Sehnen-MRT: Was Sie bei der Untersuchung erwartet
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Die Magnetresonanztomographie, kurz MRT, ist ein bildgebendes Verfahren, das wie eine Röhre aussieht. Bei einer MRT von Sehnen liefert sie detaillierte Bilder von Muskeln, Sehnen und Bändern. Während der Untersuchung liegen Sie still in der Röhre, während ein Magnetfeld Bilder erzeugt. Es gibt keine Röntgenstrahlen.
Wichtige Fakten
- Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert je nach Körperregion etwa 20 bis 45 Minuten.
- Sie hören laute Klopf- und Pulsgeräusche – Sie bekommen einen Gehörschutz.
- Manchmal wird ein Kontrastmittel gespritzt, um Entzündungen oder Verletzungen besser sichtbar zu machen.
Ja, MRT-Untersuchungen von Sehnen werden häufig durchgeführt, zum Beispiel bei Kniebeschwerden, Schulterproblemen oder Achillessehnenreizungen.
Die Untersuchung kommt bei Menschen aller Altersstufen infrage, wenn der Verdacht auf eine Sehnenverletzung besteht – etwa nach einem Sportunfall oder bei länger anhaltenden Schmerzen.
Symptome
- Plötzlicher, sehr starker Schmerz mit einem hörbaren „Plopp“-Geräusch in der Sehne
- Das betroffene Gelenk lässt sich gar nicht mehr bewegen oder die Gliedmaße ist sichtbar verformt.
- Taubheitsgefühl, Blässe oder ein fehlender Puls – sofort den Notruf 112 wählen.
- ⚠Anhaltende Schmerzen oder Schwellungen, die sich nicht bessern
- ⚠Sie können nach einem Unfall nicht mehr laufen oder etwas anheben.
Häufige Symptome
- Schmerzen an einer Sehne, etwa an Schulter, Ellbogen, Hand, Hüfte, Knie oder Fuß
- Schwellung oder Rötung an der betroffenen Stelle
- Schwäche oder Bewegungseinschränkung, wenn Sie ein Gelenk belasten.
Symptome bei Kindern
- Oft sind es Wachstumsschmerzen oder Überlastung nach Sport, die zu einer MRT führen.
- Kinder können die Verletzung manchmal nicht genau beschreiben – Achten Sie auf Hinken oder Schonhaltung.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Mit dem Alter können Sehnen an Elastizität verlieren – Schmerzen oder Risse treten leichter auf.
- Manchmal werden Verschleißerscheinungen zufällig im MRT entdeckt, ohne dass Beschwerden bestehen.
Ursachen
Hauptursachen
- Überlastung und wiederholte Bewegungen, zum Beispiel beim Sport
- Unfälle und plötzliche Verletzungen
- Degeneration, also Verschleiß durch das Alter, mit nachlassender Gewebeelastizität
- Entzündliche Erkrankungen wie Rheuma
Risikofaktoren
- Sportarten mit Sprüngen oder schnellen Richtungswechseln (z. B. Fußball, Tennis)
- Berufe mit einseitiger Belastung oder schwerem Heben
- Manche Medikamente können das Sehnengewebe schwächen – fragen Sie Ihren Arzt.
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlichen, starken Schmerzen nach einem Unfall
- Wenn Sie ein Gelenk nicht mehr bewegen oder belasten können
- Wenn Sie Taubheit oder Durchblutungsstörungen bemerken
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Schmerzen länger als eine Woche anhalten
- Wenn Schwellung oder Bewegungseinschränkung den Alltag beeinträchtigen
- Wenn Hausmittel keine Besserung bringen
Diagnose
Zuerst fragt Sie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nach den Beschwerden und untersucht die Stelle körperlich. Wenn der Verdacht auf eine Sehnenverletzung besteht und die Untersuchung nicht eindeutig ist, kann eine MRT angeordnet werden.
