VQ scan patient guide
Basierend auf internationalen klinischen Leitlinien
Übersicht
Eine VQ-Untersuchung (Ventilations-Perfusions-Szintigrafie) ist ein bildgebendes Verfahren, das die Lungenfunktion überprüft. Dabei wird gemessen, wie gut die Luft in die Lunge gelangt (Ventilation) und wie gut das Blut durch die Lunge fließt (Perfusion). Die Untersuchung hilft vor allem dabei, eine Lungenembolie zu erkennen – das ist ein Blutgerinnsel, das ein Blutgefäß in der Lunge verstopft.
Wichtige Fakten
- Die VQ-Untersuchung ist schmerzfrei und wird oft durchgeführt, wenn der Verdacht auf eine Lungenembolie besteht und eine CT-Untersuchung nicht möglich ist (z. B. bei Nierenproblemen oder Allergien gegen Kontrastmittel).
- Sie verwendet schwach radioaktive Substanzen, die als Tracer bezeichnet werden. Die Strahlenbelastung ist gering und für die meisten Menschen unbedenklich.
- Die Untersuchung dauert etwa 30 bis 60 Minuten und erfordert meist keine besondere Vorbereitung. Allerdings sollten Sie Ihrem Arzt mitteilen, ob Sie schwanger sind oder stillen.
Die VQ-Untersuchung ist ein etabliertes Verfahren zur Abklärung einer Lungenembolie und wird in vielen Krankenhäusern und Facharztpraxen durchgeführt.
Die Untersuchung wird vor allem bei Menschen eingesetzt, die Symptome einer Lungenembolie haben (z. B. plötzliche Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen) oder bei denen das Risiko für eine Lungenembolie erhöht ist, etwa nach Operationen, langem Sitzen oder bei bestimmten Erkrankungen.
Symptome
- Plötzliche schwere Atemnot oder das Gefühl zu ersticken
- Starke Brustschmerzen, die in den Rücken oder Arm ausstrahlen
- Blutiger Husten
- Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht
- ⚠Anhaltende Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen, die nicht nachlassen
- ⚠Geschwollene, schmerzhafte Wade oder Bein (Zeichen einer tiefen Beinvenenthrombose – möglicher Vorläufer einer Lungenembolie)
Häufige Symptome
- Plötzliche Kurzatmigkeit (Atemnot)
- Scharfe Brustschmerzen, die sich beim Husten oder tiefen Einatmen verschlimmern
- Schneller Herzschlag oder Herzklopfen
- Husten, möglicherweise mit blutigem Auswurf
Symptome bei Kindern
- Bei Kindern kann eine Lungenembolie selten auftreten. Mögliche Anzeichen sind plötzliche Atembeschwerden, blasse Haut oder Ohnmacht.
Symptome bei älteren Erwachsenen
- Bei älteren Menschen können die Symptome einer Lungenembolie weniger typisch sein, etwa Verwirrtheit, Schwäche oder ein allgemeines Unwohlsein.
Ursachen
Hauptursachen
- Eine Lungenembolie entsteht meist durch ein Blutgerinnsel, das aus den tiefen Beinvenen (tiefe Beinvenenthrombose) in die Lunge wandert.
- Seltener können auch Fett, Luft oder Fruchtwasser die Lungengefäße verstopfen.
Risikofaktoren
- Lange Bettruhe oder Ruhigstellung nach einer Operation
- Langes Sitzen, z. B. auf langen Flugreisen
- Übergewicht
- Rauchen
- Schwangerschaft und die Zeit nach der Geburt
- Einnahme von Östrogen-haltigen Medikamenten (z. B. Antibabypille, Hormonersatztherapie)
- Krebserkrankungen oder Chemotherapie
- Blutgerinnungsstörungen (z. B. Faktor-V-Leiden-Mutation)
Wann zum Arzt
Dringend zum Arzt, wenn:
- Bei plötzlicher Atemnot oder starken Brustschmerzen sofort den Notruf 112 wählen oder in die nächste Notaufnahme gehen.
Einen Routinetermin vereinbaren, wenn:
- Wenn Sie einen oder mehrere Risikofaktoren haben und leichte Symptome wie unerklärliche Kurzatmigkeit bemerken, vereinbaren Sie zeitnah einen Termin bei Ihrem Hausarzt.
Diagnose
Der Arzt stellt den Verdacht auf eine Lungenembolie anhand Ihrer Symptome, Ihrer Krankengeschichte und einer körperlichen Untersuchung. Die VQ-Untersuchung ist ein spezielles bildgebendes Verfahren, das diese Verdachtsdiagnose bestätigen oder ausschließen kann.
Mögliche Untersuchungen
- VQ-Untersuchung (Ventilations-Perfusions-Szintigrafie)
- Blutuntersuchung (z. B. D-Dimer-Test)
- CT-Angiografie der Lunge (Computertomografie mit Kontrastmittel)
- Ultraschall der Beine (um eine tiefe Beinvenenthrombose zu erkennen)
Was Sie bei Ihrem Termin erwartet
Vor der VQ-Untersuchung müssen Sie nichts Besonderes beachten, außer dass Sie bequeme Kleidung tragen und Ihrem Arzt mitteilen, ob Sie schwanger sind oder stillen. Sie erhalten eine kleine Menge eines schwach radioaktiven Tracers über eine Spritze in die Vene und atmen ein Gas mit einem weiteren Tracer ein. Anschließend werden Bilder mit einer speziellen Kamera aufgenommen. Die Untersuchung ist schmerzfrei, die Strahlenbelastung gering. Sie dürfen danach normal essen und trinken. Die Ergebnisse bespricht Ihr Arzt mit Ihnen in der Regel innerhalb weniger Tage.
