Zahn-MRT: Was erwartet mich?
Übersicht
Ein Zahn-MRT (Magnetresonanztomographie) ist eine Untersuchung, die mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen detaillierte Bilder des Kiefers, der Zähne und der umliegenden Weichteile erstellt. Sie ist schmerzfrei und arbeitet ohne Röntgenstrahlen.
Wichtige Fakten
- Das MRT nutzt Magnetfelder, keine Röntgenstrahlen.
- Die Untersuchung dauert normalerweise 20 bis 30 Minuten.
- Sie hilft, Entzündungen, Nervenprobleme oder Veränderungen des Kiefergelenks genau zu erkennen.
Ein Zahn-MRT ist seltener als eine normale Röntgenaufnahme. Es wird eingesetzt, wenn mit herkömmlichen Bildern nicht genug zu sehen ist – zum Beispiel bei Beschwerden im Kiefergelenk oder einer unklaren Zahnwurzelentzündung.
Menschen aller Altersgruppen können ein Zahn-MRT benötigen, wenn sie anhaltende Zahn- oder Kieferschmerzen haben, nach einem Unfall eine genaue Abklärung brauchen oder wenn der Zahnarzt eine Veränderung im Mundbereich genauer untersuchen möchte.
Symptome
- Plötzliche starke Schwellung, die das Atmen erschwert
- Mund lässt sich kaum noch öffnen und es treten starke Schmerzen auf
- Hohes Fieber zusammen mit einer Gesichtsschwellung – rufen Sie in Deutschland die 112 an
- ⚠Anhaltende Zahnschmerzen mit Fieber
- ⚠Schwellung nach einer Zahnbehandlung, die nicht zurückgeht
- ⚠Verdacht auf einen Zahnabszess
Häufige Symptome
- Zahnschmerzen, die über Wochen bestehen bleiben
- Schwellung im Gesicht oder am Kiefer
- Knirschende oder klickende Geräusche beim Öffnen des Mundes
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern ist ein Zahn-MRT selten nötig, etwa bei angeborenen Fehlbildungen des Kiefers oder zur Planung einer kieferorthopädischen Behandlung.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen können Abnutzungserscheinungen des Kiefergelenks oder Knochenveränderungen haben, die mit einem MRT gut beurteilt werden können.
Ursachen
Hauptursachen
- Karies, die bis zum Zahnnerv gelangt ist
- Entzündungen der Zahnwurzel oder des Kieferknochens
- Erkrankungen des Kiefergelenks, zum Beispiel Arthrose
- Verletzungen im Gesichts- oder Kieferbereich nach einem Sturz oder Unfall
Risikofaktoren
- Mangelnde Zahnhygiene
- Rauchen
- Nächtliches Zähneknirschen
- Vorerkrankungen wie Rheuma oder Diabetes
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichen starken Schmerzen, einer Schwellung oder Fieber sollten Sie noch am selben Tag die zahnärztliche Praxis oder eine Notaufnahme aufsuchen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Zahn- oder Kieferbeschwerden länger als zwei Wochen anhalten, vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrer Zahnarztpraxis.
Diagnose
Die Diagnose beginnt mit einer Untersuchung in der Zahnarztpraxis. Dort wird ein Röntgenbild gemacht. Wenn die Bilder nicht eindeutig sind, kann eine Überweisung zur MRT erfolgen. In der Praxis wird dann das MRT geplant und die Untersuchung vorbereitet.
Mögliche Untersuchungen
- Zahnärztliche Untersuchung
- Röntgenaufnahme der betroffenen Stelle
- Magnetresonanztomographie (MRT) für den Kiefer- und Zahnbereich
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor der MRT entfernen Sie alle Metallgegenstände wie Schmuck, Brillen oder Schlüssel. Sie liegen auf einer Liege, die in eine kurze Röhre fährt. Sie müssen stillhalten und bekommen oft einen Gehörschutz, weil das Gerät klopft. In der Röhre können Sie über eine Gegensprechanlage mit dem Personal sprechen. Die Untersuchung selbst ist nicht schmerzhaft.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, die das MRT gezeigt hat. Das Ziel ist, Schmerzen zu lindern und eine gute Funktion des Kiefers zu erhalten.
Selbsthilfe zu Hause
- Kühlen Sie eine schmerzhafte Stelle außen am Kiefer mit einem Tuch und einem Kühlpack.
- Essen Sie weiche Kost und kauen Sie auf der gesunden Seite.
- Vermeiden Sie sehr heiße oder sehr kalte Speisen, wenn Sie Zahnschmerzen haben.
Medizinische Behandlungen
Je nach Befund können entzündungshemmende oder schmerzlindernde Medikamente helfen. Diese erhalten Sie von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben. Auch physiotherapeutische Übungen für das Kiefergelenk können die Beschwerden verbessern. Eine Operation ist nur in bestimmten Fällen nötig.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kann zum Beispiel erforderlich sein, wenn das MRT eine Zyste oder einen gutartigen Tumor im Kiefer zeigt, der entfernt werden soll.
Leben mit der Erkrankung
Planen Sie nach der MRT etwas Zeit ein, aber Sie können danach normal nach Hause gehen. Sie dürfen selbst Auto fahren, sofern Sie keine Beruhigungsspritze bekommen haben.
Tipps für den Alltag
- Achten Sie auf eine gründliche Zahnpflege mit einer weichen Bürste.
- Reduzieren Sie Stress, um nächtliches Zähneknirschen zu vermeiden.
- Nehmen Sie regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt wahr.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Kalzium – zum Beispiel aus Milchprodukten und grünem Gemüse – unterstützt Knochen und Zähne. Bewegung an der frischen Luft hilft, Stress abzubauen und kann sich positiv auf Kieferverspannungen auswirken.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Zahnschmerzen und eine bevorstehende MRT-Untersuchung können verunsichern. Es ist normal, sich Sorgen zu machen. Sprechen Sie mit vertrauten Personen über Ihre Gedanken und nehmen Sie sich Zeit für Entspannung, etwa mit ruhiger Musik oder einem Spaziergang.
Vorbeugung
Nicht alle Ursachen lassen sich verhindern. Eine gute Mundhygiene und regelmäßige Kontrolluntersuchungen verringern aber das Risiko für Karies, Zahnfleischentzündungen und daraus entstehende Probleme deutlich.
Impfungen
Gegen Zahn- oder Kiefererkrankungen gibt es keine Impfung.
Früherkennungsprogramme
Die gesetzlichen Vorsorgeleistungen der Zahnärzte in Deutschland sehen zwei Kontrolltermine pro Jahr vor. Nehmen Sie diese wahr, damit Veränderungen früh erkannt werden.
Komplikationen
Unbehandelt
- Eine unbehandelte Zahnwurzelentzündung kann sich auf den Kieferknochen ausbreiten.
- Ein Abszess kann zu einer großen Schwellung führen, die das Atmen behindert.
- Kiefergelenksprobleme können sich verschlimmern und chronische Schmerzen verursachen.
Langzeitprognose
Die Prognose ist meist sehr gut. Mit einer rechtzeitigen und gezielten Behandlung lassen sich die meisten Zahn- und Kieferprobleme gut in den Griff bekommen. Die MRT hilft dabei, die Ursache genau zu erkennen, damit Sie die passende Hilfe erhalten.
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Zuletzt aktualisiert: 20. Oktober 2026
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