MRT der Nasennebenhöhlen: Was Sie erwartet
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Magnetresonanztomographie, kurz MRT, der Nasennebenhöhlen ist eine schmerzfreie Untersuchung. Sie erstellt mithilfe eines starken Magnetfelds und Radiowellen detaillierte Querschnittsbilder Ihrer Nasennebenhöhlen. So kann der Arzt Entzündungen, Flüssigkeitsansammlungen oder andere Veränderungen erkennen, ohne dass ein Eingriff nötig ist.
Wichtige Fakten
- Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert meist zwischen 15 und 30 Minuten.
- Für das MRT wird keine Röntgenstrahlung verwendet.
- Vor der Untersuchung müssen Sie metallische Gegenstände ablegen. Informieren Sie das Team über Implantate wie Herzschrittmacher.
Ein MRT der Nasennebenhöhlen ist eine gängige Untersuchung in der Radiologie.
Die Untersuchung wird bei Menschen aller Altersgruppen eingesetzt, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung der Nasennebenhöhlen besteht und die Diagnose mit anderen Mitteln nicht sicher geklärt werden kann.
Symptome
- Starke, plötzliche Kopf- oder Gesichtsschmerzen.
- Hohes Fieber mit Nackensteifigkeit.
- Plötzliche Sehstörungen oder starke Schwellung der Augen.
- Bewusstseinstrübung oder starke Benommenheit.
- Rufen Sie in diesen Fällen sofort die 112.
- ⚠Neu auftretende, starke Beschwerden im Kopf- oder Gesichtsbereich.
- ⚠Schwellung oder Rötung im Gesicht, die sich rasch ausbreitet.
- ⚠Anhaltendes Fieber trotz Behandlung.
- ⚠Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.
Häufige Symptome
- Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen im Gesicht, besonders um Nase oder Augen.
- Druckgefühl im Kopf, das sich beim Bücken verstärkt.
- Eine dauerhaft verstopfte Nase oder Schleimausfluss aus der Nase.
- Wiederholte Infekte der oberen Atemwege.
- Vom Arzt verordnete Kontrolluntersuchung, etwa bei chronischen Beschwerden.
Symptome bei Kindern
- Anhaltende verstopfte Nase oder Mundatmung.
- Wiederkehrende Ohrenschmerzen oder Druckgefühl im Gesicht.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Anhaltender Schleimausfluss aus der Nase.
- Deutlich verminderter Geruchssinn.
- Unklares Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl.
Ursachen
Hauptursachen
- Abklärung von wiederkehrenden oder schweren Entzündungen der Nasennebenhöhlen.
- Verdacht auf Schleimhautverdickungen, Polypen oder Flüssigkeitsansammlungen.
- Wenn eine Computertomographie (CT) nicht ausreicht oder nicht durchgeführt werden kann.
- Vorbereitung einer geplanten Operation der Nasennebenhöhlen.
Risikofaktoren
- Allergien, die die Nasenschleimhaut dauerhaft reizen.
- Rauchen oder regelmäßige Exposition zu Schadstoffen.
- Ein geschwächtes Immunsystem.
- Anatomische Besonderheiten der Nase, wie eine verkrümmte Nasenscheidewand.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie starke oder neuartige Kopf- und Gesichtsschmerzen haben, die mit Fieber, Sehstörungen oder einer Schwellung im Gesicht einhergehen.
- Wenn Sie plötzlich nur noch einseitige Schmerzen oder eine geschwollene Augenpartie bemerken.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie wiederholt unter Nasennebenhöhlenentzündungen leiden oder Beschwerden haben, die trotz Behandlung nicht besser werden.
Diagnose
Der Arzt stellt die Diagnose von Nasennebenhöhlen-Erkrankungen meist zuerst durch ein Gespräch, das Abtasten der Nebenhöhlen und eine Nasenspiegelung. Auf Basis dieser Ergebnisse entscheidet er, ob ein MRT der Nasennebenhöhlen sinnvoll ist. Die Untersuchung wird seit Jahren nach wissenschaftlichen Leitlinien eingesetzt, unter anderem gemäß den Empfehlungen der AWMF.
Mögliche Untersuchungen
- Ärztliches Gespräch (Anamnese) zur Klärung der Beschwerden.
- Nasenspiegelung (Endoskopie) zur Beurteilung der Schleimhäute.
