Vorbereitung auf eine CT-Untersuchung der Sehnen – was Sie wissen sollten
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine CT-Untersuchung der Sehnen ist ein bildgebendes Verfahren, das detaillierte Querschnittsbilder von Sehnen und benachbarten Strukturen erstellt. Sie hilft, Verletzungen, Entzündungen oder Verschleiß an Sehnen zu erkennen. Die Vorbereitung ist einfach: Sie müssen in der Regel nichts Besonderes beachten, außer den Anweisungen Ihres Arztes zu folgen. Gegebenenfalls wird ein Kontrastmittel eingesetzt, um Sehnen besser sichtbar zu machen.
Wichtige Fakten
- Eine CT ist schmerzfrei und dauert meist nur wenige Minuten.
- Wenn ein Kontrastmittel verwendet wird, kann eine Blutuntersuchung der Nierenfunktion nötig sein.
- Entfernen Sie Schmuck, Brillen oder Kleidung mit Metall, da diese die Bilder beeinflussen.
CT-Untersuchungen gehören zu den häufigsten bildgebenden Verfahren in der Medizin. Die Anwendung an Sehnen ist besonders bei unklaren Schmerzen im Gelenkbereich gebräuchlich.
Menschen mit Sportverletzungen, ältere Erwachsene mit Verschleiß sowie Patientinnen und Patienten nach Unfällen. Die Untersuchung kann bei jeder Altersgruppe sinnvoll sein.
Symptome
- Plötzlicher, stechender Schmerz im Bereich einer Sehne nach einem Unfall – rufen Sie sofort die 112 an
- Deutliche Schwäche oder Unfähigkeit, das betroffene Gelenk zu bewegen
- Sichtbare Verformung oder starke Schwellung nach einem Unfall
- Offene Wunde, bei der die Sehne möglicherweise sichtbar ist
- ⚠Zunehmend stärkere Schmerzen über mehrere Tage
- ⚠Taubheitsgefühl oder Kribbeln in einem Arm oder Bein
- ⚠Rötung und Wärmegefühl über dem betroffenen Gebiet
Häufige Symptome
- Anhaltender Schmerz an einer Sehne, zum Beispiel im Knie, in der Schulter oder an der Achillessehne
- Schwellung oder Rötung im betroffenen Bereich
- Eingeschränkte Beweglichkeit oder Schwäche in einem Gelenk
- Hörbares Knirschen oder Knacken bei Bewegung
Symptome bei Kindern
- Schmerzen beim Laufen oder Spielen
- Schonhaltung oder Hinken
- Schwellung nach sportlicher Aktivität
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Schmerzen bei Alltagsbewegungen wie Treppensteigen
- Steifheit und Kraftverlust im betroffenen Gelenk
- Wiederkehrende Schwellungen ohne erkennbaren Grund
Ursachen
Hauptursachen
- Wiederholte, einseitige Belastung (zum Beispiel beim Sport oder bestimmten Berufen)
- Akute Unfälle oder Stürze
- Verschleißerscheinungen im Alter
- Entzündliche Erkrankungen des Bindegewebes
Risikofaktoren
- Hohes Alter, da Sehnen an Elastizität verlieren
- Bestimmte Sportarten mit schnellen Richtungswechseln oder Sprüngen
- Schwere körperliche Arbeit mit sich wiederholenden Bewegungen
- Frühere Sehnenverletzungen
- Diabetes oder andere Stoffwechselerkrankungen
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Wenn Sie nach einem Unfall ein Gelenk nicht mehr belasten können
- Wenn Schmerzen von starken Schwellungen begleitet werden
- Wenn Sie Taubheitsgefühle oder ein Kribbeln bemerken
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Schmerzen länger als eine Woche anhalten oder immer wiederkehren
- Wenn Sie im Alltag spüren, dass ein Gelenk instabil ist
- Wenn eine Sehnenverletzung den Sport oder die Arbeit einschränkt
Diagnose
Die Diagnose beginnt mit einem Gespräch und einer körperlichen Untersuchung. Zusätzlich können bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT oder MRT eingesetzt werden. Ihr Arzt entscheidet, welche Untersuchung für Sie am besten geeignet ist.