Mögliche Untersuchungen
- Körperliche Untersuchung
- Ultraschall (Sonografie)
- Röntgen zur Beurteilung von Knochen
- Magnetresonanztomographie (MRT)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor der MRT müssen Sie Metalle wie Schmuck oder Schlüssel ablegen. Sie werden auf einen beweglichen Tisch gebeten, der in die MRT-Röhre fährt. Es ist wichtig, während der Aufnahmen ruhig zu liegen. Die Untersuchung ist schmerzfrei, aber die Geräusche können störend sein – Sie erhalten einen Gehörschutz. Falls Kontrastmittel nötig ist, wird es vorher in eine Armvene gespritzt. Nach der Untersuchung können Sie direkt wieder nach Hause, sofern Sie keine Beruhigungsmittel bekommen haben.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Art und Schwere der Sehnenverletzung ab. Viele Sehnenbeschwerden bessern sich mit Ruhe, Physiotherapie und einer schrittweisen Belastung. Nur bei kompletten Rissen kann eine Operation nötig sein.
Selbsthilfe zu Hause
- Schonen Sie die betroffene Körperstelle, vermeiden Sie aber völlige Ruhigstellung.
- Kühlen Sie in den ersten Tagen nach einer akuten Verletzung die Stelle mehrmals täglich für etwa 15 Minuten.
- Lagern Sie die Gliedmaße hoch, um Schwellungen zu reduzieren.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen entzündungshemmende Behandlungen vorschlagen, zum Beispiel physikalische Therapien wie Stoßwellen oder Kälteapplikation. In manchen Fällen wird ein örtliches Betäubungs- oder Entzündungsmittel gezielt an die Sehne injiziert – das entscheidet der Arzt. Schmerzmittel werden nur nach ärztlicher Verordnung eingesetzt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist meist nur bei kompletten Sehnenrissen nötig, zum Beispiel an der Achillessehne oder Rotatorenmanschette. Ihr Arzt bespricht die Risiken und Vorteile mit Ihnen.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Sehnen-MRT hält die Diagnose manchmal Überraschungen bereit. Nehmen Sie sich Zeit für die Heilung und halten Sie Rücksprache mit Ihrem Physiotherapeuten. Auch wenn es langsam scheint, ist ein kontrollierter Wiederaufbau der Belastung wichtig.
Tipps für den Alltag
- Vermeiden Sie Rauchen – es beeinträchtigt die Durchblutung der Sehnen.
- Planen Sie Erholungsphasen ein, besonders nach sportlicher Aktivität.
- Schlafen Sie ausreichend, da sich Sehnen im Schlaf regenerieren.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß und Vitaminen unterstützt den Sehnenaufbau. Leichte Bewegung wie Schwimmen oder Radfahren kann die Durchblutung fördern – besprechen Sie die Übungen mit Ihrem Arzt.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Längere Schmerzen oder eine Verletzung können sehr belastend sein. Es ist normal, sich ungeduldig oder niedergeschlagen zu fühlen. Sprechen Sie darüber – mit Ihrem Arzt oder mit Menschen, denen Sie vertrauen.
Vorbeugung
Einer Sehnenverletzung lässt sich nicht immer vorbeugen. Mit einer guten Aufwärmphase, geeigneten Sportschuhen und regelmäßiger Kräftigung können Sie das Risiko senken. Hören Sie auf Ihren Körper – Schmerzen sind ein Warnsignal.
Impfungen
Für Sehnenverletzungen gibt es keine vorbeugende Impfung.
Früherkennungsprogramme
Eine spezielle Vorsorgeuntersuchung für gesunde Sehnen wird nicht empfohlen. Bei Risikogruppen wie Leistungssportlern kann eine ärztliche Kontrolle sinnvoll sein.
Komplikationen
Unbehandelt
- Ohne Behandlung kann eine Sehnenreizung chronisch werden.
- Ein unerkannter Sehnenriss kann die Beweglichkeit dauerhaft einschränken.
- Es kann sich eine Entzündung ausbreiten – achten Sie auf zunehmende Schmerzen.
Langzeitprognose
Die Prognose bei Sehnenproblemen ist mit der richtigen Behandlung meist sehr gut. Viele Beschwerden klingen innerhalb von Wochen bis Monaten ab. Auch nach einer Operation ist eine vollständige Rehabilitation möglich.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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