- Bildgebung wie MRT oder CT, falls eine genauere Darstellung nötig ist.
- Allergietest, wenn eine Allergie als Auslöser vermutet wird.
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Bei der MRT liegen Sie auf einer beweglichen Liege, die langsam in einen ringförmigen Tunnel fährt. Während der Untersuchung hören Sie laute Klopfgeräusche; Sie erhalten dafür einen Gehörschutz. Es ist wichtig, dass Sie still liegen bleiben. Das medizinische Personal beobachtet Sie über eine Kamera und Sie können über Lautsprecher mit ihm sprechen. Nach dem Ende der Untersuchung können Sie in der Regel sofort nach Hause gehen.
Behandlung
Ein MRT der Nasennebenhöhlen ist eine Diagnoseuntersuchung und keine Behandlung. Zeigen die Bilder eine krankhafte Veränderung, bespricht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen die möglichen nächsten Schritte. Je nach Ursache kommen konservative Behandlungen, Medikamente oder in seltenen Fällen ein chirurgischer Eingriff infrage.
Selbsthilfe zu Hause
- Viel trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten.
- Die Nase mit einer vom Arzt empfohlenen Salzwasser-Lösung spülen.
- Den Kopf im Schlaf leicht erhöht lagern.
- Bei Beschwerden ausreichend Ruhe gönnen.
Medizinische Behandlungen
Die medikamentöse Behandlung richtet sich nach der Ursache der Beschwerden. Möglich sind vom Arzt verordnete Nasensprays, die Schleimhäute abschwellen oder Entzündungen hemmen, sowie bei einer bakteriellen Infektion – nach ärztlicher Entscheidung – Antibiotika. Verwenden Sie Medikamente immer nur nach Anweisung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin.
Wann kommt eine Operation infrage?
Wenn konservative Behandlungen nicht ausreichend helfen und die Beschwerden schwerwiegend sind, kann eine Operation der Nasennebenhöhlen empfohlen werden. Ob das in Ihrem Fall infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit einem Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.
Leben mit der Erkrankung
Nach einem MRT der Nasennebenhöhlen gibt es keine besonderen Einschränkungen. Sie fühlen sich nach der Untersuchung in der Regel genauso wie vorher und können Ihrem Alltag nachgehen.
Tipps für den Alltag
- Sorgen Sie für eine gute Luftfeuchtigkeit in Innenräumen, besonders im Schlafzimmer.
- Vermeiden Sie Rauch und reizende Dämpfe.
- Halten Sie ausreichend Bewegung und erholsamen Schlaf ein.
Ernährung und Bewegung
Eine abwechslungsreiche Ernährung und moderate Bewegung unterstützen Ihr Immunsystem. Trinken Sie ausreichend Wasser, das hält die Schleimhäute feucht. Konkrete Empfehlungen, etwa bei Allergien, erhalten Sie von Ihrem Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Wenn Beschwerden lange bestehen, kann das seelisch belasten. Das ist verständlich. Nehmen Sie sich ernst und suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie sich belastet fühlen.
Vorbeugung
Erkrankungen der Nasennebenhöhlen lassen sich nicht immer verhindern. Sie können Ihr Risiko jedoch senken, indem Sie Allergien behandeln lassen, auf das Rauchen verzichten und Infekte der Atemwege ernst nehmen.
Impfungen
Ob eine Impfung für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrem Alter und möglichen Vorerkrankungen ab. Ihr Arzt kann Sie hierzu beraten.
Früherkennungsprogramme
Eine allgemeine Vorsorgeuntersuchung der Nasennebenhöhlen mit MRT gibt es nicht. Die Untersuchung wird nur bei konkretem Verdacht eingesetzt.
Komplikationen
Unbehandelt
- Eine schwere Nasennebenhöhlenentzündung kann sich in seltenen Fällen auf benachbarte Gewebe ausbreiten, etwa auf die Augen oder das Gehirn.
- Sehr selten können sich Abszesse bilden, die operativ entlastet werden müssen.
Langzeitprognose
Ein MRT der Nasennebenhöhlen gibt Ihrem Arzt präzise Informationen, um die bestmögliche Behandlung zu besprechen. Die meisten Veränderungen der Nasennebenhöhlen lassen sich gut behandeln. Nicht jeder auffällige Befund bedeutet, dass eine Operation notwendig ist.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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