CT bei Nasennebenhöhlenentzündung: So bereiten Sie sich vor
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) ist eine Entzündung der Schleimhaut in den luftgefüllten Hohlräumen rund um Nase und Augen. Bei einer Computertomografie (CT) werden Röntgenstrahlen verwendet, um diese Höhlen sehr genau auf Bildern darzustellen. Das CT hilft der Ärztin oder dem Arzt, den Zustand Ihrer Nasennebenhöhlen zu beurteilen und die beste Behandlung zu planen.
Wichtige Fakten
- Eine Sinusitis wird meist durch Viren verursacht und heilt oft von selbst.
- Ein CT wird nur dann empfohlen, wenn die Entzündung länger besteht, immer wiederkehrt oder Komplikationen befürchtet werden.
- Für das CT ist keine spezielle Vorbereitung wie Nüchternheit nötig, aber Sie sollten Metall entfernen und bestimmte Angaben zur Gesundheit machen.
Ja, eine Nasennebenhöhlenentzündung ist sehr häufig. Die meisten Menschen haben in ihrem Leben mindestens einmal damit zu tun.
Sie kann in jedem Alter auftreten, besonders bei Erwachsenen zwischen 20 und 60 Jahren. Bei Kindern und älteren Menschen sind die Beschwerden oft etwas anders.
Symptome
- Schwellung oder Rötung rund um das Auge, die schnell zunimmt
- Starke Kopfschmerzen mit hohem Fieber und steifem Nacken
- Schwere Atemnot
- Bewusstseinsstörungen oder extreme Verwirrtheit
- ⚠Plötzliche Sehstörungen oder Doppelbilder
- ⚠Starke Schmerzen trotz schonender Behandlung
- ⚠Fieber über 39 Grad Celsius
- ⚠Symptome, die sich nach einer Besserung deutlich verschlechtern
Häufige Symptome
- Verschlossene oder stark laufende Nase
- Druck- oder Schmerzgefühl im Gesicht, besonders um Stirn, Augen oder Wangen
- Zäher Schleim, der aus der Nase oder in den Rachen läuft
- Eingeschränkter Geruchssinn
- Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit
Symptome bei Kindern
- Schnupfen und Husten über mehr als eine Woche
- Reizbarkeit und Weinen wegen Schmerzen
- Häufig Fieber, weniger typischer Gesichtsschmerz
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Weniger deutliche Symptome, manchmal nur Schwäche oder Appetitlosigkeit
- Verwirrtheit oder Benommenheit können vorkommen
- Leichter Husten oder Druckgefühl, das nicht verschwindet
Ursachen
Hauptursachen
- Meistens lösen Viren – ähnlich wie bei einer Erkältung – die Entzündung aus
- Bakterien können sich ansiedeln, wenn die Schleimhaut bereits geschwächt ist
- Selten sind Pilze die Ursache, vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem
Risikofaktoren
- Allergien wie Heuschnupfen
- Nasenpolypen oder eine krumme Nasenscheidewand
- Rauchen
- Asthma oder andere Atemwegserkrankungen
- Ein geschwächtes Immunsystem
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn die Beschwerden länger als 10 Tage anhalten
- Wenn starke Gesichtsschmerzen Ihre Alltagsaktivitäten verhindern
- Wenn Sie mehr als vier Nasennebenhöhlenentzündungen pro Jahr haben
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn ein ständiges Druckgefühl trotz Hausmitteln bleibt
- Wenn Ihr Geruchssinn über Wochen gestört ist
- Wenn Sie eine chronische Sinusitis vermuten und eine genaue Abklärung wünschen
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt fragt nach Ihren Beschwerden und untersucht Ihre Nase. Häufig wird ein Nasenendoskop verwendet – ein dünner Schlauch mit einer kleinen Kamera. Eine Überweisung zum CT der Nasennebenhöhlen erfolgt nur in bestimmten Fällen, zum Beispiel bei chronischen Verläufen oder bei Verdacht auf Komplikationen.