Behandlung
Wenn eine Lungenembolie festgestellt wird, besteht die Behandlung vor allem darin, das Blutgerinnsel aufzulösen und neue Gerinnsel zu verhindern. Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Embolie.
Selbsthilfe zu Hause
- Halten Sie sich an die Empfehlungen Ihres Arztes zur Bewegung und zur Einnahme von Medikamenten.
- Vermeiden Sie langes Sitzen oder Stehen ohne Unterbrechung.
- Achten Sie auf Warnsignale wie Schwellung oder Schmerzen in den Beinen und suchen Sie bei Bedarf einen Arzt auf.
Medizinische Behandlungen
Die Behandlung einer Lungenembolie umfasst in der Regel blutgerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulanzien). Diese werden zunächst oft als Spritze oder Infusion verabreicht und später als Tabletten fortgesetzt. Die Dauer der Therapie hängt von der Ursache und dem persönlichen Risiko ab. In schweren Fällen kann eine Behandlung mit gerinnselauflösenden Medikamenten (Thrombolyse) oder ein minimalinvasiver Eingriff (Katheterbehandlung) notwendig sein.
Wann kommt eine Operation infrage?
In seltenen und sehr schweren Fällen – wenn die Lungenembolie lebensbedrohlich ist und andere Behandlungen nicht wirken – kann eine Operation zur Entfernung des Gerinnsels (Embolektomie) erforderlich sein. Dies wird nur in spezialisierten Zentren durchgeführt.
Leben mit der Erkrankung
Nach einer Lungenembolie ist es wichtig, die verordneten Medikamente genau einzunehmen und regelmäßige Nachsorgetermine beim Arzt wahrzunehmen. Viele Menschen erholen sich vollständig, aber die Genesung kann mehrere Wochen bis Monate dauern.
Tipps für den Alltag
- Bewegen Sie sich regelmäßig, aber vermeiden Sie Überanstrengung – sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Aktivitäten geeignet sind.
- Tragen Sie bei langen Reisen Stützstrümpfe und stehen Sie regelmäßig auf.
- Rauchen Sie nicht, da Rauchen das Risiko für Blutgerinnsel erhöht.
Ernährung und Bewegung
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sowie ausreichend Flüssigkeit kann zur allgemeinen Gesundheit beitragen. Leichte Bewegung wie Spazierengehen oder Radfahren ist in der Regel empfehlenswert – besprechen Sie dies jedoch mit Ihrem Arzt, insbesondere in den ersten Wochen nach der Behandlung.
Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
Die Diagnose einer Lungenembolie kann beängstigend sein. Es ist normal, sich ängstlich oder besorgt zu fühlen. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arzt oder einer Vertrauensperson. Bei anhaltenden Ängsten oder depressiven Verstimmungen kann eine psychologische Beratung helfen.
Vorbeugung
Nicht alle Lungenembolien lassen sich verhindern, aber Sie können Ihr Risiko senken: Bleiben Sie aktiv, vermeiden Sie langes Sitzen, tragen Sie auf langen Reisen Kompressionsstrümpfe und lassen Sie sich regelmäßig ärztlich untersuchen, wenn Sie Risikofaktoren haben.
Impfungen
Es gibt keine Impfung gegen Lungenembolie.
Früherkennungsprogramme
Es gibt keine generelle Vorsorgeuntersuchung für Lungenembolien. Wenn Sie jedoch Risikofaktoren haben (z. B. eine Thrombose in der Vorgeschichte), kann Ihr Arzt individuelle Maßnahmen empfehlen.
Komplikationen
Unbehandelt
- Eine unbehandelte Lungenembolie kann lebensbedrohlich sein und zum plötzlichen Herztod führen.
- Sie kann zu dauerhaften Lungenschäden (Lungeninfarkt) führen.
- Es kann zu einer pulmonalen Hypertonie (erhöhter Blutdruck in den Lungengefäßen) kommen, die das Herz belastet.
Langzeitprognose
Wenn eine Lungenembolie rechtzeitig erkannt und behandelt wird, ist die Prognose in der Regel gut. Die meisten Menschen erholen sich vollständig. Es ist wichtig, die Behandlung konsequent durchzuführen und Nachsorgetermine einzuhalten, um Folgeschäden zu vermeiden. Ihr Arzt wird mit Ihnen einen individuellen Plan besprechen.
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Überprüfen Sie die Informationen immer mit Ihrem Arzt
Gesundheitsrichtlinien variieren je nach Land und Region. Die Informationen in diesem Artikel basieren auf internationalen klinischen Leitlinien, spiegeln jedoch möglicherweise nicht die spezifischen Richtlinien, Medikamente oder Praktiken in Ihrem Land wider. Besprechen Sie Ihre Gesundheitsfragen immer mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsdienstleister und beziehen Sie sich auf Ihre lokalen nationalen Gesundheitsrichtlinien, sofern verfügbar.
Wichtiger Hinweis Diese Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Sie ersetzen keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Fragen immer einen qualifizierten Arzt. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie sofort den örtlichen Notruf.
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Quellen und Leitlinien
Dieser Artikel dient der Aufklärung und orientiert sich an anerkannten Gesundheitsinformations- und klinischen Leitlinienquellen, sofern verfügbar. Spezifische Quellenlinks können je nach Thema variieren.
Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2026
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