Mögliche Untersuchungen
- Gespräch über Ihre Beschwerden und mögliche Unfallhergänge
- Körperliche Untersuchung mit Bewegungs- und Drucktests
- Ultraschalluntersuchung als erste Bildgebung
- CT der betroffenen Sehne mit oder ohne Kontrastmittel
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor der CT erfahren Sie, ob ein Kontrastmittel benötigt wird. Falls ja, wird es über eine Vene verabreicht oder in manchen Fällen getrunken. Während des Scans liegen Sie still auf einer Liege. Die Röhre öffnet sich für kurze Zeit über Ihnen, aber über ein Mikrofon können Sie dennoch mit dem Team sprechen. Die Untersuchung dauert in der Regel nur wenige Minuten.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der genauen Diagnose. In Deutschland orientieren sich Ärzte dabei an anerkannten Leitlinien der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften). Bei Sehnenentzündungen wird meist konservativ behandelt, das heißt ohne Operation.
Selbsthilfe zu Hause
- Schonen Sie das betroffene Gebiet für ein bis zwei Tage.
- Kühlen Sie bei Schwellungen mehrmals täglich für 15 bis 20 Minuten – aber nicht direkt auf die Haut.
- Lagern Sie das betroffene Glied hoch.
- Beginnen Sie nach der Schonphase langsam mit schmerzfreien Bewegungen.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann eine Physiotherapie verordnen, um Kraft und Beweglichkeit wieder aufzubauen. Bei starken Schmerzen können Schmerzmittel eingesetzt werden – allerdings nur nach Rücksprache mit einem Arzt. Entzündungshemmende Medikamente kommen ebenfalls zum Einsatz. Welche Behandlung für Sie geeignet ist, entscheidet Ihr Arzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation kommt infrage, wenn die Sehne ganz gerissen ist oder eine konservative Therapie über Monate keine Besserung bringt.
Leben mit der Erkrankung
Nach der Diagnose ist Geduld wichtig, denn Sehnen heilen langsam. Halten Sie sich an den Behandlungsplan Ihres Arztes und Ihrer Physiotherapeuten. Auch kleine Fortschritte zählen.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie abrupte Belastungssprünge im Training.
- Bauen Sie regelmäßige Kräftigungsübungen in den Alltag ein.
- Achten Sie auf eine gute Haltung bei sitzenden Arbeiten.
- Gönnen Sie sich ausreichend Pausen und schlafen Sie genug.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß und Vitaminen unterstützt den Heilungsprozess. Bewegung ohne große Belastung – etwa Schwimmen oder Radfahren – kann nach Absprache mit dem Arzt helfen.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Längere Schmerzen und Bewegungseinschränkungen können seelisch belasten. Es ist normal, sich manchmal frustriert zu fühlen. Sprechen Sie mit Ihrem Umfeld oder Ihrem Arzt darüber – Sie müssen das nicht alleine durchstehen.
Vorbeugung
Nicht jede Sehnenverletzung lässt sich verhindern, aber viele. Mit einem einzigen wichtigen Grundsatz: Belasten Sie Ihren Körper nicht zu schnell zu stark. Wechseln Sie zwischen Anstrengung und Erholung, und wärmen Sie sich vor sportlicher Aktivität auf.
Impfungen
Es gibt keinen Impfstoff, der Sehnenverletzungen direkt vorbeugt. Schutzimpfungen gegen Tetanus sind jedoch wichtig, um Infektionen bei Wunden zu vermeiden.
Früherkennungsprogramme
Eine spezielle Früherkennung für Sehnenprobleme gibt es nicht. Wenn Sie Risikofaktoren haben, kann Ihr Arzt bei Beschwerden frühzeitig bildgebende Verfahren einsetzen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Die Sehne kann weiter einreißen oder ganz zerreißen.
- Die Beweglichkeit des betreffenden Gelenks kann sich dauerhaft verschlechtern.
- Schmerzen können chronisch werden und den Alltag stark belasten.
Langzeitprognose
Mit einer rechtzeitigen Diagnose und passenden Behandlung haben Sehnenverletzungen eine gute Aussicht auf Besserung. Je früher die Ursache geklärt ist, desto gezielter kann die Therapie sein. Besprechen Sie Ihre Fragen offen mit Ihrem Behandlungsteam.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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