Mögliche Untersuchungen
- Ausführliches Gespräch und Untersuchung von Nase, Rachen und Gesicht
- Nasenendoskopie (Blick in die Nase mit einem dünnen Instrument)
- Computertomografie (CT) der Nasennebenhöhlen
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Für das CT müssen Sie nichts essen oder trinken. Tragen Sie bequeme Kleidung ohne Metall, also am besten keine Reißverschlüsse oder Schmuck. Das medizinische Personal fragt Sie, ob Sie schwanger sein könnten oder eine Allergie gegen Kontrastmittel haben. Bei einem Kontrastmittel-CT wird ein feiner Schlauch in eine Armvene gelegt. Sie liegen während der Aufnahme entspannt auf eine Liege, der Kopf wird weich fixiert. Die Aufnahme selbst dauert nur wenige Minuten. Nach dem CT können Sie sofort wieder Ihren normalen Tätigkeiten nachgehen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und der Dauer der Entzündung. Die meisten Nasennebenhöhlenentzündungen werden durch Viren verursacht und heilen von selbst. Ein CT verändert nicht sofort die Behandlung, gibt aber Sicherheit und hilft der Ärztin oder dem Arzt, die nächsten Schritte zu planen.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken, zum Beispiel Wasser oder Tee
- Befeuchtete Raumluft oder Dampfinhalationen mit warmem (nicht heißem) Wasser
- Nasendusche mit isotonischer Salzlösung aus der Apotheke
- Hochlagern des Oberkörpers beim Schlafen
- Warme Umschläge auf Stirn und Wangen
Medizinische Behandlungen
Bei Bedarf können Arzneimittel aus der Apotheke eingesetzt werden, zum Beispiel Schmerzmittel oder abschwellende Nasensprays – diese sollten nur kurzzeitig verwendet werden. Bei einer allergischen Ursache gibt es antiallergische Mittel. Antibiotika sind nur bei einer bakteriellen Infektion sinnvoll und werden nur von einer Ärztin oder einem Arzt rezeptiert. Nehmen Sie niemals Medikamente ohne ärztliche Rücksprache ein.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt nur in Betracht, wenn eine chronische Sinusitis trotz Behandlung nicht besser wird oder wenn anatomische Probleme oder Komplikationen vorliegen. Das bespricht die HNO-Ärztin oder der HNO-Arzt ausführlich mit Ihnen.
Leben mit der Erkrankung
In der akuten Phase sollten Sie sich schonen und ausreichend schlafen. Gönnen Sie sich Zeit und halten Sie den Kopf hoch, wenn Sie liegen. Nach einem CT können Sie sofort wieder normal essen, trinken und arbeiten – Sie müssen nichts Besonderes beachten.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßig gut lüften, aber Zugluft vermeiden
- Auf das Rauchen verzichten
- Hände gründlich waschen, um Infektionen zu vermeiden
- Stress reduzieren – das stärkt die Abwehrkräfte
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und ausreichend Flüssigkeit unterstützt Ihr Immunsystem. Spaziergänge an frischer Luft sind gut, aber intensive Sporteinheiten sollten Sie während einer akuten Entzündung weglassen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Chronische oder wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündungen können seelisch belastend sein, etwa durch anhaltendes Druckgefühl und gestörten Schlaf. Es ist völlig normal, sich dann niedergeschlagen oder müde zu fühlen. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber zu sprechen – sie können passende Unterstützung vermitteln.
Vorbeugung
Vollständig verhindern lässt sich eine Nasennebenhöhlenentzündung nicht. Sie können das Risiko aber senken, indem Sie Ihr Immunsystem stärken, Allergien behandeln und Ziehkälte oder heißes trockenes Klima meiden.
Impfungen
Eine Grippeimpfung kann dazu beitragen, schwere Atemwegsinfektionen und damit mögliche Folgeerkrankungen zu vermeiden. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber, ob und wann eine Impfung für Sie sinnvoll ist.
Früherkennungsprogramme
Ein allgemeines Screening – also eine Vorsorgeuntersuchung ohne Beschwerden – gibt es für Nasennebenhöhlenentzündungen nicht. Eine CT wird nur gezielt eingesetzt, wenn medizinische Gründe vorliegen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Chronischer Verlauf mit anhaltenden Beschwerden
- Bildung von Nasenpolypen
- Sehr selten Ausbreitung der Entzündung auf das Auge oder das Gehirn – diese Fälle sind medizinische Notfälle
Langzeitprognose
Die meisten Nasennebenhöhlenentzündungen heilen vollständig aus. Auch bei chronischen Verläufen gibt es heute sehr gute Behandlungsmöglichkeiten. Ein CT liefert oft die entscheidende Klarheit und ist damit ein wichtiger Schritt zu einer gezielten und erfolgreichen Therapie.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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