Schwindel-Ultraschall: Was Sie wissen sollten
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Ein Schwindel-Ultraschall ist eine schmerzfreie Untersuchung, bei der mithilfe von Schallwellen die Blutgefäße im Hals oder im Kopf angeschaut werden. So können Ärzte feststellen, ob eine Durchblutungsstörung zum Schwindel beiträgt.
Wichtige Fakten
- Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert etwa 15 bis 30 Minuten.
- Sie verwendet keine Röntgenstrahlen, sondern harmlose Schallwellen.
- Vor der Untersuchung müssen Sie in der Regel nichts Besonderes beachten.
- Nicht jede Form von Schwindel muss per Ultraschall abgeklärt werden.
Ja. Der Ultraschall der Halsgefäße wird bei unklaren oder wiederkehrenden Schwindelbeschwerden in Spezialsprechstunden regelmäßig eingesetzt.
Die Untersuchung kommt vor allem bei Erwachsenen mit neu aufgetretenem oder wiederkehrendem Schwindel infrage. Besonders häufig wird sie bei älteren Menschen eingesetzt, wenn der Verdacht auf eine Verengung der Blutgefäße besteht.
Symptome
- Plötzlicher, heftiger Schwindel zusammen mit gelähmtem Arm oder Bein, hängendem Mundwinkel oder verwaschener Sprache: sofort die 112 rufen.
- Schwindel mit plötzlichem Sehverlust, Doppelbildern oder Taubheitsgefühl im Gesicht oder Körper.
- ⚠Schwindel nach einem Sturz oder Unfall mit Kopfverletzung.
- ⚠Wiederholte Schwindelattacken, die den Alltag deutlich einschränken und bisher nicht ärztlich abgeklärt sind.
Häufige Symptome
- Ein Gefühl, als ob sich alles um einen dreht.
- Schwanken oder Unsicherheit beim Gehen.
- Übelkeit oder Erbrechen.
- Ohrensausen oder Hörprobleme.
- Benommenheit, wie im Schwindel.
Symptome bei Kindern
- Schwindel ist bei Kindern seltener als bei Erwachsenen. Ein Ultraschall ist dann nur notwendig, wenn andere Untersuchungen auffällig sind.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Ältere Menschen haben häufiger Durchblutungsstörungen. Der Schwindel-Ultraschall kann helfen, verengte Gefäße zu erkennen, bevor ernstere Probleme entstehen.
Ursachen
Hauptursachen
- Verengte oder verkalkte Halsarterien, die das Gehirn mit Blut versorgen.
- Durchblutungsstörungen im Bereich des Innenohrs.
- Störungen des Gleichgewichtsnervs.
- Migräne, die mit Schwindel einhergeht.
Risikofaktoren
- Hoher Blutdruck
- Erhöhte Blutfettwerte
- Diabetes mellitus
- Rauchen
- Bewegungsmangel
- Fortgeschrittenes Alter
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlich auftretendem, sehr starkem Schwindel mit Lähmungen, Sprachstörungen oder Sehstörungen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Schwindel wiederholt auftritt und die Alltagsaktivitäten beeinträchtigt.
- Wenn zum Schwindel Ohrensausen, Hörprobleme oder Kopfschmerzen dazukommen.
Diagnose
Bei der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege. Die Ärztin oder der Arzt trägt etwas Gel auf Ihren Hals auf und führt einen kleinen Schallkopf über die Haut. So werden die Blutgefäße auf einem Bildschirm sichtbar. Ärzte in Deutschland orientieren sich bei der Abklärung von Schwindel an der Leitlinie der AWMF.
Mögliche Untersuchungen
- Duplex-Sonographie der Halsgefäße
- Transkranielle Dopplersonographie (Ultraschall am Kopf)
- Zusätzliche Gleichgewichts- und Hörtests
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Die Untersuchung ist schmerzfrei, Sie spüren höchstens einen leichten Druck des Schallkopfs. Sie können danach direkt nach Hause gehen und Ihren normalen Tätigkeiten nachgehen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Schwindels. Der Ultraschall ist eine diagnostische Untersuchung – kein Behandlungsverfahren. Ihr Arzt wird Ihnen je nach Befund erklären, welche Schritte als Nächstes sinnvoll sind.
Selbsthilfe zu Hause
- Trinken Sie ausreichend Wasser.
- Vermeiden Sie abrupte Kopfbewegungen.
- Stehen Sie morgens langsam auf.
- Benutzen Sie bei Unsicherheit einen Handlauf oder einen Gehstock.
Medizinische Behandlungen
Ihr Arzt kann Ihnen Medikamente verschreiben, die den Blutdruck senken, die Cholesterinwerte verbessern oder den Schwindel direkt lindern. Auch eine Physiotherapie kann das Gleichgewicht schulen. Welche Behandlung zu Ihnen passt, hängt von der genauen Diagnose ab.
Wann kommt eine Operation infrage?
Eine Operation ist nur in sehr seltenen Fällen nötig, etwa wenn eine starke Gefäßverengung zu Durchblutungsstörungen im Gehirn führt. Ihr Arzt wird dies mit Ihnen ausführlich besprechen, falls es infrage kommt.
Leben mit der Erkrankung
Wenn Sie mit wiederkehrendem Schwindel leben, nehmen Sie die Angebote zur Abklärung wahr. Viele Ursachen lassen sich gut behandeln, sodass Sie im Alltag bald wieder sicherer werden.
Tipps für den Alltag
- Regelmäßig Bewegung einbauen, zum Beispiel Spazierengehen oder sanfte Gymnastik.
- Rauchen vermeiden und Alkohol nur in Maßen.
- Sturzrisiken im Haushalt reduzieren, etwa durch rutschfeste Teppiche und Gitter im Bad.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit wenig Salz und gesunden Fetten unterstützt die Gefäßgesundheit. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Bewegungsarten für Sie günstig und sicher sind.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Schwindel kann Angst und Verunsicherung auslösen. Das ist ganz normal. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Sorgen mit Ihrer Ärztin oder einer Vertrauensperson zu besprechen.
Vorbeugung
Nicht jede Schwindelform ist vermeidbar. Aber Sie können Ihr Sturzrisiko senken und Gefäßerkrankungen vorbeugen, indem Sie Blutdruck und Blutzucker regelmäßig kontrollieren lassen.
Impfungen
Gegen Schwindel selbst gibt es keine Impfung.
Früherkennungsprogramme
Eine spezielle Vorsorgeuntersuchung für Schwindel gibt es nicht. Menschen mit erhöhtem Gefäßrisiko können jedoch im Rahmen eines Gesundheits-Check-ups eine Ultraschalluntersuchung der Halsgefäße erhalten.
Komplikationen
Unbehandelt
- Stürze und dadurch bedingte Verletzungen wie Knochenbrüche.
- Zunehmende Angst vor Bewegung und sozialem Rückzug.
- In seltenen Fällen kann eine unbehandelte Gefäßverengung die Durchblutung des Gehirns stark beeinträchtigen.
Langzeitprognose
Die Aussichten sind meist gut: Die meisten Schwindelursachen sind gut behandelbar und nicht gefährlich. Der Ultraschall liefert wichtige Hinweise, damit die richtige Therapie rechtzeitig beginnen kann.
Unterstützung finden
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2026
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