandlungen
Der Arzt kann entzündungshemmende Medikamente oder Mittel zur Entspannung der Harnröhre verschreiben. In manchen Fällen werden Antibiotika eingesetzt – aber nur nach genauer Diagnose.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn sich Steine nicht von selbst lösen oder die Harnröhre stark verengt ist, kann ein kleiner Eingriff nötig sein. Auch bei bösartigen Veränderungen wird oft operiert. Ihr Arzt bespricht alle Möglichkeiten mit Ihnen.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Prostata-Röntgenuntersuchung können Sie sofort wieder Ihren normalen Alltag aufnehmen. Bei Gabe von Kontrastmittel sollten Sie viel trinken, um es auszuscheiden.
Tipps für den Alltag
- Sorgen Sie für regelmäßigen Stuhlgang (Ballaststoffe helfen)
- Vermeiden Sie langes Sitzen – bewegen Sie sich zwischendurch
- Reduzieren Sie Stress, z. B. durch Entspannungsübungen
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und wenig rotem Fleisch kann die Prostata-Gesundheit unterstützen. Bewegung wie Spazierengehen oder Radfahren ist ebenfalls förderlich.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Sorgen um die Prostata können verunsichern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über Ihre Ängste. Bei starker Belastung kann eine psychologische Beratung helfen.
Vorbeugung
Sie können nicht direkt verhindern, dass eine Röntgenuntersuchung nötig wird. Aber Sie können Ihre Prostata-Gesundheit fördern: gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Vorsorgeuntersuchungen ab 45 Jahren.
Früherkennungsprogramme
Ab 45 Jahren haben Männer Anspruch auf eine jährliche Prostatakrebs-Früherkennung. Diese umfasst ein Gespräch, eine Tastuntersuchung und oft auch einen PSA-Test (Bluttest).
Komplikationen
Unbehandelt
- Bei unbehandelten Entzündungen kann sich eine chronische Prostatitis entwickeln
- Harnverhalt kann zu Nierenschäden führen
- Unentdeckte bösartige Veränderungen können sich ausbreiten
Langzeitprognose
Die meisten Prostata-Probleme sind gut behandelbar. Dank moderner Verfahren wie MRT oder Ultraschall werden Veränderungen früh erkannt. Mit der richtigen Behandlung und regelmäßigen Kontrollen ist die Prognose in der Regel sehr gut.
Unterstützung finden
Lokale Organisationen
- Deutsche Krebshilfe · Deutschland
- Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. · Deutschland
Hilfetelefone
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2026
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