Psoriasis und MRT: Was Sie erwartet
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine chronische Hauterkrankung, bei der die Hautzellen sich zu schnell erneuern. Dadurch entstehen rote, schuppige Stellen. Ein MRT (Magnetresonanztomographie) ist ein Bildgebungsverfahren, das mit Magnetfeldern und Radiowellen Bilder aus dem Körper erzeugt. Bei Psoriasis wird ein MRT meist nicht zur Hautuntersuchung eingesetzt, sondern um Gelenke zu prüfen – etwa bei Verdacht auf Psoriasis-Arthritis (Gelenkentzündung).
Wichtige Fakten
- MRT nutzt keine Röntgenstrahlen, sondern Magnetfelder.
- Psoriasis selbst wird meist durch Hautuntersuchung festgestellt.
- Ein MRT kann bei Gelenkbeschwerden helfen, eine Entzündung zu erkennen.
- Die Untersuchung ist schmerzfrei, aber laut.
Psoriasis betrifft in Deutschland etwa zwei von hundert Menschen. Ein MRT ist bei Psoriasis aber nicht Routine – es wird nur bei bestimmten Fragen, etwa zu Gelenken, eingesetzt.
Psoriasis kann in jedem Alter beginnen, am häufigsten zwischen 20 und 30 oder zwischen 50 und 60 Jahren. Männer und Frauen sind etwa gleich oft betroffen.
Symptome
- Plötzliche starke Gelenkschwellung mit Rötung und Fieber – dies kann auf eine Gelenkinfektion hindeuten
- Atemnot oder Engegefühl in der Brust (selten, aber ernst)
- ⚠Neue oder stark zunehmende Gelenkschmerzen, die den Alltag einschränken
- ⚠Ausgedehnte Hautausschläge, die nässen oder stark brennen
Häufige Symptome
- Rote, scharf abgegrenzte Hautstellen mit silbrigen Schuppen
- Juckreiz und Spannungsgefühl der Haut
- Verdickte, brüchige Finger- oder Zehennägel
- Gelenkschmerzen und Schwellungen (bei Psoriasis-Arthritis)
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern kann Psoriasis oft wie Windeldermatitis aussehen
- Manchmal treten kleine, tropfenförmige Herde am ganzen Körper auf
- Kinder mit Psoriasis haben oft auch Gelenkbeschwerden
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Aufgrund dünnerer Haut können die Stellen empfindlicher sein
- Gelenkbeschwerden sind bei älteren Erwachsenen häufiger und stärker
- Die Haut kann trockener sein, was die Schuppung verstärkt
Ursachen
Hauptursachen
- Das Immunsystem greift körpereigene Zellen an, was zu Haut- und Gelenkentzündungen führt
- Eine erbliche Veranlagung spielt eine große Rolle
- Auslöser sind oft Stress, Infekte, Hautverletzungen oder bestimmte Medikamente
Risikofaktoren
- Psoriasis in der Familie
- Rauchen und starkes Übergewicht
- Wiederkehrende Infekte, besonders mit Streptokokken
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Akute Gelenkschwellung oder starke Gelenkschmerzen
- Hohes Fieber in Verbindung mit Haut- oder Gelenkbeschwerden
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Hautveränderungen, die nicht abheilen oder sich ausbreiten
- Gelenksteifigkeit am Morgen, die länger als 30 Minuten anhält
Diagnose
Die Diagnose wird in der Regel durch eine körperliche Untersuchung und die Krankengeschichte gestellt. Wenn Gelenkbeschwerden vorliegen, kann ein MRT helfen, Gelenkentzündungen sichtbar zu machen.
Mögliche Untersuchungen
- Körperliche Untersuchung der Haut und Nägel
- Blutuntersuchung, um Entzündungswerte zu prüfen
- Ultraschall der Gelenke
- Röntgen
- MRT (Magnetresonanztomographie) zur genauen Darstellung von Gelenken, Sehnen und Knorpel
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Beim MRT müssen Sie still liegen, die Maschine erzeugt laute Klopfgeräusche. Sie bekommen einen Gehörschutz. Die Untersuchung dauert je nach Körperregion 15 bis 45 Minuten. Sie selbst spüren keine Schmerzen.
Behandlung
Psoriasis und Psoriasis-Arthritis lassen sich gut behandeln, aber nicht heilen. Ziel ist es, die Entzündung zu kontrollieren und die Symptome zu lindern. Die Behandlung wird individuell auf Sie abgestimmt.
Selbsthilfe zu Hause
- Haut regelmäßig eincremen, um Trockenheit zu vermeiden
- Kratzen vermeiden, um Hautverletzungen zu verhindern
- Stress reduzieren durch Entspannungsübungen, Yoga oder Spaziergänge
Medizinische Behandlungen
Es gibt verschiedene Behandlungsansätze: äußerlich angewandte Mittel auf der Haut, Lichttherapie, Tabletten oder Spritzen, die das Immunsystem beeinflussen. Ihr Arzt wird gemeinsam mit Ihnen die passende Therapie wählen. Bitte nehmen Sie keine Medikamente ohne Rücksprache ein.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur in seltenen Fällen nötig, etwa wenn ein Gelenk durch fortgeschrittene Psoriasis-Arthritis stark zerstört ist.
Leben mit der Erkrankung
Planen Sie Ihre Pflege in den Alltag ein. Weite Kleidung und das Meiden von Hautreizungen können helfen. Besprechen Sie berufliche oder private Belastungen offen – ein guter Umgang mit Stress ist wichtig.
Tipps für den Alltag
- Bewegen Sie sich regelmäßig, am besten schonend wie Schwimmen oder Radfahren
- Verzichten Sie aufs Rauchen
- Halten Sie ein gesundes Gewicht, um die Gelenke zu entlasten
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und ungesättigten Fettsäuren kann unterstützen. Bewegung hält die Gelenke beweglich. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über für Sie geeignete Aktivitäten.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Psoriasis kann das seelische Wohlbefinden belasten. Scham, Verunsicherung oder depressive Verstimmungen sind keine Seltenheit. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich professionelle Unterstützung zu suchen – zum Beispiel bei einer psychologischen Beratungsstelle.
Vorbeugung
Psoriasis lässt sich nicht verhindern. Sie können aber das Risiko von Schüben verringern, indem Sie Auslöser meiden und auf Ihre Gesundheit achten.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Psoriasis. Lassen Sie sich bei anderen Impffragen von Ihrem Arzt beraten.
Früherkennungsprogramme
Es gibt kein allgemeines Screening. Wenn Sie Hautveränderungen oder Gelenkschmerzen bemerken, suchen Sie eine Ärztin oder einen Arzt auf.
Komplikationen
Unbehandelt
- Bei unbehandelter Psoriasis-Arthritis kann es langfristig zu Gelenkschäden kommen
- Ungeschützte, entzündete Haut und Schuppen können zu Infektionen führen
- Eine dauerhafte Entzündung erhöht leicht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Langzeitprognose
Mit einer guten Behandlung können Sie die Krankheit meist gut in den Griff bekommen. Die meisten Menschen mit Psoriasis führen ein normales Leben. Lassen Sie sich von Fachleuten begleiten.
Unterstützung finden
Internationale Organisationen
Lokale Organisationen
- Deutscher Psoriasis Bund e.V. ↗ · Deutschland
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
Hinweis zur Aufklärung: Diese Informationen dienen nur der Aufklärung und sind keine Diagnose.
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Bei schweren, sich verschlechternden oder dringenden Symptomen rufen Sie die lokale Notrufnummer an oder suchen Sie Notfallversorgung auf.